The Evil Within: The Executioner im Test

(Artikel)
Benjamin Strobel, 11. Juni 2015

The Evil Within: The Executioner im Test

Kämpfen statt Rennen

The Evil Within bekam bereits einen großartigen DLC-Zweiteiler mit den Erweiterungen The Assignment und The Consequence, die den Horror des Hauptspiels noch übertreffen konnten. The Executioner ist da völlig anders. Der dritte DLC macht aus dem Horrorspiel einen Slasher in der Ego-Perspektive.

Splattern statt Gruseln
The Executioner stellt The Evil Within auf den Kopf: Statt euch hilflos dem Horror übermächtiger Feinde auszusetzen, gibt euch der DLC einen mächtig großen Hammer in die Hand und bewirft euch mit Zombies, die ihr darunter zermalmen könnt. Meine erste Assoziation dazu ist Bioshock 2, das euch in die Haut eines Big Daddys gesteckt hat. Der Executioner ist so etwas wie ein Big Daddy. Er ist groß, langsam und kann ordentlich zuhauen. Irgendwo im STEM-System ist seine Tochter - um sie zu retten, muss er alle Psychopathen ausschalten, die sich im System befinden. Dabei verwendet das Spiel bekannte Areale aus dem Hauptspiel wieder, vor allem das Anwesen aus dem neunten Kapitel.

Mini-Bulletstorm
Auf den Spuren seiner Tochter muss der große Kerl es mit zahlreichen (großen und kleinen) Zombies aufnehmen. Zu Beginn steht ihm dafür nur sein Hammer zur Verfügung, doch im Verlauf gesellen sich weitere Waffen dazu, darunter eine Kettensäge und ein Schwert. Während viele Kämpfe nicht all zu hart sind, besteht der Spaß darin, seine Feinde auf verschiedene Weisen um die Ecke zu bringen. Ein Challenge-System führt wie bei Bulletstorm Buch darüber, welche besonderen Kills man schon geschafft hat: Einen Gegner in Spikes werfen, zwei gleichzeitig mit einer Explosion ausschalten und so weiter. Leider hat dieses Mini-Bulletstorm nur 15 Challenges im petto, die man recht schnell vervollständigen kann.

Herausforderungen bieten vor allem die Endgegner. Hier wird man in eine abgeriegelte Arena gesteckt und muss einen Psychopathen bekämpfen, während immer wieder kleine Gegner auftauchen, die einem lästig werden wie Ungeziefer. Die Bosse sind dabei recht abwechslungsreich und haben alle ihre eigenen Angriffe. So bekommt man es in einem Kampf mit einem Raketenwerfer zu tun, in einem anderen kann man selbst ein Geschütz benutzen.


Für Kills und neugierige Blicke in Kisten gibt es Münzen, für die man zahlreiche Upgrades kaufen kann. Anders als die anderen DLCs bringt The Executioner einen eigenen Skilltree mit, in dem man unter anderem Lebensenergie und seine Waffen aufwerten darf. Auch hier baut der DLC voll auf Empowerment, da man sich sehr schnell immer stärker fühlt. Der Unterhaltungswert beim Ausprobieren neuer Waffen und Fallen ist dabei deutlich höher als die Herausforderung. Mit zwei bis drei Stunden Spielzeit ist der DLC aber kurz genug, um nicht langweilig zu werden.

The Executioner ist nicht der DLC, den wir für The Evil Within erwartet haben, aber es ist eine großartige Abwechslung im Setting des Hauptspiels. Auch wenn das Gameplay nicht tief genug für ein volles Spiel ist, gibt es einen tollen DLC ab, der überraschend kurzweilig ist. Ihr bekommt The Executioner einzeln oder im Season Pass. Ben

The Executioner wurde auf der Xbox One getestet. Ein Testmuster wurde uns von Bethesda zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen: The Evil Within - Hauptspiel und alle DLCs im Test

The Evil Within: The Executioner

(Ranking)
A
RANK
Reife Leistung. A-Spiele machen alles richtig oder sind nah dran. Kleine Schwächen werden durch Stärken mehr als wett gemacht. Das ist Spieldesign auf hohem Niveau.

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16. Januar 2018 um 23:47 Uhr
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