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Retro-Power auf der Wii
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Dreizehn Jahre nach dem Originalrelease von Goldeneye 007 auf dem N64 hat sich Activision für ein Remake auf der Wii entschieden. Seitdem hat sich jede Menge getan - sowohl im Bond-Universum als auch bei den Konsolen. Pierce Brosnan ist jetzt blond und heißt Daniel Craig, und einige Spiele zockt man nun auch durch Bewegung. Dennoch sucht Goldeneye seinen goldenen Mittelweg: Das klassische Gameplay importiert sich ein paar Mechanismen aus Call of Duty und würzt die altbekannte Story mit neuen Twists. Doch eins hat sich seit 1997 nicht geändert: Goldeneye macht Spaß!
Vorweg: Ja, man hat sich entscheiden Daniel Craig als Bond einzusetzen. Aber nein, es stört nicht. Das Voice-Acting von Craig ist absolut großartig und macht Goldeneye zu einem cinematischen Erlebnis. Auch Nostalgiker werden sich mit dieser Änderung schnell abfinden können. Nicht zuletzt gibt es auch ein paar Veränderungen in der Story, die ich euch aber nicht vorweg nehmen möchte. Nur soviel: Erinnert ihr euch an den Sprung mit dem Bungie-Seil vom Damm? Das Bungie-Seil gibt es nicht mehr. Auch wenn das Spiel ein Remake ist und sich an vielen Stellen wie das Original anfühlt, ist es dennoch ein neues Spiel und auch für alte Hasen ein neues Erlebnis.
Die Story dreht sich um eine typische Agenten-Geschichte, James Bond eben, Russen und blabla, ihr kennt ja wohl dem Film? Ich spring jetzt zum Gameplay. Der Levelaufbau ist grundlegend linear, bietet jedoch an vielen Stellen mehrere Herangehensweisen: Man kann vorsichtig schleichen und Feinde leise ausschalten, indem man sich durch Lüftungsschächte zwängt. Oder aber man macht einen auf Rambo und spuckt seinen Feinden AK47-Kugeln entgegen. Wer jedoch viel Wert auf Diskretion und Stealth legt, der braucht nicht zu verzweifeln, wenn er mal entdeckt wurde: Die NPCs werden zwar Verstärkung rufen, ist diese aber ausgeschaltet, so ist alles wieder ruhig. Hat man mal Alarm ausgelöst, wird dieser wieder aufgehoben, wenn man in den nächsten Abschnitt kommt.
Auch für die alten Freunde des Speedruns wird Goldeneye eine neue Herausforderung darstellen. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann man relativ gut durchrennen ohne zwangsweise zu sterben. Höhere Schwierigkeitsgrade erfordern es jedoch, dass auch sekundäre Missionsziele erfüllt werden. Das ist ein sehr interessanter Mechanismus, da man hierzu einige Level intensiver explorieren muss und so auch später noch Wiederspielwert hat. Und wer es wohlig schwer mag, der kann den 007 Klassik-Modus wählen und muss mit Energie + Rüstung auskommen, die sich nicht regenieren. Lediglich Rüstung lässt sich durch Aufsammeln wiederherstellen.
Neu ist gegenüber dem Original auch eine deutliche stärkere Orientierung zum ruppigen Faustkampf auf Kosten von Gimmick-Einsatz. Daniel Craig hat eben große Hände, die machen feine Technikspielzeuge nur kaputt. Lediglich ein Smartphone hat er dabei - damit lassen sich Turrets und andere Geräte hacken, um Feinde abzuschießen oder zu verwirren.
Goldeneye bietet neben dem Story-Modus auch ein umfangreiches Multiplayer-Paket. Es kehrt sogar der 4-Spieler-Modus im Splitscreen von damals zurück! Doch neues Herzstück ist natürlich der Online-Modus. Bis zu 8 Spieler können im Matchmaking aufeinander treffen. Wer zusammen mit Freunden spielen möchte, kann natürlich auch Freundescodes austauschen. Leider wird WiiSpeak nicht unterstützt, auf Voice-Chat muss man also verzichten. Gerade in den Teamspielen wird die Abstimmung dann schwierig. Aber hey, zu Zeiten von 56k-Modems haben die Leute auch Counterstrike gespielt ohne zu reden.
Ähnlich wie bei Call of Duty gibt es nun auch ein XP-System: Kills und Wins geben Punkte, Abschüsse mit bestimmten Waffen und verschiedene Kills mit Granaten oder Melee-Angriffen. Alles wird belohnt! Mit jedem Levelaufstieg geht auch eine Belohnung einher: Neue Waffen, Waffenaufsätze und Perks. Offline kann man seine Errungenschaften und eigenen Klassen allerdings nicht benutzen, sondern muss in Couch-Gefechten auf eine Reihe vorgefertigter Zusammenstellungen zurückgreifen. Dafür wird man mit einer großen Auswahl an Optionen beglückt. So kann man beispielsweise nur Kopfschüsse zulassen, das Radar deaktivieren oder winzige Spieler einstellen. Die Maps sind abwechslungsreich und bieten etwas für alle Gruppengrößen. Von dem Klassiker "Archives" gibt es sogar eine spezielle Version für zwei Spieler, die etwas verkleinert ist.
Bei der Steuerung steht die Individualisierung im Vordergrund: Es werden so ziemlich alle Möglichkeiten unterstützt, die auf der Wii möglich sind: Wiimote + Nunchuck, Wii Zapper, Gamecube-Controller, Classic Controller und der neue Classic Controller Pro, welcher sogar im Bundle mit Goldeneye zu haben ist. Für alle, die bereits Shooter auf Konsolen gespielt haben, ist der CC Pro auch stark zu empfehlen. Der alte CC bietet zwar auch alle Möglichkeiten, doch die Anordnung der Z-Buttons verkompliziert das Granatenwerfen und Schlagen. Da Punches fundamental wichtig sind (und außerdem sofort töten), sollte der Schlagbutton gut erreichbar sein. Auch mit dem GC-Controller gibt es Hindernisse: Aus Mangel an Buttons ist die Z-Taste mit einer Shift-Funktion belegt. Erneut gerät das Schlagen ins Hintertreffen und ist nur als Kombination von zwei Buttons erreichbar. Wer aber sowieso mit der Wiimote spielen möchte, braucht sich um all das nicht zu scheren. Neben verschiedenen Button-Layouts gibt es auch ausführliche Sensitivitätseinstellungen. Wer großen Wert auf optimierte Steuerung legt, ist bei Goldeneye genau richtig.
Irgendwas ist übrigens mit Goldeneye verkehrt. Als ich Medal of Honor auf der 360 online gespielt habe, wurde mir so dermaßen der Arsch aufgerissen, dass ich zwischenzeitlich schon aufhören wollte, es zu spielen. Bei Goldeneye fange ich an, platziere mich sofort auf den ersten Plätzen und dann... werde ich nur noch besser. Die Steuerung mit dem CC Pro ist so eingefleischt und intuitiv wie bei allen Konsolenshootern - ich glaube ganz einfach, dass die ganzen Wiimote-Gamer größere Zielprobleme haben als ich mit dem Controller. Andererseits ist die Wii natürlich auch voll mit Casual Gamers, die womöglich nicht das gleiche Level an Shooter-Erfahrung haben wie ich.
In jedem Fall denke ich aber, dass sich dank Goldeneye auch die Wii-Community bald mit mehr Core-Gamern füllen wird. Sowohl für Fans des Klassikers als auch für Leute, die endlich mal einen genialen Shooter auf der Wii spielen wollen ohne auf eine solide Steuerung zu verzichten, kann ich das Spiel nur empfehlen. Die Mischung aus Retro-Elementen und neuen Mechaismen ist gelungen und rundet Goldeneye sauber ab. Hier wartet der derzeit beste Wii-Shooter! Nex
Zur Einstimmung: Das grandiose Intro.
Vorweg: Ja, man hat sich entscheiden Daniel Craig als Bond einzusetzen. Aber nein, es stört nicht. Das Voice-Acting von Craig ist absolut großartig und macht Goldeneye zu einem cinematischen Erlebnis. Auch Nostalgiker werden sich mit dieser Änderung schnell abfinden können. Nicht zuletzt gibt es auch ein paar Veränderungen in der Story, die ich euch aber nicht vorweg nehmen möchte. Nur soviel: Erinnert ihr euch an den Sprung mit dem Bungie-Seil vom Damm? Das Bungie-Seil gibt es nicht mehr. Auch wenn das Spiel ein Remake ist und sich an vielen Stellen wie das Original anfühlt, ist es dennoch ein neues Spiel und auch für alte Hasen ein neues Erlebnis.

Stealthy McStealth ist auch dabei!
Die Story dreht sich um eine typische Agenten-Geschichte, James Bond eben, Russen und blabla, ihr kennt ja wohl dem Film? Ich spring jetzt zum Gameplay. Der Levelaufbau ist grundlegend linear, bietet jedoch an vielen Stellen mehrere Herangehensweisen: Man kann vorsichtig schleichen und Feinde leise ausschalten, indem man sich durch Lüftungsschächte zwängt. Oder aber man macht einen auf Rambo und spuckt seinen Feinden AK47-Kugeln entgegen. Wer jedoch viel Wert auf Diskretion und Stealth legt, der braucht nicht zu verzweifeln, wenn er mal entdeckt wurde: Die NPCs werden zwar Verstärkung rufen, ist diese aber ausgeschaltet, so ist alles wieder ruhig. Hat man mal Alarm ausgelöst, wird dieser wieder aufgehoben, wenn man in den nächsten Abschnitt kommt.
Auch für die alten Freunde des Speedruns wird Goldeneye eine neue Herausforderung darstellen. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann man relativ gut durchrennen ohne zwangsweise zu sterben. Höhere Schwierigkeitsgrade erfordern es jedoch, dass auch sekundäre Missionsziele erfüllt werden. Das ist ein sehr interessanter Mechanismus, da man hierzu einige Level intensiver explorieren muss und so auch später noch Wiederspielwert hat. Und wer es wohlig schwer mag, der kann den 007 Klassik-Modus wählen und muss mit Energie + Rüstung auskommen, die sich nicht regenieren. Lediglich Rüstung lässt sich durch Aufsammeln wiederherstellen.
Neu ist gegenüber dem Original auch eine deutliche stärkere Orientierung zum ruppigen Faustkampf auf Kosten von Gimmick-Einsatz. Daniel Craig hat eben große Hände, die machen feine Technikspielzeuge nur kaputt. Lediglich ein Smartphone hat er dabei - damit lassen sich Turrets und andere Geräte hacken, um Feinde abzuschießen oder zu verwirren.

Ein bisschen klassisches Goldeneye, ein bisschen Call of Duty... und fertig ist das Wiimake.
Goldeneye bietet neben dem Story-Modus auch ein umfangreiches Multiplayer-Paket. Es kehrt sogar der 4-Spieler-Modus im Splitscreen von damals zurück! Doch neues Herzstück ist natürlich der Online-Modus. Bis zu 8 Spieler können im Matchmaking aufeinander treffen. Wer zusammen mit Freunden spielen möchte, kann natürlich auch Freundescodes austauschen. Leider wird WiiSpeak nicht unterstützt, auf Voice-Chat muss man also verzichten. Gerade in den Teamspielen wird die Abstimmung dann schwierig. Aber hey, zu Zeiten von 56k-Modems haben die Leute auch Counterstrike gespielt ohne zu reden.
Ähnlich wie bei Call of Duty gibt es nun auch ein XP-System: Kills und Wins geben Punkte, Abschüsse mit bestimmten Waffen und verschiedene Kills mit Granaten oder Melee-Angriffen. Alles wird belohnt! Mit jedem Levelaufstieg geht auch eine Belohnung einher: Neue Waffen, Waffenaufsätze und Perks. Offline kann man seine Errungenschaften und eigenen Klassen allerdings nicht benutzen, sondern muss in Couch-Gefechten auf eine Reihe vorgefertigter Zusammenstellungen zurückgreifen. Dafür wird man mit einer großen Auswahl an Optionen beglückt. So kann man beispielsweise nur Kopfschüsse zulassen, das Radar deaktivieren oder winzige Spieler einstellen. Die Maps sind abwechslungsreich und bieten etwas für alle Gruppengrößen. Von dem Klassiker "Archives" gibt es sogar eine spezielle Version für zwei Spieler, die etwas verkleinert ist.

Die 70 Euro teure Box bringt den Classic Controller Pro gleich mit. In Gold!
Bei der Steuerung steht die Individualisierung im Vordergrund: Es werden so ziemlich alle Möglichkeiten unterstützt, die auf der Wii möglich sind: Wiimote + Nunchuck, Wii Zapper, Gamecube-Controller, Classic Controller und der neue Classic Controller Pro, welcher sogar im Bundle mit Goldeneye zu haben ist. Für alle, die bereits Shooter auf Konsolen gespielt haben, ist der CC Pro auch stark zu empfehlen. Der alte CC bietet zwar auch alle Möglichkeiten, doch die Anordnung der Z-Buttons verkompliziert das Granatenwerfen und Schlagen. Da Punches fundamental wichtig sind (und außerdem sofort töten), sollte der Schlagbutton gut erreichbar sein. Auch mit dem GC-Controller gibt es Hindernisse: Aus Mangel an Buttons ist die Z-Taste mit einer Shift-Funktion belegt. Erneut gerät das Schlagen ins Hintertreffen und ist nur als Kombination von zwei Buttons erreichbar. Wer aber sowieso mit der Wiimote spielen möchte, braucht sich um all das nicht zu scheren. Neben verschiedenen Button-Layouts gibt es auch ausführliche Sensitivitätseinstellungen. Wer großen Wert auf optimierte Steuerung legt, ist bei Goldeneye genau richtig.

Irgendwas ist übrigens mit Goldeneye verkehrt. Als ich Medal of Honor auf der 360 online gespielt habe, wurde mir so dermaßen der Arsch aufgerissen, dass ich zwischenzeitlich schon aufhören wollte, es zu spielen. Bei Goldeneye fange ich an, platziere mich sofort auf den ersten Plätzen und dann... werde ich nur noch besser. Die Steuerung mit dem CC Pro ist so eingefleischt und intuitiv wie bei allen Konsolenshootern - ich glaube ganz einfach, dass die ganzen Wiimote-Gamer größere Zielprobleme haben als ich mit dem Controller. Andererseits ist die Wii natürlich auch voll mit Casual Gamers, die womöglich nicht das gleiche Level an Shooter-Erfahrung haben wie ich.
In jedem Fall denke ich aber, dass sich dank Goldeneye auch die Wii-Community bald mit mehr Core-Gamern füllen wird. Sowohl für Fans des Klassikers als auch für Leute, die endlich mal einen genialen Shooter auf der Wii spielen wollen ohne auf eine solide Steuerung zu verzichten, kann ich das Spiel nur empfehlen. Die Mischung aus Retro-Elementen und neuen Mechaismen ist gelungen und rundet Goldeneye sauber ab. Hier wartet der derzeit beste Wii-Shooter! Nex
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