Dragon Commander

(Artikel)
Joshua Peters, 21. August 2011

Dragon Commander

Drachen mit Jetpacks

Während der GamesCom war ich bei Larian, den Leuten, die für Divinity, Divinity 2 und noch ein bisschen anderen Kram verantwortlich waren. Welches Spiel ich mir da angeguckt habe? Dragon Commander! Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung hatte, was mich dort erwarten würde, aber was ich sah, hat mich wirklich gefesselt. Dragon Commander spielt lange, lange vor den ersten Divinity-Teilen. Diese handeln ja vom letzten Dragon Knight, während dieser Teil vor den ersten Dragon Knights spielt und dem ersten Krieg mit diesen und um sie. Zur Story lässt sich bisher noch nicht viel sagen, außer dass zum Zeitpunkt des Spieles die Technologie und die Magie circa auf einem gleichen Stand sind – und nach dem Krieg halt nicht mehr, da wir aus Divinity wissen, dass sich die Welt auf einem mittelalterlichen Niveau befindet.


Zum Gameplay gibt es da schon mehr: Was ich bisher gesehen habe, war eine gelungene Mischung aus typischen RPG-Elementen, die man an einem klassischen Genrevertreter schätzt, dem Brettspiel Risiko, und einem Flugzeug-Shooter, bei dem man Kommandos an seine Verbündete geben kann. Insgesamt ziemlich awesome! Die ganze Charakterentwicklung und die Story findet hauptsächlich auf dem Mutterschiff statt. Hier führt man Gespräche, kauft Einheiten und plant die nächsten Schlachten. Dementsprechend greift man von hier aus auch auf die strategische Karte zu. Diese erinnert stark an Risiko - daher der Vergleich - und hier schiebt man seine Einheiten hin und her, lässt sie gegen andere antreten und setzt Karten ein, die einem für bestimmte Schlachten besondere Boni geben. In einem dieser Kämpfe kämpft man in der Drachenform selbst mit, während die anderen vom Computer berechnet werden. Die Kämpfe, in denen man mitmischt, spielen sich in etwa wie ein Flugzeugspiel, bei dem man halt rumfliegt und Gegner abschießt. Alle anderen Kämpfe, die parallel dazu ablaufen, werden vom Computer berechnet.

Vom Rollenspielanteil habe ich in der Präsentation nur wenig sehen können. Allerdings wird man viele Entscheidungen treffen können, die sich nachhaltig auf die Story auswirken, aber auch auf die Schlachten. Zum Beispiel kann man eine von mehreren Prinzessinnen heiraten und dieser kann man Wünsche erfüllen - oder aber auch nicht. In der Demo hat er die Prizessin der Untoten geheiratet; keine Schönheit, aber sicherlich praktisch. Diese hätte gerne ein eigenes Königreich an einem bestimmten Ort im Untergrund. Das Problem dabei ist, dass die Zwerge schon dort wohnen. Die kann man nun entweder umsiedeln und die Untoten unter einem vereinen oder man lässt es halt. Wenn man der Prinzessin ihren Wunsch erfüllt, hat man die Unterstützung einer untoten Armee, die einem in den Schlachten unter die Arme greifen kann. Dann wären die Zwerge aber nicht mehr so wirklich motiviert, sich Mühe bei der Waffenproduktion zu geben. Wenn man der untoten Dame also ihren Wunsch nicht erfüllt, freuen sich die Zwerge und die Waffenproduktion/-forschung verbessert sich. Verbessern lassen sich sowohl die Truppen als auch die eigenen Fähigkeiten.


Kommen wir zum Teil mit den Schlachten: Hier geht es natürlich darum den Gegner zu vernichten. Der Gegner hat eine Basis, die zerstört werden muss, und die eigene sollte man besser verteidigen. Da man ein Drache ist, findet das Ganze in der Luft statt, und in diesem Luftkampf dient dem Drachen zur Fortbewegung neben den Flügeln auch ein Jetpack. Ja, man spielt Drachen mit Jetpacks. Und nicht nur das, sie können sogar Laser bekommen. Most Awesome Game Ever!
"Wofür zu Hölle braucht ein Drache ein Jetpack?", werdet ihr jetzt fragen. Wenn er dieses einsetzt, wird er so schnell, dass in-game die Zeit langsamer verläuft und man gezielt Geschossen ausweichen kann oder blitzschnell von einem Rand der Map zur anderen kommt. Da man trotz Jetpack und Lasern aber nicht allein gegen riesige Gegnerhorden ankommt, bringt man seine eigene Armee auch noch mit. Diese ist zwei Generälen unterstellt, die einem selbst als Lakaien dienen. Diesen Generälen kann man Kommandos geben, wie sie sich jetzt mit ihrem Teil der Armee zu verhalten haben. Prinzipiell könnte man den ganzen Luftkampf auch komplett ohne Eingreifen spielen, wenn man sich beim Kommandieren der Generäle geschickt anstellt. Einen Multiplayermodus wird es auch geben, aber leider waren die Angaben dazu etwas schwammig, weshalb ich mich jetzt erst mal nicht weiter dazu äußere.


Mir gefällt diese Mischung aus Genres sehr. Klingen mag das vielleicht etwas befremdlich, aber wenn man es sieht, wirkt es irgendwie richtig. Meiner Meinung nach hat das Spiel viel Potenzial und ist auch einer meiner Favoriten der diesjährigen Gamescom. Bis das Spiel rauskommt, dauert es leider noch eine ganze Weile (mit Glück nächstes Jahr), aber das heißt auch, dass sie noch viel mehr daraus machen können - besser gesagt: das, was sie jetzt schon drin haben und was echt gut klingt, zu "schleifen". Rauskommen wird der Titel bisher für Xbox 360 und PS3.

Auch Ihr - Jozu

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11. Dezember 2017 um 07:00 Uhr
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