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Wie das Internet begann unser Leben zu bestimmen
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Evil hat es ja gestern schon mit seinem PSP Go-Artikel angedeutet: Die Videospielentwickler und Publisher würden so langsam gerne das digitale Zeitalter einläuten. Das liegt nicht unbedingt daran, dass jetzt "die Zeit dafür gekommen ist", sondern an den Gewinnen. Die PSP Go war ja, wie wir gelesen haben, (mal wieder) ein Schuss in den Ofen (*PLINGG*). Aber das ist ja auch nicht das einzige Modell welches so funktioniert, wenn wir mal an Microsofts "Games on Demand" denken oder vor allem an Steam.
Im Grunde will man ja aber eigentlich auch nur dem Gebraucht- und Einzelhandel den Hahn zudrehen, um den Profit für sich selbst zu maximieren. Ein Schritt in Richtung "Gebrauchtmarkt killen" sind ja schon die ganzen Codes, die sich in Spieleverpackungen befinden, die man ansonsten für ca. 15€ nachkaufen müsste, wenn man sich denn ein gebrauchtes besorgen würde (sofern man denn das vollwertige Spiel möchte). Und wer will es ihnen verübeln? Schließlich kostet die Produktion eines Spiels heutzutage Unmengen mehr als früher noch und man muss viel mehr Spiele verkaufen (oder sie teurer machen), damit es sich überhaupt lohnt sie zu finanzieren. Wenn ich Chef eines Publishingunternehmens wär, würde ich mir auch wünschen, dass alle mein Spiel neu kaufen und es sich für mich rentiert.
Warum macht man das dann aber nicht attraktiv für den Benutzer? Warum sind die Downloads so teuer, dass man sich lieber für 2€ mehr die DVD ins Regal stellt? Und wie soll das dann mit Limited Editions klappen? Ich will eine DVD und Merchandising! Naja, aber wie ihr alle wisst bin ich ja eigentlich auch schon Rentner und mag keinen Fortschritt - von daher ist mir die ganze Sache sowieso unheimlich. Ich mache auch kein E-Banking und halte diese ganze Facebook-, VZ- und Twitter-Seuche für... zweifelhaft - seinerzeit habe ich ja MySpace schon gehasst. Egal, ich schweife ab: Die Kosten für die Hersteller sinken doch drastisch, wenn man keine DVDs, Verpackung, Büchlein, Logistik usw. bezahlen muss - warum muss ein Spiel, wenn es neu ist, trotzdem den Neupreis haben? Und bei Games on Demand sind einige Spiele immer noch teurer als die "Platinum"-Versionen im Einzelhandel mit DVD und allem.
Was ich besonders bedenkenswert finde: man hat ja nichts WIRKLICH; alles sind ja nur Daten, die mit einem Account verknüpft sind - was ist, wenn es Steam nicht mehr gibt? Wenn Microsoft pleite macht und Xbox-Live aufgegeben werden muss. Ich weiß, dass das zwei momentan unrealistische Szenarien sind, aber das muss ja nicht so bleiben. Ich alsPessimist Realist finde es einfach nicht sicher genug, dass ich jetzt mein Geld online verballere, um mir die Lizenz für einen Inhalt zu kaufen, der mit etwas verknüpft ist, das keinen Bestand verspricht. Man kann ja auch alles Hacken usw. - wie vielen Leuten ist so schon ihr Steam-Account abhanden gekommen?
Naja, wir werden ja sehen, was uns die Zukunft bringt, aber ich werde wahrscheinlich noch immer ein Feind des Ganzen sein, wenn wir schon mittendrin sind. Die ganzen Argumente mit "Wenn jetzt jemand kein Internet hat?" habe ich bewusst mal weggelassen, weil das einfach lächerlich ist. Jeder hat Internet - jedenfall jeder, der von soetwas angesprochen werden soll.
Früher war alles besser - Jozu
Im Grunde will man ja aber eigentlich auch nur dem Gebraucht- und Einzelhandel den Hahn zudrehen, um den Profit für sich selbst zu maximieren. Ein Schritt in Richtung "Gebrauchtmarkt killen" sind ja schon die ganzen Codes, die sich in Spieleverpackungen befinden, die man ansonsten für ca. 15€ nachkaufen müsste, wenn man sich denn ein gebrauchtes besorgen würde (sofern man denn das vollwertige Spiel möchte). Und wer will es ihnen verübeln? Schließlich kostet die Produktion eines Spiels heutzutage Unmengen mehr als früher noch und man muss viel mehr Spiele verkaufen (oder sie teurer machen), damit es sich überhaupt lohnt sie zu finanzieren. Wenn ich Chef eines Publishingunternehmens wär, würde ich mir auch wünschen, dass alle mein Spiel neu kaufen und es sich für mich rentiert.
Warum macht man das dann aber nicht attraktiv für den Benutzer? Warum sind die Downloads so teuer, dass man sich lieber für 2€ mehr die DVD ins Regal stellt? Und wie soll das dann mit Limited Editions klappen? Ich will eine DVD und Merchandising! Naja, aber wie ihr alle wisst bin ich ja eigentlich auch schon Rentner und mag keinen Fortschritt - von daher ist mir die ganze Sache sowieso unheimlich. Ich mache auch kein E-Banking und halte diese ganze Facebook-, VZ- und Twitter-Seuche für... zweifelhaft - seinerzeit habe ich ja MySpace schon gehasst. Egal, ich schweife ab: Die Kosten für die Hersteller sinken doch drastisch, wenn man keine DVDs, Verpackung, Büchlein, Logistik usw. bezahlen muss - warum muss ein Spiel, wenn es neu ist, trotzdem den Neupreis haben? Und bei Games on Demand sind einige Spiele immer noch teurer als die "Platinum"-Versionen im Einzelhandel mit DVD und allem.
Was ich besonders bedenkenswert finde: man hat ja nichts WIRKLICH; alles sind ja nur Daten, die mit einem Account verknüpft sind - was ist, wenn es Steam nicht mehr gibt? Wenn Microsoft pleite macht und Xbox-Live aufgegeben werden muss. Ich weiß, dass das zwei momentan unrealistische Szenarien sind, aber das muss ja nicht so bleiben. Ich als
Naja, wir werden ja sehen, was uns die Zukunft bringt, aber ich werde wahrscheinlich noch immer ein Feind des Ganzen sein, wenn wir schon mittendrin sind. Die ganzen Argumente mit "Wenn jetzt jemand kein Internet hat?" habe ich bewusst mal weggelassen, weil das einfach lächerlich ist. Jeder hat Internet - jedenfall jeder, der von soetwas angesprochen werden soll.
Früher war alles besser - Jozu
Rian am 09.08.2010 um 23:35 Uhr
Ich gehe jetzt mal darauf ein, aber ich bin mir gewahr, dass ich mich jurstisch gerade auf dünnem Eis bewege, also keine Garantien für Korrektheit: Jeder Nutzer, der ein Spiel erwirbt, ob nun per Download oder DVD, erwirbt Nutzungsrechte und nicht das Spiel an sich. Also, rein theoretisch könnte dir jeder Publisher eigentlich für eine Entschädigung die Rechte wieder entziehen, was bei Festmedien natürlich ein bisschen schwierig ist, wenn man mal von Rückrufaktionen absieht. Sollte aber ein Unternehmen wie Steam pleite gehen, dann müsste eigentlich Valve für eine Entschädigung aufkommen, weil die Firma die Nutzungsrechte verletzt, bzw. derjenige, an den die Lizenzen übergehen. Und irgendjemand schnappt sich die Lizenzen immer, sonderlich viel landet ja nicht auf dem Abandonware-Stapel.
AsgarZigel am 10.08.2010 um 10:46 Uhr
Ich find das Argument, dass die Server abgeschaltet werden, ehrlichgesagt etwas blöde. Realistisch betrachtet wird das erst passieren, wenn das Konzept kein Geld mehr einbringt (ziemlich unwahrscheinlich dass das in den nächsten Jahren passiert), falls Valve z.B. Pleite macht werden sie die Plattform einfach an jemand anderen verkaufen und sie läuft erstmal weiter. Plötzlich "verschwinden" könnten die Server höchstens bei einer größer angelegten Katastrophe wie einem Weltkrieg oder so und da denke ich haben die meisten andere Probleme als zu zocken.
Außerdem, wenn ich überlege wie oft ich alte Spiele nochmal spiele... darauf kann ich ehrlich gesagt auch verzichten, vielleicht ist das nur bei mir so, aber wenn ich das Spiel schon kenne, spiele ich es auch Jahre später kaum ein zweites mal (und wenn, dann eh nur kurz), weil es einfach genug neuere Alternativen gibt. Multiplayerspiele spielt nach ner gewissen Zeit einfach niemand mehr (sofern es sich nicht um so Phänomene wie Starcraft oder Diablo handelt, aber das sind die Ausnahmen und wie man sieht laufen die Server von denen auch nach über 10 Jahren noch, obwohl sie kein direktes Geld mehr einbringen)
Der einzige wirkliche Nachteil ist die fehlende Wiederverkaufsoption, wobei das mir persönlich auch ziemlich schnurz ist, ich kaufe idR keine gebrauchten Spiele und verkaufe sie auch nicht.
Das einzige was mich bei den Downloads auch nervt, ist die Preispolitik, bei Steam z.B. sind neue Titel IMMER teurer als hier in den Läden, selten mal kosten sie genauso viel. Außerdem ist es, was PC SPiele angeht, super nervig dass jeder Publisher seinen eigenen Mist macht, wenn schon alles super digital, dann will ich gefälligst auch alle meine Spiele auf EINER Plattform haben und nicht noch n extra EA- oder Ubisoft-Downloader draufhauen, der dann eigentlich garkeine Funktionen außer dem runterladen der Titel bietet.
Oh und stell dir mal vor wie sich die WoW-Spieler, die tausende Euro in ihren Account gesteckt haben fühlen, wenn die Server abgeschaltet werden ^^
Also einfach ruhig bleiben, momentan kann man alle großen Titel noch normal im Laden (oder hier in Deutschland wohl meist per Import :P) kaufen. So nen 10 GB oder mehr Vollpreistitel runterzuladen lohnt sich im Moment auch nur wenn man ne richtig fette Leitung, dauert ansonsten genausolang als sich das Spiel physisch zu kaufen.
Außerdem, wenn ich überlege wie oft ich alte Spiele nochmal spiele... darauf kann ich ehrlich gesagt auch verzichten, vielleicht ist das nur bei mir so, aber wenn ich das Spiel schon kenne, spiele ich es auch Jahre später kaum ein zweites mal (und wenn, dann eh nur kurz), weil es einfach genug neuere Alternativen gibt. Multiplayerspiele spielt nach ner gewissen Zeit einfach niemand mehr (sofern es sich nicht um so Phänomene wie Starcraft oder Diablo handelt, aber das sind die Ausnahmen und wie man sieht laufen die Server von denen auch nach über 10 Jahren noch, obwohl sie kein direktes Geld mehr einbringen)
Der einzige wirkliche Nachteil ist die fehlende Wiederverkaufsoption, wobei das mir persönlich auch ziemlich schnurz ist, ich kaufe idR keine gebrauchten Spiele und verkaufe sie auch nicht.
Das einzige was mich bei den Downloads auch nervt, ist die Preispolitik, bei Steam z.B. sind neue Titel IMMER teurer als hier in den Läden, selten mal kosten sie genauso viel. Außerdem ist es, was PC SPiele angeht, super nervig dass jeder Publisher seinen eigenen Mist macht, wenn schon alles super digital, dann will ich gefälligst auch alle meine Spiele auf EINER Plattform haben und nicht noch n extra EA- oder Ubisoft-Downloader draufhauen, der dann eigentlich garkeine Funktionen außer dem runterladen der Titel bietet.
Oh und stell dir mal vor wie sich die WoW-Spieler, die tausende Euro in ihren Account gesteckt haben fühlen, wenn die Server abgeschaltet werden ^^
Also einfach ruhig bleiben, momentan kann man alle großen Titel noch normal im Laden (oder hier in Deutschland wohl meist per Import :P) kaufen. So nen 10 GB oder mehr Vollpreistitel runterzuladen lohnt sich im Moment auch nur wenn man ne richtig fette Leitung, dauert ansonsten genausolang als sich das Spiel physisch zu kaufen.
Rian am 10.08.2010 um 21:58 Uhr
Nun ja, das ist natürlich alles Worst Case, zumindest was die Abschaltung von Servern betrifft - Jozu hat halt eine alte Seele. Was nicht heißen will, dass ich mir die Gedanken nicht auch schon mal gemacht habe. Beispiel Dreamcast: Die Konsole hatte schon Internetanbindung recht gut genutzt. Hätte die Konsole auch noch eine Live-Verifizierung von heruntergeladenen Spielen gehabt, wie zum Beispiel die Indie-Games auf dem Xbox Live Marketplace, dann wäre entweder Sega oder der Spieler beim Abrtritt der Konsole in ein Dilemma gelaufen. Sega kann ja nicht ewig die Server halten, nur für so ein paar Leute, die ab und an ihre rechtmäßig erworbenen Titel spielen wollen.
Man darf dabei ja nicht nur die ganz großen betrachten, sondern auch die kleinen: Es gibt viele Anbieter, die steamähnliche Angebote machen - davon werden auch nicht alle bis in die Ewigkeit halten und kaum einer von denen wird dasselbe Reservebudget haben wie Valve. Da kann man jetzt sagen: "Na und? Geht halt zu Steam!", aber da kommen wir zu dem Problem, dass Steam irgendwann ein Monopol auf den digitalen Vertrieb von Videospielen hat. Die Plattform bietet zur Zeit zwar absolut faire Preise, häufig Sonderangebote und bei Valve arbeiten viele coole Jungs, aber Monopole sind gefährlich. Da steckt Macht drin und Macht verdirbt. Insofern ist da ein bisschen Angst schon berechtigt.
Andererseits spiele ich alte Spiele gerne noch einmal. Wenn man Sachen nur einmal zocken möchte, warum dann überhaupt kaufen? Videothek ist doch viel billiger.
Man darf dabei ja nicht nur die ganz großen betrachten, sondern auch die kleinen: Es gibt viele Anbieter, die steamähnliche Angebote machen - davon werden auch nicht alle bis in die Ewigkeit halten und kaum einer von denen wird dasselbe Reservebudget haben wie Valve. Da kann man jetzt sagen: "Na und? Geht halt zu Steam!", aber da kommen wir zu dem Problem, dass Steam irgendwann ein Monopol auf den digitalen Vertrieb von Videospielen hat. Die Plattform bietet zur Zeit zwar absolut faire Preise, häufig Sonderangebote und bei Valve arbeiten viele coole Jungs, aber Monopole sind gefährlich. Da steckt Macht drin und Macht verdirbt. Insofern ist da ein bisschen Angst schon berechtigt.
Andererseits spiele ich alte Spiele gerne noch einmal. Wenn man Sachen nur einmal zocken möchte, warum dann überhaupt kaufen? Videothek ist doch viel billiger.



