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BRUTAMUTAFATALITY
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Manchmal braucht man Testosteron. Manchmal braucht man Blut, Muskeln und wildes Geschrei. Manchmal braucht man ein Messer, mit dem man seine Feinde bis zur Unkenntlichkeit entstellt, um dann nur noch weiter auf sie einzumetzeln. Manchmal braucht man so viele Feinde, dass selbst unendlich Munition gerade noch so eben reicht. Manchmal braucht man Spiele wie Shank.
In diesem herunterladbaren Titel geht es um einen Mann, nennen wir ihn Shank, der seine Liebste durch die Hand seines ehemaligen Bosses und Vaterfigur Cesar verloren hat. Ganz im Stile von Kill Bill wurde der Hispanier von einem Killerkommando zusammengedroschen und verblutend zurückgelassen - Shank hat diese Brutalität jedoch überstanden und nun gibt es nur noch eins: Rache. Und die wird nicht kalt serviert, sondern aus nächster Nähe und so schmerzhaft, so boshaft und voller Zorn wie nur irgendwie möglich. Erster Anhaltspunkt: einer der Killer, der mexikanische Wrestler bekannt unter dem Namen The Butcher.
Um Shank nun ans Ziel seiner Vergeltung zu führen, bedient man sich im klassichen Von-links-nach-rechts-Gang der Tasten des Controllers, die auf irgendeine Weise immer Schmerzen beim Gegner zufügen, sei es durch Shanks ikonisches Messer, seiner schweren Waffe (angefangen bei einer Kettensäge) oder einer Schusswaffe - die letzten beiden Items können beliebig im Kampf und sogar in der Kombo, wenn man mit dem Daumen denn agil genug ist, gewechselt werden. Sind die Feinde zu dick gibt es auch noch Granaten.
Haben wir erst mal die Feinde auf dem Bildschirm, sind der Kreativität des Schlachtens kaum Grenzen gesetzt: Die Kombos gehen hoch und runter, in die Luft, durch Feinde durch und im beliebigen Abwechseln der drei Hauptwaffen. Man kann große wie kleine Stinker greifen und sie mit Kopfnüssen und freundlichen Messerstichen in die Brust begrüßen, mit einer Granate füttern oder einfach über die Schulter schmeißen; der Publikumsfavorit ist aber ganz klar das Pouncing: Zielgerichtet springt Shank fast über den ganzen Bildschirm auf einen Gegner zu, den der muskulöse Latino dann am Boden festnagelt (das klappt bei größeren Viechern und Bossen natürlich nicht) und Shank wehrlos ausgeliefert ist, solange niemand dazwischenfunkt. Aber selbst falls dass: Man kann sich mit Schusswaffen immer noch kurzzeitig um herumlungernde Schaulustige kümmern und sich dann wieder um die Hauptmahlzeit kümmern. In Sachen Lieblingstaktiken zum Beuteln der Herren und Damen, die auf der falschen Seite unseres Messers stehen, gibt es da wirklich viel Auswahl und tatsächlich gibt es nicht nur eine ultimative Strategie - es gibt viele!
Nun, mal abgesehen von der Shotgun. Die bekommt man relativ früh im Spiel und wenn man es sich mit den kleinen Gegnern zwischen den Endkämpfen leicht machen will, dann packt man einfach die Schrote aus, drückt in Richtung der Feinde, dauerfeuert auf die Schusstaste und die meisten Gangster haben vor dem Nachladen schon ins Gras gebissen - das ist selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad nicht ungewöhnlich, allerdings auch ziemlich langweilig.
Um das Leveldesign ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, wurden mehrere Hüpf- und Spring-Passagen eingebaut, die auch wirklich keinerlei Geschwindigkeit aus diesem actiongepackten Titel nehmen: Hier mal an einem Reck schwingen, da eine Stange herunterrutschen, dort an einer Wand laufen. Das funktioniert alles hochgradig intuitiv. Um auch sonst keine Langeweile aufkommen zu lassen, wechselt das Leveldesign viel und immer zu noch hübscheren Geländen, etwa einem fahrenden Zug oder einer gruseligen Kapelle, und ab und zu werden simple aber grandiose Silhouetten-Effekte eingebaut, die die Epik des Blutbades noch einmal hervorheben, mal ganz von den ohnehin schon glorreichen Charakteranimationen abgesehen.
Kommt man endlich zu den großen Bösen kommen die klassischen Techniken für 2D-Beat 'em Ups zum Tragen: Ausweichen, ausweichen, ausweichen, auf Schwachstelle warten, dolchen, dolchen, dolchen, ausweichen, ausweichen ausweichen... Bei allen Bossen gibt es kleine Variationen in der Technik - der eine macht einen Sturmangriff und läuft gegen die Wand, einen anderen muss man, nachdem er selbst angegriffen hat, ins Feuer am Arenarand schubsen - doch im großen und ganzen wagt Shank hier keine komplizierten Experimente.
Besondere Erwähnung muss auch noch einmal der Soundtrack finden, der sich übrigens gratis herunterladen lässt und beste Musik im Grindhouse-Stil erhält. Stichwort Grindhouse: Da gibt es unendlich viele Anspielungen auf verschiedene Filme, selbstverständlich auch auf Tarantino-Werke. Ein Gimp ist als Gegner dabei, es muss natürlich der kämpfende Priester vorkommen und allein die Existenz von Kettensäge, Katana und Macheten als nutzbare Waffen spricht schon für sich.
Dazu kommt, dass das Spiel über einen Ko-Op-Modus verfügt, bei dem der zweite Spieler Shanks alten Partner Falcone übernimmt. Die Story spielt dabei vor den Ereignissen des Einzelspielermodus', wo Shank noch brav für Übeltäter Cesar gearbeitet hat. Extra-Bene: Der Zweispieler-Modus hat eigene Zwischensequenzen, eigene Level und Bosse und es gibt natürlich ein paar Manöver, die man mit seinem Kumpel zusammen ausführen kann. Piledriver, yeah!
Was übrig bleibt ist leider der eine, alles entscheidende Knackpunkt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis. Shank ist technisch ein sehr, sehr gutes Spiel, aber mit maximal etwa drei Stunden Single-Player und noch mal drei Stunden Ko-Op und ansonsten eigentlich gar keinem Wiederspielwert (es sei denn man will unbedingt an die Achievements und alle Kostüme heran), bleibt die Frage offen, ob das Spiel seine 15 Euro wert ist. Wenn ich bedenke, dass ich damals zum gleichen Preis Castle Crashers erstanden habe, welches mir selbst heute noch Gründe gibt, es ab und zu wieder anzuschmeißen, dann würde ich lieber sagen: Wartet bis das Spiel auf 800 MS-Points bzw. 10 Euro runter ist. Außer ihr habt einen unstillbaren Drang nach Pulp, Blut und männlichem Wutgeschrei, dann habt ihr wohl keine andere Wahl. Rian

In diesem herunterladbaren Titel geht es um einen Mann, nennen wir ihn Shank, der seine Liebste durch die Hand seines ehemaligen Bosses und Vaterfigur Cesar verloren hat. Ganz im Stile von Kill Bill wurde der Hispanier von einem Killerkommando zusammengedroschen und verblutend zurückgelassen - Shank hat diese Brutalität jedoch überstanden und nun gibt es nur noch eins: Rache. Und die wird nicht kalt serviert, sondern aus nächster Nähe und so schmerzhaft, so boshaft und voller Zorn wie nur irgendwie möglich. Erster Anhaltspunkt: einer der Killer, der mexikanische Wrestler bekannt unter dem Namen The Butcher.
Um Shank nun ans Ziel seiner Vergeltung zu führen, bedient man sich im klassichen Von-links-nach-rechts-Gang der Tasten des Controllers, die auf irgendeine Weise immer Schmerzen beim Gegner zufügen, sei es durch Shanks ikonisches Messer, seiner schweren Waffe (angefangen bei einer Kettensäge) oder einer Schusswaffe - die letzten beiden Items können beliebig im Kampf und sogar in der Kombo, wenn man mit dem Daumen denn agil genug ist, gewechselt werden. Sind die Feinde zu dick gibt es auch noch Granaten.
Haben wir erst mal die Feinde auf dem Bildschirm, sind der Kreativität des Schlachtens kaum Grenzen gesetzt: Die Kombos gehen hoch und runter, in die Luft, durch Feinde durch und im beliebigen Abwechseln der drei Hauptwaffen. Man kann große wie kleine Stinker greifen und sie mit Kopfnüssen und freundlichen Messerstichen in die Brust begrüßen, mit einer Granate füttern oder einfach über die Schulter schmeißen; der Publikumsfavorit ist aber ganz klar das Pouncing: Zielgerichtet springt Shank fast über den ganzen Bildschirm auf einen Gegner zu, den der muskulöse Latino dann am Boden festnagelt (das klappt bei größeren Viechern und Bossen natürlich nicht) und Shank wehrlos ausgeliefert ist, solange niemand dazwischenfunkt. Aber selbst falls dass: Man kann sich mit Schusswaffen immer noch kurzzeitig um herumlungernde Schaulustige kümmern und sich dann wieder um die Hauptmahlzeit kümmern. In Sachen Lieblingstaktiken zum Beuteln der Herren und Damen, die auf der falschen Seite unseres Messers stehen, gibt es da wirklich viel Auswahl und tatsächlich gibt es nicht nur eine ultimative Strategie - es gibt viele!

Nun, mal abgesehen von der Shotgun. Die bekommt man relativ früh im Spiel und wenn man es sich mit den kleinen Gegnern zwischen den Endkämpfen leicht machen will, dann packt man einfach die Schrote aus, drückt in Richtung der Feinde, dauerfeuert auf die Schusstaste und die meisten Gangster haben vor dem Nachladen schon ins Gras gebissen - das ist selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad nicht ungewöhnlich, allerdings auch ziemlich langweilig.
Um das Leveldesign ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, wurden mehrere Hüpf- und Spring-Passagen eingebaut, die auch wirklich keinerlei Geschwindigkeit aus diesem actiongepackten Titel nehmen: Hier mal an einem Reck schwingen, da eine Stange herunterrutschen, dort an einer Wand laufen. Das funktioniert alles hochgradig intuitiv. Um auch sonst keine Langeweile aufkommen zu lassen, wechselt das Leveldesign viel und immer zu noch hübscheren Geländen, etwa einem fahrenden Zug oder einer gruseligen Kapelle, und ab und zu werden simple aber grandiose Silhouetten-Effekte eingebaut, die die Epik des Blutbades noch einmal hervorheben, mal ganz von den ohnehin schon glorreichen Charakteranimationen abgesehen.
Kommt man endlich zu den großen Bösen kommen die klassischen Techniken für 2D-Beat 'em Ups zum Tragen: Ausweichen, ausweichen, ausweichen, auf Schwachstelle warten, dolchen, dolchen, dolchen, ausweichen, ausweichen ausweichen... Bei allen Bossen gibt es kleine Variationen in der Technik - der eine macht einen Sturmangriff und läuft gegen die Wand, einen anderen muss man, nachdem er selbst angegriffen hat, ins Feuer am Arenarand schubsen - doch im großen und ganzen wagt Shank hier keine komplizierten Experimente.

Besondere Erwähnung muss auch noch einmal der Soundtrack finden, der sich übrigens gratis herunterladen lässt und beste Musik im Grindhouse-Stil erhält. Stichwort Grindhouse: Da gibt es unendlich viele Anspielungen auf verschiedene Filme, selbstverständlich auch auf Tarantino-Werke. Ein Gimp ist als Gegner dabei, es muss natürlich der kämpfende Priester vorkommen und allein die Existenz von Kettensäge, Katana und Macheten als nutzbare Waffen spricht schon für sich.
Dazu kommt, dass das Spiel über einen Ko-Op-Modus verfügt, bei dem der zweite Spieler Shanks alten Partner Falcone übernimmt. Die Story spielt dabei vor den Ereignissen des Einzelspielermodus', wo Shank noch brav für Übeltäter Cesar gearbeitet hat. Extra-Bene: Der Zweispieler-Modus hat eigene Zwischensequenzen, eigene Level und Bosse und es gibt natürlich ein paar Manöver, die man mit seinem Kumpel zusammen ausführen kann. Piledriver, yeah!

Was übrig bleibt ist leider der eine, alles entscheidende Knackpunkt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis. Shank ist technisch ein sehr, sehr gutes Spiel, aber mit maximal etwa drei Stunden Single-Player und noch mal drei Stunden Ko-Op und ansonsten eigentlich gar keinem Wiederspielwert (es sei denn man will unbedingt an die Achievements und alle Kostüme heran), bleibt die Frage offen, ob das Spiel seine 15 Euro wert ist. Wenn ich bedenke, dass ich damals zum gleichen Preis Castle Crashers erstanden habe, welches mir selbst heute noch Gründe gibt, es ab und zu wieder anzuschmeißen, dann würde ich lieber sagen: Wartet bis das Spiel auf 800 MS-Points bzw. 10 Euro runter ist. Außer ihr habt einen unstillbaren Drang nach Pulp, Blut und männlichem Wutgeschrei, dann habt ihr wohl keine andere Wahl. Rian
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