Mittelerde: Schatten des Krieges

(Artikel)
Benjamin Strobel, 02. September 2017

Mittelerde: Schatten des Krieges

Große Dinge werfen große Schatten

Ja, große Dinge werfen große Schatten. Und in Mittelerde: Schatten des Krieges ist alles ein bisschen größer: größere Open World, größere und stärkere Gegner, eine größere Abwechslung bei den Orks und ganz neu: große Festungen und große Schlachten. Und irgendwie hat das Ganze natürlich mit Herr der Ringe zu tun. Auf der Gamescom konnten wir Schatten des Krieges erstmals anspielen.

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Mittelerde: Mordors Schatten war ein großartiges Spiel, das mit dem Nemesis-System eine tolle Idee auch toll umgesetzt hat. Doch vor allem die Welt war nicht sehr abwechslungsreich. Das soll sich mit Schatten des Krieges ändern: Es gibt eine große Stadt, Widnis, Höhlensysteme, verschneite Berge und sogar eine Insel. Auch innerhalb der veschiedenen Areale soll die Abwechslung größer sein. So wird die Landschaft unter anderem davon geprägt, welcher Ork-Stamm die Umgebung kontrolliert.

Mein Haus ist meine Burg
Das Nemesis-System kehrt nicht nur zurück, sondern wird um eine neue Komponente erweitert: die Festungen. Ähnlich wie die Orks selbst haben Festungen ein Level. Jede Festung wird außerdem von einem Overlord kontrolliert, der seine Festung mit bis zu sechs Warchiefs besetzen kann. Als wäre das nicht schon schlimm genug, nehmen die Warchiefs auch in Festungen ihre Bodyguards mit. Da können also schon mal zwanzig Orks mit Rang und Namen in so einer Festung warten. Belagerungen können also zu mächtig großen Schlachten ausarten. Auf der Gamescom konnten wir die Belagerung einer Festung ausführlich anspielen.

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Um Festungen einzunehmen, marschiert man mit verbündeten Orks und einer kleinen Armee auf. Zuerst muss man die Mauern durchbrechen und in der Festung Punkte einnehmen. Am Ende muss man sich natürlich dem Overlord stellen und ihn besiegen. Bei einer Belagerung ist eine Menge los und man muss Verbündete immer gut im Auge behalten. Denn es kann jederzeit sein, dass sie vom Feind niedergemacht werden und Hilfe brauchen. Andersherum sind sie nämlich wertvolle Gefährten. Als ein Warchief kurz davor war, mir den Kopf vom Hals zu schlagen, sprang ein Verbündeter in letzter Sekunde dazwischen und rettete mir das Leben. Das war ein ziemlich beeindruckender Augenblick und es ist sehr spannend zu sehen, wie dynamisch und komplex das Verhalten der Spielfiguren in Schatten des Krieges ist.

Der Schwierigkeitsgrad wirkt etwas höher als beim Vorgänger. Das liegt unter anderem daran, dass die Feinde deutlich cleverer sind und sich an das eigene Spielverhalten anpassen. Sie können außerdem fast jeden Angriff auch blocken oder kontern - und das tun sie, wenn man immer nur auf denselben Knopf haut. Obwohl ich Mordors Schatten viel gespielt hatte, bin ich in der Demo mehrfach gestorben und konnte die Festung am Ende nicht erobern. Das macht übrigens nichts, denn das Spiel reagiert auch auf Scheitern. Solltet ihr dieselbe Festung mehrmals angreifen, werden die Feinde sich an euch erinnern und sehr wahrscheinlich für eure Fehlschläge verspotten. Wie im Vorgänger kann es helfen, vorher Warchiefs der Festung auf die eigene Seite zu bringen oder zu töten, um die Belagerung leichter zu machen.

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Ich liebe die Komplexität der Sandbox in Schatten des Krieges. Man weiß nie, was in einer Schlacht passiert und wie sich die Orks zueinander verhalten werden. Wie schon der Vorgänger bietet das Spiel ein emergentes Gameplay, das eigene Geschichte erschafft: "Weißt du noch, die Schlacht in der mein Ork-Freund vor mich gesprungen ist, um mich vor dem Tod zu retten? Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft!" Solche Dinge.

Mittelerde: Schatten des Krieges erscheint am 10. Oktober für PS4, Xbox One und PC. Ich bin sehr gespannt. Ben

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23. November 2017 um 10:34 Uhr
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10. Oktober 2017
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PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.
Playstation 4
Plattform - Die Playstation 4 (PS4) von Sony ist eine Spielkonsole der 8. Generation. Sie erschien am 29. November 2013 europaweit als Nachfolger der Playstation 3.
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Plattform - Nachfolger der Xbox 360 von Microsoft. Angekündigt am 21. Mai 2013, ist die Heimkonsole am 22. November 2013 in Deutschland und weiten teilen Eruopas erschienen.

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