Zwangsarbeit

(Artikel)
Joshua Peters, 13. Juli 2009

Zwangsarbeit

Willkommen in Pittsburgh

Und weiter geht es mit meinem Fallout 3-Add-On-Check. Heute wollen wir uns mit The Pitt beschäftigen. Ja, eigentlich wird es nur mit einem T geschrieben, aber bei dieser "Grube" handelt es sich – wie dem Header zu entnehmen ist – um das ehemalige Pittsburgh, welches inzwischen eine Sklavenhändler-Hochburg ist bzw. Sklaventreiber-Hochburg.

Also: DLC heruntergeladen – Start! Wieder finden wir die Mission schön vorgewärmt und bereit zur Benutzung in unserem Pipboy vor. Zusammen mit – HEY! LISTEN! – einem Funkspruch. Diesmal benötigt ein gewisser Wernher unsere Hilfe. Er ist aus Pitt geflohen und möchte, dass wir ihn dahin zurück begleiten. Klingt erst mal komisch, ist aber so.

Hier ein bisschen Pitt
Pittsburgh blieb weitesgehend von Bomben verschohnt, allerdings nicht von dessen Strahlung. Neben einer "Krankheit", die durch die Strahlung hervorgerufen wird, ist das Hauptproblem – und deswegen sind wir dort – die Sklaventreiberei. Pitt wird von einer "Oberschicht" aus überdurchschnittlich gut organisierten Raidern angeführt, die die Sklaven all ihre Arbeit machen lassen. Wobei diese Arbeit hauptsächlich aus der Schuften in den Stahlwerken besteht. In den Stahlwerken werden natürlich großteils Waffen hergestellt, aber auch sonst Vieles, was man so aus Metall machen kann. Löffel, zum Beispiel! Ich mag Löffel.

An sich also eigentlich keine schlechte Sache – fast ein Fortschritt. Naja, bis auf die Sklaven-Sache halt, aber das ist Ansichtssache. Und obwohl es mindestens so viele Sklaven gibt wie Raider, haben die Raider die volle Kontrolle. Da wären wir wieder bei dieser Krankheitsgeschichte – im Gegensatz zu den Sklaven haben die Raider ein Heilmittel, was ihnen einen gewissen Vorteil verschafft. Zudem haben die Sklaven regelmäßig die Möglichkeit ihren Status zu verbessern, denn wenn man in einem der Turniere, die ab und zu abgehalten werden, gewinnt ist man frei bzw. gehört der "Oberschicht" an. Nicht mehr arbeiten, Leben genießen und so. Wobei der Wunsch des Anführers ist, dass niemand mehr Sklave sein muss (er nennt sie im übrigen bewusst Arbeiter, damit sie sich nicht so herabgesetzt fühlen. Echt nett, Boss.), wenn Pitt erstmal wohlhabend genug ist, und es eine richtige Gemeinde wird – aber momentan ist die Sklaverei noch ein nötiges Übel. So wie ein derber Charisma-Verlust, wenn man in Baldur's Gate 2 die Rüstung aus Menschenhaut trägt. Mjum.

Die Automatische Axt
Ihr merkt jetzt schon, dass The Pitt wesentlich mehr Tiefgang besitzt als Operation Anchorage und sie sich richtig mühe gegeben haben. So, genug der Hintergrundinformation. Wir kommen also in Pitt an, Wernher legt ein paar Raider um und weiht uns in seinen Plan ein. Wir sollen das Heilmittel besorgen und so den Sklaven bei einem Aufstand helfen. Dazu müssen wir erstmal selbst Sklave werden. Nichts leichter als das! Wir gehen zum Tor und sagen, wir wollen uns das mal angucken. Der Wächter grinst fies und bittet uns rein. Wenige Momente später liegen wir bewusstlos am Boden. Als wir aufwachen sind wir offiziell Sklave – YAY! Ich wollte schon immer einen Titel!

Nach ein bisschen milder Sklaverei (Eisenbarren suchen) und Gesprächen mit Freunden von Wernher, dürfen wir uns in einem Arenakampf beweisen, den wir selbstverständlich gewinnen. Der Kampf selbst wird etwas aufgepeppt indem radioaktive Fässer in die Kampfgrube geworfen werden. Nach dem Kampf bekommen wir unsere gesamte Ausrüstung wieder und dürfen den Chef treffen. Nachdem wir etwas mit ihm gesprochen haben, können wir uns nun für eine Seite entscheiden. Nur weil wir mit Wernher hergekommen sind, muss es ja nicht heißen, dass wir auf seiner Seite bleiben. Zudem ist die Sache mit dem Heilmittel etwas heikel. Aber das werdet ihr dann ja selber sehen. ;)

Ein hässlicher fieser Trog
So – Conclusion: Mir hat "The Pitt" sehr gefallen. Die Atmosphäre war durchgehend super – die Geschichte war mal was anderes als im Hauptspiel und es gab viele neue Sachen. Von denen habe ich ja nocht gar nicht gesprochen! Also, es gibt neue Waffen: Zum einen die automatische Axt – die eigentlich eher eine lange Kreissäge ist, dann noch den "Infiltrator" - ein automatisches Snipergewehr (28 Weeks Later.like) und ein dreistrahliges Lasergewehr. Zudem noch ein paar Kleidungsstücke und neue Gegner, wobei diese Gegner wirklich neu waren – So eine Art wilde Ghule auf vier Beinen die etwas menschliches Behalten haben. Siehe Bild.

Naja, viele Gegenstände bekommt man nur durchs Tauschen gegen Eisenbarren. Davon gibt es insgesamt 100 in einem bestimmten Gebiet und man muss sie nicht suchen. Naja, für die Hauptquest muss man einmal rein und ein paar holen, aber das ist nicht der Rede wert. Das war eigentlich auch das einzige Manko, die Suche nach den Eisenbarren ist etwas nervig, aber so erforscht man immerhin dieses schicke Gebiet. Alles in allem ist das Add-on nur zu empfehlen.

Möge der Stahl mit euch sein – Paladin Jozu

Kommentare

Undead
13. Juli 2009 um 12:51 Uhr (#1)
Der Artikel kam aber nicht um 00:00. O.ô

Egal, jetzt weiß ich, dass Jozu Löffel mag. <3
Rian
13. Juli 2009 um 19:35 Uhr (#2)
Ja, äh, Kommunikationsschwierigkeiten.
Ben
14. Juli 2009 um 12:43 Uhr (#3)
Es gibt keinen Löffel?
Gast
21. Oktober 2017 um 10:27 Uhr
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