The Evil Within: The Assignment im Test

(Artikel)
Benjamin Strobel, 09. April 2015

The Evil Within: The Assignment im Test

Schleich-DLC zum Grusel-Shooter

Das uneheliche Kind von Resident Evil und Silent Hill bekommt ein kleines Schwesterchen: The Assignment ist der erste von zwei Story-DLCs für Shinji Mikamis aktuellen Grusel-Shooter. In der Rolle von Sebastians Partnerin Juli Kidman feuert man kaum eine Kugel ab. Stattdessen gilt es, sich an Monstern und Zombies vorbeizuschleichen.

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Im Hauptspiel ist Juli Kidman eine ganze Weile verschollen. In dem zweiteiligen DLC übernimmt man ihre Rolle und bekommt einen Einblick, was in dieser Zeit mit ihr passiert ist. Dabei kann man auch neue Details zur Story und zu Kidman selbst aufschnappen. Nachdem das Storytelling im Hauptspiel etwas verwirrend war, ist The Assignment angenehm unverschnörkelt. So gelingt es dem DLC, einen großen Kritikpunkt des Hauptspiels zu neutralisieren: Kidman ist als Protagonist weitaus greif- und einfühlbarer. Auch wenn einige Details im Dunkeln bleiben, ist ihre Motivation klar und nachvollziehbar. Natürlich hilft es auch, dass mehr Hintergrundgeschichte ausgebreitet wird.

Das Gameplay arbeitet grundsätzlich mit den Mechanismen des Hauptspiels, verzichtet aber fast vollständig auf Waffen. Neu ist allein die Möglichkeit, sich hinter Wänden zu verstecken und vorsichtig hervozuschauen. Statt Feinde abzuschießen, muss man sie geschickt umschleichen, mit Flaschen auf altbekannte Weise ablenken oder die Umgebung benutzen, um Feinde zu irritieren. Beispielsweise kann man ein Telefon benutzen, um im Nebenraum anzurufen, woraufhin Zombies dem Klingeln folgen und dann sogar im Nebenraum eingesperrt werden können. In anderen Passagen muss man Fallen im Boden benutzen, um sich der Feinde zu entledigen. Nur selten findet sich mal eine Axt, die einen manuellen Stealth-Kill ermöglicht.

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Abwechslung gibt es durch klassische Such- und Schalterrätsel, die man aus dem Hauptspiel im Grunde schon kennt. Ein Highlight ist dagegen ein besonderer Feind: Mit einem Scheinwerfer als Kopf durchsucht er die Räume nach Kidman, sodass es mehr als einmal gilt, sich gut zu verstecken und dem Ungetüm so gut es geht auszuweichen. Hier kommt so richtiges Horrorgefühl auf, da man besonders diesem Vieh völlig machtlos gegenübersteht und sich zitternd hinter Schreibtischen und unter Betten versteckt. Solche Momente haben dem Hauptspiel wirklich gefehlt, zumal sie eine schöne Abwechslung zum Shooter-Gameplay darstellen.

Mit zwei bis drei Stunden Spielzeit ist The Assignment recht kurz und lockt lediglich durch ein paar Sammelobjekte ins New Game+. Außerdem endet die Geschichte mittendrin und es sollte daher klar sein, dass man auch den zweiten DLC spielen muss, um die ganze Geschichte zu genießen. Hier bekommt man einen neuen Twist auf das bekannte Spiel geboten, der an vielen Stellen sogar besser funktioniert als das Hauptspiel. Ein schöner DLC, der Vorfreude auf den zweiten Teil weckt. Ben

The Evil Within: The Assignment

(Ranking)
A
RANK
Reife Leistung. A-Spiele machen alles richtig oder sind nah dran. Kleine Schwächen werden durch Stärken mehr als wett gemacht. Das ist Spieldesign auf hohem Niveau.

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16. Januar 2018 um 23:48 Uhr
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14. Oktober 2014
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Plattform - Die Playstation 4 (PS4) von Sony ist eine Spielkonsole der 8. Generation. Sie erschien am 29. November 2013 europaweit als Nachfolger der Playstation 3.
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