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Großes Paket zu kleinem Preis?
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Ich bin ein kleiner Veteran, was Lightgun- bzw. Rail-Shooter angeht. Von den klassischen Serien habe ich in ihrer Hoch-Zeit The House of the Dead, Virtua Cop und Point Blank gespielt, später kamen immer mal wieder einige Ableger des Genres in meinen Besitz getrudelt und ich habe zur Zeit auch Plastikwummen für Dreamcast und Saturn. Allerdings fehlte mir, wenn man die SNES-Generation mal außenvor lässt, immer noch eine dicke Wissensknolle namens Time Crisis. Um diese Lücke zu stopfen, habe ich mich mit Norihiro Nishimura, Senior Game Designer bei Namco, als Präsentator in die geschlossene Vorstellung der neuen Shooter-Compilation Time Crisis: Razing Storm gesetzt.
Der Name dieser Sammlung ist ein bisschen irritierend: Razing Storm ist nämlich ein Titel für sich, allerdings enthält die Zusammenstellung noch zwei weitere Spiele, nämlich Time Crisis: Deadstorm Pirates und den Arcade-Modus von Time Crisis 4. Machen wir's mal so wie ich es erlebt habe und beginnen mit Deadstorm Pirates.
In diesem arcadigen Shooter stellt man sich allein oder mit Partnern einer schier endlosen Horde von Zombiepiraten gegenüber, deren skelettige Berührung es abzuwehren gilt. Wirklich, da stehen ständig fünfzehn bis zwanzig modrige Freibeuter vor einem, die mit ihrem zerklüfteten Krummsäbel zum Schlag ausholen, aber zum Glück sind deren Gelenke so morsch, dass man locker Zeit zum Zielen und Feuern hat. Unendlich Munition ohne Nachladezwang hilft da auch einiges. Oh, und als Controller kann man die Playstation Move, eine Lightgun oder sonst noch so alles, womit man einigermaßen ordentlich auf grimmige Seeräuber ballern kann, verwenden, da sind die Spiele variabel. Wer kein komfortables Eingabegerät hat (mit Analogstick zu zocken ist kacke), den dürfte es freuen, dass geplant ist, das Paket mit einem Pistolen-Add-On zu einem "vernünftigen Preis" zu verschachern.
Hat man nun doch mal Probleme mit der Masse an lebendem Gebein, dann kann man mit ein wenig Glück zum Spezialschuss greifen, der dem Zielvisier noch ein paar weitere, rotierende Feuerflächen spendiert und so Schaden und Radius maximiert. Spielt man ko-op, dann kommt man an einigen Stellen nicht ohne Teamarbeit weiter, etwa bei Bossgegnern. Da muss man manchmal gemeinsame Sache machen und mit vereinter Kraft dem Bösewicht die Kniescheibe wegblasen, das nennt sich dann Focus Fire. Außerdem kann man an einigen Stellen des Spiels Hand an Kanonen legen, um ganze Galleonen aus dem Meer zu pusten. Von den Möglichkeiten in-game klingt das Spiel erzählterweise natürlich ein bisschen beschränkt, allerdings waren die gezeigten Szenen sehr actiongepackt - da war immer was los. Und kein Level soll dem anderen gleichen.
Zu diskutieren bleibt eigentlich nur der Schwierigkeitsgrad, der soll nämlich schön casual sein. Zitat: "Deadstorm Pirates ist als Erlebnis für die ganze Familie gedacht." Nein, ihr verlest euch nicht. Ich dachte auch, ich hätte Herrn Nishimura auch nicht ordentlich verstanden, aber er wiederholte es noch einmal: Zombies abschlachten für die ganze Familie. Weird.
Als nächstes auf der Liste steht dann das namensgebende Razing Storm, welches seinerseits über drei Modi verfügt: Arcade, Story und online. Beim Arcade-Modus gilt es eben wieder die Feinde auf fester Schiene abzufahren und umzunieten, genau wie bei Deadstorm Pirates. Der Story-Modus hält allerdings eine Überraschung für Time Crisis-Freunde bereit: Hier gibt es nämlich eine frei bewegliche Kamera wie in Ego-Shootern! Was? JA! BLASPHEMIE!
Über dieses schändliche Sakrileg wird aber hinwegzutrösten versucht: Erst einmal sind alle Objekte in der Umwelt zerstörbar, das ist schon mal eine gute Sache. Ich finde, man sollte immer alles zerstörbar machen. Ich will kein Spiel mehr haben, bei dem ich mich nicht mit genug Zeit und Mühe vom Anfangslevel bis zum Endboss graben kann! Und dann ist der Online-Modus nicht nur ein simpler Ko-Op für den Arcade-Modus, sondern ein waschechtes Online-Deathmatch! Mies gemacht wird dem Coregamer die Sache durch die Steuerung, die bleibt nämlich anscheinend an auf-Bildschirm-ziel-Input hängen und ist in Verbindung mit einem mildtätigen Auto-Aiming extra für Leute gedacht, die noch nie zuvor in ihrem Leben Ego-Shooter gespielt haben.
Aber für Leute, die zur Zeit noch bei der Kaufentscheidung auf der Kippe stehen, gibt es dann ja noch Time Crisis 4 einfach hinterhergeworfen. Da! Da habt ihr! Noch mehr rumlaufen und Leute abballern, die in engen Gängen aus Kisten springen! Oder Leute, die auf einmal mit einem Messer vor einem stehen, wenn man sich umdreht und man verliert ein Leben, wenn man sie nicht sofort abknallt! BAH!
Zu Motzen gibt es bei diesem Angebot mit Controller und drei Spielen zu einem vermutlich geringen Preis nur wenig: Die Kollektion ist mehr auf Casual-Gamer ausgerichtet, wobei ich denke, dass die Arcade-Modi von Razing Storm und Time Crisis 4 auch traditionsgemäß dem Core-Gamer den Teppich unter den Latschen wegziehen dürften. Die andere Sache ist die Grafik: Dafür, dass das Spiel auf der PS3 rauskommt, sah mir die Grafik entschieden nach Wii aus. Aber wen das nicht stört, der darf meiner Vorahnung nach bedenkenlos zuschlagen, wenn das Spiel im September erscheint. Rian
Der Name dieser Sammlung ist ein bisschen irritierend: Razing Storm ist nämlich ein Titel für sich, allerdings enthält die Zusammenstellung noch zwei weitere Spiele, nämlich Time Crisis: Deadstorm Pirates und den Arcade-Modus von Time Crisis 4. Machen wir's mal so wie ich es erlebt habe und beginnen mit Deadstorm Pirates.
In diesem arcadigen Shooter stellt man sich allein oder mit Partnern einer schier endlosen Horde von Zombiepiraten gegenüber, deren skelettige Berührung es abzuwehren gilt. Wirklich, da stehen ständig fünfzehn bis zwanzig modrige Freibeuter vor einem, die mit ihrem zerklüfteten Krummsäbel zum Schlag ausholen, aber zum Glück sind deren Gelenke so morsch, dass man locker Zeit zum Zielen und Feuern hat. Unendlich Munition ohne Nachladezwang hilft da auch einiges. Oh, und als Controller kann man die Playstation Move, eine Lightgun oder sonst noch so alles, womit man einigermaßen ordentlich auf grimmige Seeräuber ballern kann, verwenden, da sind die Spiele variabel. Wer kein komfortables Eingabegerät hat (mit Analogstick zu zocken ist kacke), den dürfte es freuen, dass geplant ist, das Paket mit einem Pistolen-Add-On zu einem "vernünftigen Preis" zu verschachern.

Hat man nun doch mal Probleme mit der Masse an lebendem Gebein, dann kann man mit ein wenig Glück zum Spezialschuss greifen, der dem Zielvisier noch ein paar weitere, rotierende Feuerflächen spendiert und so Schaden und Radius maximiert. Spielt man ko-op, dann kommt man an einigen Stellen nicht ohne Teamarbeit weiter, etwa bei Bossgegnern. Da muss man manchmal gemeinsame Sache machen und mit vereinter Kraft dem Bösewicht die Kniescheibe wegblasen, das nennt sich dann Focus Fire. Außerdem kann man an einigen Stellen des Spiels Hand an Kanonen legen, um ganze Galleonen aus dem Meer zu pusten. Von den Möglichkeiten in-game klingt das Spiel erzählterweise natürlich ein bisschen beschränkt, allerdings waren die gezeigten Szenen sehr actiongepackt - da war immer was los. Und kein Level soll dem anderen gleichen.
Zu diskutieren bleibt eigentlich nur der Schwierigkeitsgrad, der soll nämlich schön casual sein. Zitat: "Deadstorm Pirates ist als Erlebnis für die ganze Familie gedacht." Nein, ihr verlest euch nicht. Ich dachte auch, ich hätte Herrn Nishimura auch nicht ordentlich verstanden, aber er wiederholte es noch einmal: Zombies abschlachten für die ganze Familie. Weird.

Als nächstes auf der Liste steht dann das namensgebende Razing Storm, welches seinerseits über drei Modi verfügt: Arcade, Story und online. Beim Arcade-Modus gilt es eben wieder die Feinde auf fester Schiene abzufahren und umzunieten, genau wie bei Deadstorm Pirates. Der Story-Modus hält allerdings eine Überraschung für Time Crisis-Freunde bereit: Hier gibt es nämlich eine frei bewegliche Kamera wie in Ego-Shootern! Was? JA! BLASPHEMIE!
Über dieses schändliche Sakrileg wird aber hinwegzutrösten versucht: Erst einmal sind alle Objekte in der Umwelt zerstörbar, das ist schon mal eine gute Sache. Ich finde, man sollte immer alles zerstörbar machen. Ich will kein Spiel mehr haben, bei dem ich mich nicht mit genug Zeit und Mühe vom Anfangslevel bis zum Endboss graben kann! Und dann ist der Online-Modus nicht nur ein simpler Ko-Op für den Arcade-Modus, sondern ein waschechtes Online-Deathmatch! Mies gemacht wird dem Coregamer die Sache durch die Steuerung, die bleibt nämlich anscheinend an auf-Bildschirm-ziel-Input hängen und ist in Verbindung mit einem mildtätigen Auto-Aiming extra für Leute gedacht, die noch nie zuvor in ihrem Leben Ego-Shooter gespielt haben.

Aber für Leute, die zur Zeit noch bei der Kaufentscheidung auf der Kippe stehen, gibt es dann ja noch Time Crisis 4 einfach hinterhergeworfen. Da! Da habt ihr! Noch mehr rumlaufen und Leute abballern, die in engen Gängen aus Kisten springen! Oder Leute, die auf einmal mit einem Messer vor einem stehen, wenn man sich umdreht und man verliert ein Leben, wenn man sie nicht sofort abknallt! BAH!
Zu Motzen gibt es bei diesem Angebot mit Controller und drei Spielen zu einem vermutlich geringen Preis nur wenig: Die Kollektion ist mehr auf Casual-Gamer ausgerichtet, wobei ich denke, dass die Arcade-Modi von Razing Storm und Time Crisis 4 auch traditionsgemäß dem Core-Gamer den Teppich unter den Latschen wegziehen dürften. Die andere Sache ist die Grafik: Dafür, dass das Spiel auf der PS3 rauskommt, sah mir die Grafik entschieden nach Wii aus. Aber wen das nicht stört, der darf meiner Vorahnung nach bedenkenlos zuschlagen, wenn das Spiel im September erscheint. Rian
25.08.2010 | Rian | GamesCom 2010
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