Overwatch-Tipps: Orisa

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 29. März 2017

Overwatch-Tipps: Orisa

Der neue Tank im Überblick

Vor einer Woche war es soweit: Overwatch hat den 24ten Helden bekommen. Nachdem mit Ana ein Support dazu kam und mit Sombra ein Offensivheld, ist nun ein Tank dran. Orisa heißt die neue Heldin und ist ihres Zeichens ein Omnic. Basierend auf den OR15 Verteidigungsbots wurde Orisa entwickelt, um im Speziellen Doomfist aufzuhalten, da normale OR15 Einheiten sich als ineffizient erwiesen haben. Doch solange Doomfist nicht auch im Spiel auftaucht, muss sich Orisa erst mal gegen den Rest der Helden beweisen. Grund, sich mal anzuschauen, was sie so kann.

Orisa zählt mit ihren 400 HP zu den zumindest nominell weniger widerstandsfähigen Tanks, wobei sie technisch gesehen ein wenig mehr aushält als Zarya, da die Hälfte ihrer Lebenspunkte aus Rüstung bestehen, wodurch eingehender Schaden verringert wird. Als Hauptwaffe hat sie eine Schnellfeuer-Energiekanone, welche Projektile mit guter Geschwindigkeit abfeuert, aber auch guter Streuung. Von allen Tanks hat sie die höchste Reichweite, auf der sie noch effektiv ist, man muss aber vorrausschauend zielen. Außerdem bewegt sie sich beim Schießen langsamer.


Mit E (PC-Version) kann Orisa eine kleine, halbkugelförmige Barriere mit 900 HP platzieren. Diese hat einen Cooldown von 12 Sekunden, die Barriere selber bleibt aber weitaus länger erhalten. Wenn man aber eine neue Barriere in die Welt setzt, dann wird die alte entfernt. Die Barriere ist hoch genug, um einen Roadhog komplett zu schützen, und breit genug für viele Engpässe auf den Maps. Dort sollte sie auch bevorzugt platziert werden. Der Vorteil dieser Barriere liegt ganz klar darin, dass sie abgefeuert wird. Orisa muss sich nicht wie z. B. Winston an die Stelle bewegen, an der man die Barriere platzieren will. Und Orisa muss nicht wählen zwischen Kämpfen oder dem Aufrechterhalten des Schilds, wie es Reinhardt tun muss. Ziel sollte es sein, dass die Barriere hält bis zum Cooldownreset, damit man gleich eine neue setzen kann. Als zweiter Tank neben Reinhard kann Orisa damit aber auch dem Deutschen Recken die nötige Zeit verschaffen, seine eigene Barriere wieder aufzuladen.

Orisas Shift-Funktion ist Fortify. Damit beginnt Orisa golden zu schimmern und nimmt für wenige Sekunden 20% weniger Schaden. Zusätzlich ist sie immun gegen jede Form von Crowdcontrol. Kein Hook kann sie heranziehen, kein Lucio kann sie wegschubsen, keine Graviton kann sie auf der Stelle halten. Wer eine solche Orisa von einem Punkt entfernen will, der muss sie schon töten. Fortify richtig einzusetzen ist verdammt knifflig. Zum einen kann man 20% Schadensreduktion in vielen Kämpfen gut gebrauchen, die Crowdcontrol Immunität verlangt, dass man den Einsatz gegnerischer Fähigkeiten vorausahnt. Fortify kann sehr leicht im Nichts verpuffen.

Orisa4

Ihr Sekundärfeuer ist die wohl interessanteste Fähigkeit. Damit feuert sie eine Energiekugel ab, die beim erneuten Auslösen des Sekundärfeuers oder bei Kollision mit einem Hindernis alle Gegner zu sich zieht - quasi eine kleine Graviton Surge. Die Anwendungen sind äußerst vielseitig. Zum einen kann man Gegner, die vor einer D.Va Ult fliehen aus der Deckung herausziehen. Oder man zieht Gegner damit in Abgründe.

Zu guter Letzt noch ihre Ultimate. Mit Supercharger werden Bongos auf dem Boden platziert, welche den Schaden aller Teammitglieder um 50% verstärken, solange sie in Sichtlinie zum Ultimate sind. Quasi ein Mercy Schadensboost für das gesamte Team. Damit lassen sich viele Kämpfe drehen, da man einfach die Gegner mit Schaden überrollen kann. Doch Vorsicht: die Ult kann zerstört werden, legt sie also nicht mitten ins Schussfeld. Durch die stationäre Natur der Ult ist er in der Verteidigung stärker als im Angriff.

Orisa1

So sehe ich auch eher Orisas Einsatzgebiet: in der Verteidigung. Ihr Kit ist mehr darauf ausgelegt Stellungen zu halten als sie einzunehmen. Für mich hat sie sich bereits gut zum Schutz gegen Flanker herausgestellt. Mit der Barriere die Frontline schützen und dann mit dem Sekundärfeuer den Genji von den Heilern wegziehen. Auch kann sie gut Dive-Compositions stören, indem sie die Gegner aus dem Team zieht. Doch vorsicht, sie lässt sich genauso gut durch einen geschickten Dive aus dem Spiel nehmen. Ihre größten Feinde stellen Sniper dar. Widowmaker und Hanzo brauchen nur zwei Kopfschüsse, um sie zu töten, und so schwer ist es nicht, sie zu treffen. Orisa gehört auch deswegen nicht an vorderste Front, sondern sollte als Off-Tank weiter hinten gespielt werden. Ihre Waffe kann auf kurze Distanz verheerenden Schaden verursachen, wodurch man sich ihr mit Vorsicht näher sollte, man selber aber auch eher auf nahe Ziele schießen sollte. Auf Distanz dienen ihre Schüsse eher dazu gegnerische Barrieren zu belagern, oder Feinde in Deckung zu zwingen. Noch kann sich viel tun bei ihr, besonders in Richtung Balancing von Blizzard her. Es ist schwer zu sagen, wie stark oder schwach sie wirklich ist, nutzlos ist sie aber auf keinen Fall.

Orisa ergänzt den Kader von Overwatch sehr gut. Tanks ermöglichen Spielweisen und ein neuer Tank könnte einige neue Tricks zum Vorschein bringen. Sehr interessant finde ich, dass ihre Ult eigentlich eine Support-Fähigkeit ist im Vergleich zu den anderen Tanks. Seit gestern ist Orisa auch im Competitive spielbar, der wahre Test beginnt.

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27. Juli 2017 um 04:59 Uhr
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