Batman: Arkham City

(Artikel)
Benjamin Strobel, 03. Juni 2011

Batman: Arkham City

Ein Katz- und Fledermaus-Spiel

Dank Christopher Nolans großartiger Neuinterpretation des dunklen Ritters ist Batman wieder total im Trend. Die unheiligen Fehltritte der 90er Jahre (ja, ich sehe zu dir, Joel Schuhmacher!) sind vergeben und vergessen. Mit Batman: Arkham Asylum haben Rocksteady vor rund zwei Jahren gezeigt, was eine Superhelden-Versoftung sein kann: technisch und inhaltlich auf hohem Niveau und Träger des Titels Spiel des Jahres. Die Angst vieler Fans, dass Spieleumsetzungen dieser Art, ebenso wie Filmversoftungen, totaler Crap und zum Scheitern verurteilt sind, war mit einem Mal weggewischt. Das Beste: diesen Oktober geht es mit Batman: Arkham City in die zweite Runde!

Der Fledermausmann verteilt fiese Schellen!

"We didn't want to do an Arkham Asylum 1.5. We want to make the same jump we made from nothing to Arkham, We want to make that same jump again for Arkham City – the same level of ambition." - Selfton Hill, Director
Arkham Asylum war so gut, dass ich mich seitdem schon auf eine Fortsetzung freue. Ich will dieses Spiel. Hart. Und alles deutet darauf hin, dass meine Euphorie völlig berechtigt ist. Wir sprechen hier nicht von einer Forsetzung zur reinen Geldmacherei - ein zweiter Teil mit neuen Bösewichten und recycleten Animationen hätte es schon letztes Jahr geben können. Hier aber wird seit zwei Jahren an einem ehrenwerten Nachfolger gearbeitet. Etwa ein Jahr nach den Ereignissen von Arkham Asylum hat sich einiges verändert: Ein ganzer Stadtteil ist nach der Zerstörung von Arkham zur Heimat zahlreicher Psychopathen geworden. Darunter auch Two Face und ein sichtlich angeschlagener Joker (dass er noch lebt, ist eigentlich ein Wunder). Unter anderem soll aber auch der Pinguin auftauchen. Dem wird Batman wohl in seinen fischigen Po treten! Zu allem Überfluss hat ein gewisser Hugo Strange die wahre Identität von Batman in Erfahrung gebracht. Eine harte Nuss für die Fledermaus.

Da sitzt er, der Schalk!

Der Start ins zweite Kapitel ist sehr erfreulich: Batman startet mit all seinen Extras aus dem Vorgänger. Nicht jedoch, um sie wieder zu verlieren! Es gibt keine abgefahrene Noterklärung dafür, dass er auf einmal sein Equipment wieder los wird. Stattdessen wird es weiter geupgradet und um neue Spielzeuge erweitert. So macht es auch Sinn!

Aber selbst dabei bleibt es nicht. Rund zehn Prozent des Spiels wird man nicht als Fledermaus verbringen, sondern Catwoman spielen! Zu Anfang hat mir der Gedanken gar nicht gefallen, da Catwoman (genauso wie Robin) für mich zu den ungewollten Kindern des Batman-Universums gehört. Ich mag sie einfach nicht. Als ich jedoch Catwoman im Spiel gesehen habe, war ich überrascht: das sieht ja richtig gut aus! Und sie ist nicht nur ein einfacher Skin für Batman, sondern hat ein komplett eigenes Gameplay: sie besitzt nur wenige Waffen, darunter ihre Peitsche. Während Batman sich problemlos durch Gegnerhorden prügelt, wird sie da eher Schwierigkeiten haben und sollte die Feinde vorsichtig mit der Peitsche wegpflücken. Vermutlich wird man mit ihr auch eher Schleichpassagen spielen. Interessant ist aber, dass sie wirklich ihre eigene Geschichte hat und die ganz eigenen Ziele verfolgt: Während das Chaos regiert, kann man die Stadt ja mal richtig schön looten. Daher hat sie auch nicht wie Batman eine Detective-Vision, die zahleiche Infos bietet, sondern eine etwas einfachere Loot-Vision: sie sieht, wo es was zu holen gibt.

Auch wenn sie nur einen kleinen Teil des Gameplays ausmacht, wirkt dieser nicht einfach nur hingerotzt. Rocksteady haben Catwoman mit der gleichen Sorgfalt behandelt wie Batman. Und ganz unter uns: ich bin ja mal gespannt, ob zwischen den beiden was läuft.

Die Katzenfrau beult sich mit dem Zweigesicht!

Die Kampagne soll insgesamt 25 Sunden Spielzeit umfassen, was für einen solchen Actiontitel wirklich viel ist. 15 Stunden werden außerdem für Side-Quests veranschlagt. Es ist allerdings etwas unklar, ob die noch auf die 25 obendrauf kommen oder bereits enthalten sind. So oder so bleibt der Umfang beachtlich - schließlich kann man eine ganze Stadt erkunden! Diesmal hat der Riddler sogar 400 Trophäen im Spiel versteckt. Wer die alle sammeln möchte, hat ordentlich zu tun! Zudem wird der Riddler diesmal deutlich fieser daherkommen als noch in Arkham Asylum. Während er damals nur seine Fragezeichen auf alle Wände sprayte und ein paar Rätsel für Batman hinterließ, geht er dieses Mal hart ran: der Riddler hat Unschuldige gefangen genommen und sie in Todesfallen gesteckt (Saw lässt grüßen). Batman muss hierbei deutlich schwerere Rätsel knacken, um die Menschen zu retten.

Erschwerend kommt noch obendrauf, dass Rätsel nicht mehr einfach auf der Karte verzeichnet werden. Will man wissen, wie man zum Riddler kommt, muss man auf der Strasse die Schläger befragen. Und mit fragen meine ich punchen. Mit Detective-Vision kann man sehen, welche der Schläger Informationen bereithalten könnten, was das Ganze natürlich erleichtert. Alledings muss man dann erst mal die anderen verprügeln und aufpassen, dass der entsprechende jenige welche zum Schluss noch steht. Gar nicht so leicht. Aber was tut man nicht alles, um sich anschließend vom Riddler verarschen zu lassen?

Rätselknacker, der Fiesemöp! Schaut Hartz IV-TV und lacht sich ins Fäustchen!

Arkham City, du kannst kommen! Ich erwarte dich mit Sehnsucht! Alles scheint noch besser und größer und umfangreicher. Und ich glaube an Rocksteady, dass sie es hinbekommen, die Qualität des ersten Teils zu halten und vielleicht sogar zu übertreffen. Es würde mich nicht wundern, wenn Batman es erneut zum Spiel des Jahres schafft! Erscheinen soll Arkham City am 18. Oktober 2011 für Xbox 360, PlayStation 3 und PC. Vorbestellen ist hier Pflicht! Nex

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23. September 2017 um 07:39 Uhr
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