Vorschau: State of Mind

(Artikel)
Rian Voß, 28. August 2016

Vorschau: State of Mind

Auszeit von der besseren Hälfte

Transhumanismus ist für mich ein superspannendes Thema. Es ist der Versuch oder die Philosophie, die Evolution in die eigene Hand zu nehmen und unsere Spezies mit Maschinen in Einklang zu bringen, um eine völlig neue Existenz zu schaffen. Das kann "nur" bei Cyborgs mit kybernetischen Gliedmaßen stoppen oder soweit gehen, dass wir unser Bewusstsein in die virtuelle Realität übertragen.


Richard Nolan teilt meine Begeisterung für Transhumanismus nicht so ganz. Der Mann ist Journalist in Berlin 2078 und ein kompletter Maschinenhasser. Da es ohnehin ziemlich unrealistisch ist, dass es in sechzig Jahren noch Journalisten gibt, ist Richard entsprechend knapp bei Kasse, schlecht gelaunt und auch sonst kein sonderlich umgänglicher Mensch. Zudem ist er gerade mit ungeheuren Kopfschmerzen von einem fehlgeschlagenen Bewusstseinsupload aufgewacht und kann sich nur noch bruchteilhaft an seine Vergangenheit erinnern.

Adam hat es dagegen viel angenehmer. Adam hat eine liebevolle Familie und ein schönes, energieneutrales Haus. Er ist gut angezogen, glatt rasiert und es könnte ihm eigentlich nicht besser gehen. Wenn er nur real wäre. Adam ist nämlich die Persönlichkeit, die sich aus Richards abgebrochenem Upload geformt hat.

state-of-mind-stadt

In State of Mind geht es um die Geschichte dieser zwei sehr unterschiedlichen Personen und die Frage: Welche Auswirkungen haben Maschinen auf unsere Persönlichkeit? Die zwei Protagonisten müssen erst mal lernen, miteinander auszukommen, was vor allem für Adam nicht leicht ist. Denn ein Blick auf Richards frisch geschiedenes, quasi-mittelloses Leben macht jetzt nicht unbedingt Bock darauf, sich wieder mit ihm zu vereinen.

State of Mind will vor allem eine Geschichte erzählen, sowohl durch Dialoge aber auch über die Umgebung und den grafischen Stil. Alles in State of Mind ist zersplittert. An den Figuren sieht man die einzelnen, kantigen Polygone und Berlin hat auch eine eher geteilte Vergangenheit. Vielleicht ist die Symbolik da schon ein wenig zu doll.

state-of-mind-roboter

Vom eigentlichen Gameplay gab es auf der Gamescom eher weniger zu sehen, es dürfte sich aber hauptsächlich auf "Objekte untersuchen" und "Mit Menschen reden" beschränken. Seine angegebenen 20 Stunden Spielzeit mit State of Mind sollte man außerdem im Detail genießen, denn viel Wiederspielwert soll es nicht haben.

Da State of Mind so narrativ fokussiert ist, lässt sich im Vorfeld kaum etwas über das Spiel sagen - schließlich ist jedes Wort ein Spoiler. Und trotz des spannenden, transhumanistischen Settings war ich während der Präsentation kaum gehyped - nur mild interessiert. Ich kann daher eigentlich nur sagen: Wir werden sehen, ob sich Richard im Frühjahr 2017 auf PC, Mac, Linux, PS4 und Xbox One zusammenreißen kann.

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23. September 2017 um 07:35 Uhr
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