Gamescom 2016: Sony-Roundup

(Artikel)
Haris Odobašić, 31. August 2016

Gamescom 2016: Sony-Roundup

Drei potentielle PS4-Kracher im Check

Sony hatte auf der Gamescom ein Kino aufgebaut, in dem in einstündigen Shows gleich drei kommende PS4-Titel präsentiert wurden. Alle drei Titel wurden zwar schon angekündigt, sind aber neue IPs. Sony zeigt also mal wieder eine gewisse Tendenz zu neuen Marken. In den Shows wurde dabei Gameplay live vorgespielt, auch wenn die gezeigten Spieleabschnitte allesamt auch auf der E3 zu sehen waren.

Days Gone

Es ist mal wieder Postapokalypse und ihr schlüpft in die Haut eines Bikers, der sich in dieser neuen Welt irgendwie zurechtfinden soll. Das Spiel will Survival-Elemente bieten, eine Open World und natürlich gibt es Zombies. Wobei diese hier wohl zusätzlich mit Usain Bolts' Genen vollgepumpt wurden, sind sie doch auf flinkem Fuße unterwegs und damit eine große Gefahr. Es gab live gespieltes Gameplay zu sehen aus dem gleichen Abschnitt, der auch bei der E3 live gespielt wurde.

Ich konnte hier überhaupt nicht mit warm werden. Zombie-ähnliches und Open World spricht mich eigentlich an, aber die Umsetzung in Days Gone war bombastisch, actionreich und irgendwie total generisch. Es fehlte mir der Wow-Moment, die Situation, bei der ich etwas wirklich Neues geboten kriege. Versteht mich nicht falsch: das Spiel sieht optisch durchaus ansprechend aus und wirkte auch handwerklich solide, aber das Alleinstellungsmerkmal, um es aus der Masse hervorzuheben, fehlte mir. Oder ich habe einfach zu viel Open World und Zombie gespielt. Ein Erscheinungsdatum für das Spiel steht noch nicht fest.

Horizon: Zero Dawn

Guerillas futuristische Steinzeitimpression hatte ja schon mit der ersten Ankündigung bei der E3 2015 Wellen geschlagen. Guerilla waren gut 10 Jahre mit Killzone verheiratet und bieten jetzt nicht nur ein ganz neues Genre, ein Action-RPG, sondern auch ein einzigartiges Setting. Auch hier haben wir es mit der Post-Apokalypse zu tun, die die menschliche Zivilisation aber um einiges krasser ausgelöscht hat. Die noch lebenden Menschen sind in kleinen Dörfern und Hütten organisiert, wie man es aus frühesten Zivilisationen kennt. Und die Erde wird von Tieren beherrscht. Roboter-Tieren.

Eure Hauptfigur, die Dame Aloy, zieht also in diese Welt hinaus. Das Spiel ist dabei ein Open-World-Titel und uns wurde Aloys Weg zu einer Erkundungsmission gezeigt, um herauszufinden, wieso ein Dorf scheinbar ausgelöscht wurde. Im Spiel wird dabei viel Wert auf taktisches Vorgehen gelegt. Eine ganze Herde an Robo-Tieren, die Dinosauriern nachempfunden sind, sollte man nämlich nicht unbedingt auf sich aufmerksam machen. Wir sahen zum Beispiel, wie die Person, die gespielt hatte, sich an eine Herde ranschlich und nur das letzte Tier mit ein paar Seilen herauspickte, um es zu fesseln und dann schnell zu töten.

Was mir besonders gut gefiel, war der Kampf gegen größere Tiere. Die sind eine echte Herausforderung, die man mit unterschiedlichsten Taktiken angehen muss. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen und das lässt den Titel sehr vielversprechend wirken. 2017 soll es losgehen.

Detroit: Becoming Human

Die unendliche Geschichte des David Cage. Ich glaube, kaum ein anderer moderner Videospiele-Auteur hat eine so deutliche Handschrift wie Cage. Oder seine Spiele ähneln sich alle einfach sehr. Auf jeden Fall ist Detroit eben wieder so ein typisches Cage-Spiel, das eine Geschichte mit einer ordentlichen Prise Mystery erzählen will, viele Perspektiven bietet und euch mit großer Wahlfreiheit locken will.

In der gezeigten Demo geht es zum Beispiel darum, wie ein Polizei-Androide eine Geiselnahme entschärfen soll. Denn ein anderer Androide war an den Punkt angelangt, dass er Gefühle entwickelte und deswegen anfing seine Existenz zu hinterfragen. Die Aufgabe ist es entsprechend am Tatort möglichst viele Informationen zusammenzupuzzeln und schließlich den Androiden und seine Geisel zu konfrontieren.

Uns wurden dabei gleich mehrere Vorgehensmöglichkeiten demonstriert. Je nachdem, wie gründlich man bei der Untersuchung ist und abhängig der von euch gewählten Dialogoptionen, kann das Ganze nämlich auf vielen Wegen enden. Das Spektrum soll vom Mord-Selbstmord des Geiselnehmers und seiner Geisel über "der Androide opfert sich, um die Geisel zu retten", also beide Roboter sterben, bis hin zu einem Happy End, bei dem man den Androiden überredet und alles ohne Gewalt gelöst wird, reichen.

Ich bin Cage-Skeptiker, aber Detroit hat mich dennoch angesprochen. Die Ästhetik gefiel mir einfach und ich bin jemand, der sich von Wahlfreiheit immer einlullen lässt. Auch dieses Spiel soll 2017 starten. Haris

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24. November 2017 um 00:46 Uhr
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