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Und noch einmal 300 Stunden
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Zenon ist der ultimative Overlord, der Typ, der tausend andere Overlords gekillt hat um sich den Titel Gott aller Overlords zu verdienen. Und er hat sich ausgerechnet Adells Welt ausgesucht, um die gesamte menschliche Bevölkerung zu verfluchen, so dass sie zu Dämonen werden. Während sich seine Eltern und die Bewohner damit abgefunden haben - als Dämon hat man ja sowieso kein Gewissen mehr - will Adell in Disgaea 2: Days of Darkness für PSP den Fluch unbedingt umkehren und lässt seine Mutter ein Beschwörungsritual durchführen. Doch anstelle, dass Zenon höchstpersönlich auf'm Dorfplatz auftaucht, wird seine nutzlose Tochter Rozalin herbeigerufen, die Adell nun zu Zenon führen soll.
Doch der Pfad zum Obermotz ist natürlich gespickt mit unzähligen Schlachtfeldern in denen ihr rundenweise mit euren Charakteren Gegner plattmachen sollt. Dabei werden sich Fans des Vorgängers heimisch fühlen, da das Spielgeschehen im Grunde erhalten geblieben ist. So könnt ihr noch immer eure eigenen Leute werfen, um Distanzen und Lücken auf der Karte problemlos zu überbrücken, genauso wie ihr immer auf den Boden achten solltet, da farbige Felder gerne mal dank der Geo Cubes positive aber auch negative Auswirkungen auf dort befindliche Charaktere haben können. Ihr könnt aber auch die Geo Cubes zerstören, um dann allen Figuren, die auf einem farblich passenden Feld stehen, gleichzeitig zu treffen und wenn dann noch ein weiterer Cube auf derselben Farbe liegt, dies verketten um eine richtige Zerstörungsorgie zu veranstalten, was nicht nur mit viel Aua für die Feinde sondern auch mit vielen Bonusitems belohnt wird. So hat Disgaea auch durchaus was von einem Puzzle-Spiel, wenn man mehrere Minuten über einer Karte auf der Suche nach dem optimalsten Weg, die Geo Cubes zu zerstören, grübelt.
Zusätzliche Tiefe bietet das Spiel dadurch, dass Charaktere, die nebeneinander stehen, auch eine Chance haben zusammen anzugreifen, was, in Kombination damit, dass ohne ausgeführte Aktion der Zug eines Charakters nicht vorbei ist, einige schöne Möglichkeiten bietet. So könnt ihr zum Beispiel einen Charakter neben einen angreifenden Charakter bewegen, damit die beiden im Tandem aufeinander kloppen und danach den Charakter wieder zurückziehen, nur um ihn woanders hinzubewegen, wo er dann selber noch immer angreifen kann. Neu hinzugekommen sind da eher nur Kleinigkeiten wie Kisten, die ihr zerstören könnt, um Gegenstände zu sammeln oder neue Effekte für die Geo Cubes.
Wem die Komplexität des Gameplays nicht ausreicht, der kann sich gerne in die Item World wagen, denn jeder Gegenstand beherbergt eine eigene, zufallsgenerierte Welt, die ihr durchstöbern könnt. Das dient dabei nicht nur dem Leveln eurer Charaktere, sondern auch vor allem dem Leveln der Gegenstände, die auch stärker werden können, und so ihre Stats verbessern. Und wem das nicht ausreicht, der kann sich die Bewohner der Gegenstände schnappen, die Items noch die ein oder andere Extrafähigkeit verleihen, und diese dann beliebig zu anderen Gegenständen transferieren. Da kann dann selbst das schwächste Heilitem ein lohnendes Ziel für eine Item-World-Erkundungstour sein, wenn darin ein Bewohner lebt der einen kräftigen Angriffsbonus bietet.
Grafisch ist Disgaea grundsolide. Wirkt die Grafik auf PS2, oder im Falle Disgaea 3 sogar auf PS3, altbacken, schafft es die Iso-Ansicht mit ihren Sprites auf der PSP weniger rückständig zu wirken. Das Spiel passt einfach gut auf eine mobile Plattform. Der Soundtrack ist hingegen wie schon beim Vorgänger großartig, genauso wie die Synchronisierung. Besonderes Lob verdient das Spiel dafür, dass man jederzeit die Wahl hat zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe hat. Vorbildlich.
Dass sich im Vergleich zum Vorgänger nicht so viel verändert hat, kann man locker verzeihen, denn das Gameplay ist an sich schon nahe der Perfektion und es ist schwer vorstellbar, wie man etwas am Grundgerüst ändern könnte, um das Spiel wirklich zu verbessern und es nicht nur mit ein bisschen Extraspeck zu garnieren. Schade ist jedoch, dass, auch wenn die Dialoge noch immer sehr lustig sind, das Spiel etwas darunter leidet, dass die Hauptcharaktere sehr schwach im Vergleich zu Etna oder Laharl aus dem ersten Disgaea sind. Laharl ist endcool, der Sohn eines Overlords, ein richtiger Anti-Held und dieses Fundament bietet sehr viel Potential sowohl im humoristischen Bereich als auch wenn es um Drama und die Story geht. Im Gegensatz dazu steht Adell, der einfach der total klischeehafte Standard-JRPG-Held ist, wenn auch etwas überspitzt dargestellt. Und auch wenn Adells übertriebene Naivität und Pflichtbewusstsein und wie dies von Rozalin ausgenutzt wird für einige Lacher gut sind, kommen die Interaktionen zwischen den beiden einfach nicht an das Dreieck zwischen Flonne, Etna und Laharl aus dem Vorgänger ran, da die Chemie nicht hundertprozentig stimmt.
Zusammen mit Persona 3 Portable und Disgaea 1 ist Disgaea 2 das wohl beste RPG für mobile Plattformen. Nicht nur wegen den sympatischen Charakteren und dem tollen Humor, sondern alleine schon, weil kaum ein Spiel so gut den Spagat zwischen kurzweiligem Zeitvertreib und 10-Stunden-Sucht-Session schafft. Man kann jederzeit Disgaea 2 anschmeißen, das geliebte Schwert um ein paar Stufen in der Item World aufbauen oder in der Dark Assembly ein paar Gesetze für stärkere Gegner oder besseres Equipment durchboxen und dann wieder ausmachen. Oder man lässt sich voll darauf ein und wird in den Strudel gesogen, der einen nach unzähligen Stunden verwirrt und mit zerzausten Haaren ausspuckt so dass man sich nur noch kopfkratzend wundern kann, wo man denn war und wieso es jetzt so viel später ist. Doch egal, wie man Disgaea 2 spielt, Spielspaß auf Mount Everest-Höhe ist dabei immer garantiert. Evil
Doch der Pfad zum Obermotz ist natürlich gespickt mit unzähligen Schlachtfeldern in denen ihr rundenweise mit euren Charakteren Gegner plattmachen sollt. Dabei werden sich Fans des Vorgängers heimisch fühlen, da das Spielgeschehen im Grunde erhalten geblieben ist. So könnt ihr noch immer eure eigenen Leute werfen, um Distanzen und Lücken auf der Karte problemlos zu überbrücken, genauso wie ihr immer auf den Boden achten solltet, da farbige Felder gerne mal dank der Geo Cubes positive aber auch negative Auswirkungen auf dort befindliche Charaktere haben können. Ihr könnt aber auch die Geo Cubes zerstören, um dann allen Figuren, die auf einem farblich passenden Feld stehen, gleichzeitig zu treffen und wenn dann noch ein weiterer Cube auf derselben Farbe liegt, dies verketten um eine richtige Zerstörungsorgie zu veranstalten, was nicht nur mit viel Aua für die Feinde sondern auch mit vielen Bonusitems belohnt wird. So hat Disgaea auch durchaus was von einem Puzzle-Spiel, wenn man mehrere Minuten über einer Karte auf der Suche nach dem optimalsten Weg, die Geo Cubes zu zerstören, grübelt.

Zusätzliche Tiefe bietet das Spiel dadurch, dass Charaktere, die nebeneinander stehen, auch eine Chance haben zusammen anzugreifen, was, in Kombination damit, dass ohne ausgeführte Aktion der Zug eines Charakters nicht vorbei ist, einige schöne Möglichkeiten bietet. So könnt ihr zum Beispiel einen Charakter neben einen angreifenden Charakter bewegen, damit die beiden im Tandem aufeinander kloppen und danach den Charakter wieder zurückziehen, nur um ihn woanders hinzubewegen, wo er dann selber noch immer angreifen kann. Neu hinzugekommen sind da eher nur Kleinigkeiten wie Kisten, die ihr zerstören könnt, um Gegenstände zu sammeln oder neue Effekte für die Geo Cubes.
Wem die Komplexität des Gameplays nicht ausreicht, der kann sich gerne in die Item World wagen, denn jeder Gegenstand beherbergt eine eigene, zufallsgenerierte Welt, die ihr durchstöbern könnt. Das dient dabei nicht nur dem Leveln eurer Charaktere, sondern auch vor allem dem Leveln der Gegenstände, die auch stärker werden können, und so ihre Stats verbessern. Und wem das nicht ausreicht, der kann sich die Bewohner der Gegenstände schnappen, die Items noch die ein oder andere Extrafähigkeit verleihen, und diese dann beliebig zu anderen Gegenständen transferieren. Da kann dann selbst das schwächste Heilitem ein lohnendes Ziel für eine Item-World-Erkundungstour sein, wenn darin ein Bewohner lebt der einen kräftigen Angriffsbonus bietet.

Grafisch ist Disgaea grundsolide. Wirkt die Grafik auf PS2, oder im Falle Disgaea 3 sogar auf PS3, altbacken, schafft es die Iso-Ansicht mit ihren Sprites auf der PSP weniger rückständig zu wirken. Das Spiel passt einfach gut auf eine mobile Plattform. Der Soundtrack ist hingegen wie schon beim Vorgänger großartig, genauso wie die Synchronisierung. Besonderes Lob verdient das Spiel dafür, dass man jederzeit die Wahl hat zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe hat. Vorbildlich.
Dass sich im Vergleich zum Vorgänger nicht so viel verändert hat, kann man locker verzeihen, denn das Gameplay ist an sich schon nahe der Perfektion und es ist schwer vorstellbar, wie man etwas am Grundgerüst ändern könnte, um das Spiel wirklich zu verbessern und es nicht nur mit ein bisschen Extraspeck zu garnieren. Schade ist jedoch, dass, auch wenn die Dialoge noch immer sehr lustig sind, das Spiel etwas darunter leidet, dass die Hauptcharaktere sehr schwach im Vergleich zu Etna oder Laharl aus dem ersten Disgaea sind. Laharl ist endcool, der Sohn eines Overlords, ein richtiger Anti-Held und dieses Fundament bietet sehr viel Potential sowohl im humoristischen Bereich als auch wenn es um Drama und die Story geht. Im Gegensatz dazu steht Adell, der einfach der total klischeehafte Standard-JRPG-Held ist, wenn auch etwas überspitzt dargestellt. Und auch wenn Adells übertriebene Naivität und Pflichtbewusstsein und wie dies von Rozalin ausgenutzt wird für einige Lacher gut sind, kommen die Interaktionen zwischen den beiden einfach nicht an das Dreieck zwischen Flonne, Etna und Laharl aus dem Vorgänger ran, da die Chemie nicht hundertprozentig stimmt.
Zusammen mit Persona 3 Portable und Disgaea 1 ist Disgaea 2 das wohl beste RPG für mobile Plattformen. Nicht nur wegen den sympatischen Charakteren und dem tollen Humor, sondern alleine schon, weil kaum ein Spiel so gut den Spagat zwischen kurzweiligem Zeitvertreib und 10-Stunden-Sucht-Session schafft. Man kann jederzeit Disgaea 2 anschmeißen, das geliebte Schwert um ein paar Stufen in der Item World aufbauen oder in der Dark Assembly ein paar Gesetze für stärkere Gegner oder besseres Equipment durchboxen und dann wieder ausmachen. Oder man lässt sich voll darauf ein und wird in den Strudel gesogen, der einen nach unzähligen Stunden verwirrt und mit zerzausten Haaren ausspuckt so dass man sich nur noch kopfkratzend wundern kann, wo man denn war und wieso es jetzt so viel später ist. Doch egal, wie man Disgaea 2 spielt, Spielspaß auf Mount Everest-Höhe ist dabei immer garantiert. Evil
Evil am 18.02.2011 um 23:20 Uhr
Ein Beweis dafür, dass das wirklich ein 0815-Japano-Hauptchara ist: das erste Mal, dass jemand Adell gesehen hat war der erste Kommentar: "Die ist hässlich, die hat ja voll viele Muckis." Was wäre das japanische Charakterdesign bloß ohne feminine männliche Charaktere?




