Nachschub zum Schneiden

(Artikel)
Rian Voß, 13. Mai 2013

Nachschub zum Schneiden

Metal Gear Rising: Revengeance: Jetstream

Jetstream Sam ist wohl die interessanteste Figur von Metal Gear Rising: Revengeance. Der brasilianische Samurai mit seiner natürlichen Coolness faltet gleich zu Beginn des Spiels Möchtegern-Cyborg Raiden erst mal so richtig zusammen, hat ein Schwert, das mit Überschallgeschwindigkeit aus der Heft schießt und liefert sich mit dem Protagonisten eines der wohl am schönsten in Szene gesetzten Bosskampf-Duelle der Generation. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Sam seinen eigenen kleinen DLC namens Jetstream bekommt, der seine Hintergrundgeschichte ein wenig beleuchten soll. Ohne Aufschub schlüpfte ich in die kybernetische Haut des Darth-Vader-Archetyps!

Wie sich herausstellt, wiederholt sich die Geschichte doch mal ganz gerne. Wir erinnern uns: In MGR drang Raiden in das Hauptquartier von World Marshal ein, um dem dunklen Treiben der privaten Militärorganisation ein Ende zu setzen. Nun, Sam hat das auch schon einmal versucht. Angetrieben von einem unbeirrbaren Gerechtigkeitssinn klettert er in die Kanalisation, um sich von dort seinen Pfad den Wolkenkratzer hinauf zu schnetzeln.

jetstream-01

Was zuerst nach Recycling mieft, stinkt noch viel doller, sobald man die Packung öffnet: Keine neuen Gegner, keine neuen Locations. Von den Abwasserkanälen über den japanischen Garten, den futuristischen Serverraum, bis zum Finale auf dem Dach sind wir alle Orte schon einmal in Raidens Rachefeldzug abgelatscht. Das wäre nicht weiter wild, wenn zumindest neue Gegnertypen vorhanden wären, aber uns begegnen nur die bekannten Cyborgs und Roboter. Selbst bei den Bosskämpfen wird nicht geliefert - Scharmützeln stellt man sich mit Metal Gear Ray und dem Blade Wolf. Besonders lächerlich ist dann noch, dass man abermals im Showdown gegen den Senator antreten darf. Das sollte niemand zweinmal durchleben müssen.

Einen Unterschied gibt es dann aber doch: Der Schwierigkeitsgrad wurde drastisch angezogen. Wer auf "Normal" mit den vergebenden, langsamen Angriffsmustern des Hauptspiels rechnet, muss erst mal einige Schrecksekunden durchleben. Besonders der erste Bosskampf, der Blade Wolf, macht einen binnen weniger Sekunden fix und alle, wenn man nicht ausdauernde Daumen hat, um dessen andauernden Attacken irgendwann einmal mit Glück zu parieren. Danach aber auch noch selbst einen Treffer zu landen, liegt irgendwo zwischen unwahrscheinlich und unmöglich, da der Hund auch gerne mal ungerührt durch die Klinge der erfolgreichen Parade hindurchspringt. Und bis man das erste Heil-Item findet, ist auch schon das halbe Prequel vorbei. Im Vergleich dazu ist das Hauptspiel auf Hard ein Sommerurlaub am See.

Wer noch eine definitive Abwechslung ins ansonsten solide Schnetzeln bringt, ist Sam selbst. Unfähig, selbst gecustomized zu werden (Upgrade-Punkte wandern auf Raidens Konto), ist Sams schwerer Angriff durch eine aufladbare Superattacke ersetzt worden, die sich auch in beliebige Combos einbinden lässt. Kommt man mal dazu, die gesamte Packung bis zum Anschlag aufzuladen, kennt Sam kein Halten mehr und die härtesten Feinde werden zu Brei gekloppt. Bis dahin ist man ohne Verteidigung, aber dafür freut man sich umso mehr, wenn man Sams Kräfte entfesseln kann. Insofern zeigt der Brasilianer im Kampf seine starke, spaßige Seite.

jetstream-02

Leider scheint er ansonsten gemessen an Raiden eher den Kürzeren zu ziehen. Die halbwegs nützliche Kletter-Eigenschaft des Ninja-Run wurde durch einen kurzen Air-Dash sowie einen Doppelsprung ersetzt. Warum? Das Spiel liefert darauf keine Antwort, da es zu keiner Situation kommt, an der die veränderte Steuerung irgendeinen Sinn hätte. Wahrscheinlich hatten die Entwickler einfach keine Zeit mehr, jede einzelne von Raidens Ninja-Run-Hüpf-und-Spring-Animationen für den Schwertmann mit dem Drei-Tage-Bart umzusetzen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum Sam keine stillen Kills aus dem Verborgenen machen darf - steht man hinter einem Gegner, kann man ihn nur gewöhnlich angreifen und alle seine Freunde werden alarmiert. Man kann argumentieren, dass die Schleichkomponente im Hauptspiel ohnehin schon deplatziert war, aber wegen des Schwierigkeitsgrads wäre es zumindest nützlich, die Gegnerhorden um ein oder zwei schwere Geräte erleichtern zu können, bevor man sich lauthals schreiend in die Schlacht stürzen muss. Es ist ja nicht mal so, als ob man die Wahl hätte, Gegner nicht zu konfrontieren. So findet man an einer Stelle etwa ein Ölfass, in das man reinschlüpfen kann. Kommt man darin ungesehen an allen Gegnern vorbei und erreicht den rettenden Fahrstuhl, löst ein Druck auf den Ruf-Knopf sofort den Alarm aus und man muss ohnehin kämpfen.

Aber das alles ist ja okay. Warum holt man sich Jetstream? Wegen Sam! Wir wollen mehr über Sam erfahren! Kriegen wir, was wir wollen? Nein! Die Story ist hohl, die Cutscenes sind inhaltsleere Effektgewitter und man lernt absolut rein gar nichts über Sam. Im Gegenteil: Die Schreiber haben den Charakter eher ruiniert. Nachdem er quasi das ganze Hauptquartier von World Marshal kleingeschnitten hat, wollen ihn die Oberschurken als neuen, freiwilligen Handlanger anheuern. Sam wehrt sich gegen diese Bullshit-Idee, bekommt dann aber ein paar Ohrfeigen und nimmt den Job an. Ich wünschte, ich würde was aussparen, aber das ist wirklich alles. Sam wirkte eigentlich wie jemand, der viel durchgemacht hat und ein paar schwierige Entscheidungen treffen musste. Nun scheint es so, als hätte er seine Seele für 'n Appel und 'n Ei verkauft.

Es stellt sich die Frage, ob am Jetstream-DLC überhaupt das Kernteam von Platinum Games mitgewirkt hat. Ich glaube, es ist ein Strafprojekt, zu dem Azubis genötigt wurden, wenn sie während der Arbeit zu viel gefaulenzt haben. Die Grundmechanik des Wechselns zwischen Herumhacken und Finishern ist, wie in MGR schon, vollkommen okay, auch wenn die Kamera immer noch Müll ist. Der aufgeladene Schwertangriff von Sam bringt ein paar nette Abwechslungen ins Spiel, und es gibt ein paar Cutscenes von fragwürdiger Daseinsberechtigung zu beglotzen, aber ansonsten hat Jetstream keine einzige neue Faser am Leib. Sämtlicher Spielspaß kommt ausschließlich von der Mechanik des Hauptspiels, wodurch das Add-On in seiner Funktion als solches einen totalen Reinfall darstellt. Wer nicht gerade einen unfairen Schwierigkeitsgrad-Kick jenseits von Revengeance sucht, braucht Jetstream keine Chance zu geben. Rian

Metal Gear Rising: Revengeance: Jetstream

(Ranking)
F
RANK
F wie Fail. Kaum von Wert. Hier jagt eine Schwäche die nächste. Niemand braucht das, niemand will das. Nicht einmal geschenkt.

Kommentare

Heiler
26. Mai 2013 um 02:54 Uhr (#1)
Der DLC ist gemessen an seinem Umfang zu teuer, dass ist wohl wahr, allerdings sind einige Dinge tatsächlich nicht zufällig geschehen. Sehen wir mal den Vergleich, Raiden ist der Cyborg Ninja der dritten Generation. (nach Frank Jaeger und Olga) Ein Ninja, ein Kämpfer der aus dem Hinterhalt operiert, von oben auf einen Feind herabstürzt oder ihn von hinter ersticht. Samuel hingegen ist ganz eindeutig kein Ninja, er ist als Samurai konzipiert, seine ganze Ausstrahlung schreit das geradezu heraus. Blade Wolf nennt ihn sogar Samurai. Das ist z.B. der Grund weshalb er keinen stillen Kill macht. Das wiederspricht seinem Kodex als "ehrbarer" Krieger.
Sein Doppelsprung und der Dash sind eine extreme Aufwertung seines Arsenals, man kann auf diese Weise z.B. Metal Gear Ray in knapp 30 Sekunden besiegen, in dem man einfach zu dessen Kopf hochspringt, Dinge zu denen Raiden nicht fähig ist.
Heiler
26. Mai 2013 um 03:05 Uhr (#2)
Die Möglichkeit mit Samuel Gegner zu verspotten, wodurch diese in eine Art Raserei verfallen und wie wild auf einen eindreschen ist ebenfalls eine schöne Eigenheit an Sam, denn das Verhöhnen sorgt weiterhin dafür, dass die Panzerung der Gegner drastisch gesenkt wird. Er geht also das Risiko ein alle Gegner massiv auf sich zu ziehen, um selbst mit der Kraft der Verzweiflung um sein Leben zu kämpfen, etwas das tief im Bushido, dem Weg des Schwertes verwurzelt ist. Es wurden auch andere Kleinigkeiten eingefügt, die viele vermutlich gar nicht bemerkt haben, so ist es im DLC z.B. möglich, sein Muramasa durch den Druck auf den L3 Knopf manuel in die Scheide zu stecken oder das Schwert auf diese Art zu ziehen. Das verleiht dem DLC ebenfalls wieder mehr Identität, so wie die unterschiedlichen Formen und Bewegungen die Samuel nach seinen Schwertbewegungen einnimmt, so sieht man auch hier, wie wichtig die Form für einen Samurai ist. Jede Bewegung hat seinen Zweck und gerade diese Hingabe seiner Animation, die im Grunde nicht relevant war, ihm allerdings mehr und mehr Seele einhaucht, finde ich persönlich viel wichtiger, als wenn man einfach ein paar Zusatzgegner reingedrückt hätte, wie das z.B. bei Vergils Niedergang passierte.
Heiler
26. Mai 2013 um 03:17 Uhr (#3)
Ich für meinen Teil hab den Kauf nicht bereut, ich hab allein in den Jetstream Sam DLC gut 9 Stunden reingebuttert, seien es nun verschiedene SKGs, Zeug sammeln, VR-Missionen abschließen, Speedruns oder das Durchspielen ohne menschliche Verluste, sprich den Soldaten nur die Beine abzutrennen und dann wegzugehen, um ohne Kills abzuschließen. Sein roher, gradliniger Stil unterscheidet sich massiv von Raidens rumgehüpfe und gedrehe und allein Armstrong auf sehr schwer mit Sam den Arsch aufzureißen, hat mir schon ein mehr als euphorisches: "Du Blödes Schwein! JAAAAAA!!!" entlockt, als ich den ohne Schaden zu erleiden in den Abspann prügelte. Ich hab schon ne Menge scheiße für 10€ in meinem Leben gekauft, aber dieser DLC hat zumindest mir ne ganz phantastische Erfahrung eingebracht. Es ist ganz, wie es in Japan schon seit Jahrhunderten bekannt ist, selbst in den kleinsten Dingen kann man Perfektion finden, selbst in einem Reiskorn kann ein Gott leben.

~ Heiler ~
Rian
29. Mai 2013 um 17:43 Uhr (#4)
Ich respektiere deine Affinität zu diesem DLC. Für mich war die Samurai-Chose für die Erweiterung jedoch zu aufgesetzt und selbst die meditative Einverleibung des Bushido seitens der Entwickler sorgte nicht dafür, dass ich Sams Hintergrundgeschichte mehr abgewinnen konnte. Wie Samurai-ig ist es eigentlich, seine Ideale zu verraten? Naja, egal, was rede ich, du hast den Artikel bestimmt mehr als einmal gewälzt, ich muss mich nicht weiter erklären! Dass ich das Taunting nicht erwähnt habe, tut mir leid, aber nachdem ich aus Versehen den Blade Wolf rasig gemacht habe und mir mein Hintern eisgekühlt serviert wurde, war mir die Lust auf das Feature vergangen.
Heiler
29. Mai 2013 um 21:29 Uhr (#5)
Ich kann auch deine Meinung zum DLC durchaus nachvollziehen, keine Frage. In den meisten Fällen schätze ich deine Meinung durchaus sehr, siehe Nier und andere "ungeliebte" Sorgentitel, aber in diesem Fall brechen sich unsere Vorlieben vielleicht ein Wenig, aber dass muss ja nichts schlimmes sein. ^^

Ich möchte aber noch ein Bisschen auf auf Samuels Ideale eingehen. Um hier nicht alzu sehr zu spoilern, du sprichst sicherlich das Ende an und weshalb er sich Desperado anschließt, obwohl es ihm ja eigentlich widerstrebt.
Holen wir mal ein wenig aus, Sam ist ein in Brasilien geboren Halbjapaner, sein Vater ist wie einige Japaner seinerzeit augewandert um die Kampfkunst zu lehren, ein spezieller Stil Namens Satsujin-ken.
Nachdem sein Vater von einem Schüler ermordet worden war, der Beziehungen zu einem der lokalen Drogenkartelle pflegte, verschwand Sam plötzlich und tauchte einige Zeit später wieder in Brasilien auf um den Mörder seines Vaters und die meisten Mitglieder seines Kartels mit seinem Schwert Muramasa abzuschlachten.
Er verließ Brasilien und kehrte auch nie wieder zurück, nach seiner Tat, (mehrfacher Mord) versuchte er sein Handeln als Akt der Gerechtigkeit zu rechtfertigen, sowie es auch Raiden zu Beginn des Spiels tut. "My sword is a tool of justice!"
...
Heiler
29. Mai 2013 um 21:52 Uhr (#6)
So suchte er letztlich auch World Marshal auf, um die Organisation, welche seiner Ansicht nach, geradezu die Söldner verheizt, zu zerschlagen.
Im Laufe des DLCs, schlachtet er sich das Gebäude empor und wird von Monsoon und dem Endboss mit Fragen konfrontiert, in wie weit sich sein Tun denn von ihrem unterscheidet?
Als der Endboss ihn letztlich...nun du weißt schon ^^
Samuel beginnt einzusehen, dass seine Ideale, der Welt, den Schwachen Gerechtigkeit zu bringen, gar nicht seine wahren Ideale waren, er versuchte sich nur selbst zu belügen, da er es bis zum Aufeinandertreffen mit dem Endboss nicht verantworten konnte, weshalb er wirklich kämpft.
Der Stil den er benutz, der Satsujin-ken Stil, bedeutet zu deutsch: "mörderisches Schwert".
Die Klinge die er schwingt, wurde von einem der zehn besten Schmiede aller Zeiten gefertigt, von Muramasa. Muramasa gilt in Japan, wie Masamune als Legende. Ein altes Sprichwort besagt:
"Die Schwerter Masamunes galten als menschlich, die Muramasas als schrecklich. Man sagt, dass Muramasas Schwerter Blätter durchschnitten, die auf dem Wasser schwammen, Masamunes Klingen wichen die Blätter aus."
Sam wurde sich am Ende des DLCs im Grunde nur über seine wirklichen Ideale gewahr, er kämpft nur für sich und nur des Kampfes willen und als Mitglied von Desperado wird er seiner Leidenschaft besser nachkommen können, als wenn er sich hätte von...... umbringen lassen.
So einfach tickt Sam und diesem Ideal, blieb er bis zum Ende treu, im Hauptspiel gibt er es letztlich auf Raiden zu belehren und ihn zu überzeugen, Raiden kämpfte aus Rache und falscher Gerechtigkeit, Sam kämpfte aus ehrlicher Leidenschaft und so ist auch sein Lächeln bei seinem Ende zu verstehen.
Ich mag vielleicht bisschen antiquiert sein, aber einer so charmanten, wenn auch einfachen Geschichte, konnte ich mich nicht erwehren und vielleicht ist gerade das der Grund, weshalb ich den DLC so mag. ^^
Rian
30. Mai 2013 um 14:39 Uhr (#7)
Ein schöner Interpretationsansatz, den ich vielleicht auch geglaubt hätte, wenn er sich nicht wirklich bis zum letzten Beatdown dagegen gewehrt hätte. Ich mag an und für sich auch einfache Geschichten, aber Kojima-Geschichten sind nun wirklich kein Ort, um nach ihnen zu suchen. xD

Wenn Sam einsieht, dass er in Wirklichkeit eine Maschine der Kampfeslust ist, hat er auch immer noch keinen Grund, sich ausgerechnet World Marshal anzuschließen. Man kann argumentieren, dass es egal wäre, welcher Söldnerorganisation er sich vermacht, aber ich denke nicht, dass er von Grundauf ein Scheißegal-Charakter ist und von allen PMCs gibt es bestimmt auch welche, die nicht so menschenverachtend sind wie Desperado und World Marshal. Auf mich wirkt das wie ein einziger Schuhlöffel, um Sam irgendwie in den Rahmen reinzuzwängen. Wäre der Schuhlöffel ein anderer, wäre das auch okay gewesen, aber im Nachhinein sind mir die beiden PMCs einfach zu radikal unethisch, als dass ich mich wunder muss, was Sam da überhaupt zu suchen hat. xD
Heiler
30. Mai 2013 um 14:57 Uhr (#8)
Der Endboss ist einfach so immens überzogen, dass man seine Motive, die bis zu einem gewissen Grad sogar nachvollziehbar sind, einfach schwer ernst nehmen kann, ich denke wäre der Endboss jemand vom Schlage eines Big Boss oder Ocelot gewesen, viele es einem leichter zu begreifen weshalb Mistral, Monsoon und co, sich ihm überhaupt anschlossen. Zu Sam, es ist schon schwierig zu sagen was in einem vorgeht, wenn man sich im Prinzip aussuchen kann, ob man umgebracht wird oder weiterleben kann, die Entscheidung hatte Sam am Ende des DLC im Grunde ja zu treffen, man sah auch das ihm diverse Dinge während des Hauptspiels widerstrebten, wie z.B. die Handlungsweise von Sundowner, ob er wirklich nur weitermachte um seiner Leidenschaft zu fröhnen, ist nicht gänzlich geklärt. Ich muss aber auch gestehen, dass es mir nicht missfällt, über die Motive eines Charakters zu spekulieren, gehört doch zu den größten Freuden eines Zockers. ^^
Rian
31. Mai 2013 um 02:17 Uhr (#9)
Der Senator hat für mich schon im Hauptspiel alles ruiniert. So eine Knalltüte. Ihn in das Zentrum von Sams Selbstfindung zu stellen war ja wohl die Krone. xD
Heiler
31. Mai 2013 um 11:41 Uhr (#10)
Ich frage mich wie sehr der Senator im Spiel, von Kojimas Vision von ihm abweicht. Die Metal Gear Akteure waren zwar schon immer überzogen, aber der Senator steht in ner ganz anderen Liga. Der Liga der außergewöhnlichen Vollidioten.
Rian
31. Mai 2013 um 17:07 Uhr (#11)
Generell fand ich die Story von MGR eigentlich ziemlich okay, wenn auch zu schnell geschossen. Das geht natürlich auch mit dem Genre einher, aber ich hatte das Gefühl, ich würde die Charaktere gar nicht so richtig kennenlernen, bevor ich sie schon wieder wegschnetzele. Raidens Kreuzzug wirkt zwar spektakulär, hat bis zur Präsidenten-Rett-Geschichte aber eine sehr persönliche, fast schon realistische Note - es geht ja eigentlich nur um Ressourcen und Geld. In dieser relativ simplen Von-Punkt-zu-Punkt-Spurenverfolgung stellen sich dann Leute wie Mistral und Monsoon in den Weg, die zwar ihre mystischen Charakterzüge haben (sicherlich hat dich da auch der Entdeckersinn weiter getrieben als mich!), aber dann doch nach dem Aufsagen ihrer Sprüche wie Bauern schnell dahingemetzelt werden. Wenn ich da an MGS, MGS2 oder MGS3 denke, ist der Build-Up zu den Bosskämpfen einfach dichter.

Und dann kommt Senator-Sumo-San.
Heiler
31. Mai 2013 um 21:29 Uhr (#12)
Ich fand schon in MGS3 wurden Cobras wie The Pain, The Fury und The Fear zu früh verheizt, dass sag in MGS1 alles noch ein bisschen besser aus. Hehehe...eigentlich amüsant, Kojima vorzuwerfen, dass es sich nicht genug Zeit für seine Charaktere nimmt, aber ganz subjektiv betrachtet, empfinde ich das gerade bei den "Bösewichten" oft so.
Rian
02. Juni 2013 um 02:07 Uhr (#13)
Ja, ich wollte bei MGS3 nicht so ins Detail gehen, aber die drei hatten wirklich nicht viel in sich. Dafür aber natürlich moar The Boss, The End und The Sorrow. In MGS1 hatte jeder von Foxhound, wenn man mal von dem armen Decoy Octopus absieht, jeder mehr als genug Hintergrund spendiert bekommen. Und wer damals gegen Psycho Mantis auf der original PSX gespielt hat, redet da noch heute drüber!
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