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Vorsicht! E3-Bullshit!
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Woran erkennt man, dass ein Konsolenhersteller besonders verzweifelt ist? Er lügt, dass sich die Balken biegen. Das simple Motto gilt: je mehr über ein Thema gelogen wird, desto besorgter ist einer der großen Drei um diese Thematik. Jetzt kurz nach der E3 ist dabei die Lügenwelle wieder ganz groß im Anmarsch. Also schnappt euch einen Regenschirm und die gute Winterjacke, denn wir werden uns mal durch die neueste Propaganda kämpfen. Fangen wir dabei mal mit Microsoft an:
Sieht auf den ersten Blick ja gar nicht so geschummelt aus. Microsoft soll das billigste Gesamtpaket anbieten. Angesichts der hohen Peripheriepreise für Nintendo und Sony, wo man sich jeweils zwei separate Controller kaufen muss, damit ein Spieler die volle Spielerfahrung haben kann, ist es auch korrekt, dass Kinect, welches von Haus aus Multiplayer beherrscht, preislich gar nicht so schlecht dastehen würde. Aber ein kleines Problemchen gibt es dann doch: wieso muss man für die Wii sich unbedingt das Bundle mit dem Balanceboard kaufen? Es gibt doch auch andere, schöne Bundles, die dann auch mal hundert Dollar weniger kosten.
Jetzt, beim zweiten Bild, wird klar wieso das Balanceboard unbedingt eingefasst werden musste, denn ohne das Fitnessuntensil gäbe es wohl keine Möglichkeit, auch mit Wiimotion Plus, Kinect als das billigste Zusatzgerät für schon bestehende Konsolenbesitzer darzustellen. Microsoft selbst dürfte klar sein, dass das frühere Natal kein Gewicht messen kann und daher das Hinzufügen des Balance Boards absoluter Schwachsinn ist. Dies zeigt aber auch wunderbar, wo beim Redmonder-Konzern die größten Unsicherheiten herrschen: beim Preis. Man weiß genau, dass Kinect für 150 Kröten etwas ist, was dem Normalo nur schwer zu verkaufen sein wird. Solch ein Betrag kauft einem immerhin zwei bis drei vollwertige Spiele oder einen Handheld. Also ist MS jedes Mittel Recht, um sich billiger als die Konkurrenz zu geben.
Und wenn ihr nun denkt, dass das schon ziemlich tief war, schaut euch an, was Sony mit dem diesjährigen Propagandabudget zusammengeschustert hat (zum Vergrößern bitte anklicken):
Schon der erste Anblick dieser Tabelle müsste das Bullshitmeter auf 11 ausschlagen lassen, denn wie hier versucht wird den armen Endkunden schlichtweg anzulügen ist nicht mehr feierlich. Das fängt schon beim Design an. Die Sonyspalte ist komplett blau hervorgehoben, was suggeriert, dass die PS3 in allen Kategorien dominieren würde. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass in vielen Kategorien eigentlich Gleichstand herrscht.
Der dritte Blick offenbart dann aber auch einige Vergleiche, die selbst manche unserer Politiker mit ihrem Killerspielgeschwafel wie kompetente Volksvertreter wirken lassen: Kinect hat keine eingebauten, wiederaufladbaren Batterien... schockierend, nicht wahr? Das stimmt natürlich, aber wo ist der Sinn des Vergleichs bei einem Produkt wie Kinect, welches gar keine Batterien braucht. Ähnlich das "No", wenn es um den zweiten Controller geht.
Im Vergleich mit Nintendo wird aber auch gemogelt, da werden beispielsweise der Wii plötzlich die Fähigkeiten unterschlagen, Bewegungen in drei Dimensionen zu erkennen. Und die Krönung stellt schlussendlich der Auflösungsvergleich dar. Wii beherrscht 480p, das ist korrekt. Die Xbox 360 kann 1080p, ebenfalls korrekt. Aber die PS3 kann "Blu-ray powered 1080p", was Marketingschwachfug ist. Denn mit BluRay steigt die Auflösung nicht auf magische 1081p -- sie bleibt gleich. Aber Sony hatte in der Tabelle eben bisher noch keine Möglichkeit gefunden, dieses Laufwerk zu erwähnen, also musste es irgendwo dazwischengequetscht werden.
Aus dieser Tabelle kann man im Endeffekt zwei Schlussfolgerungen zu Sonys Gemütszustand ziehen: Sie haben zum einen auch noch Jahre später damit zu kämpfen, dass die PS3 um einiges teurer als die Konkurrenz ist und zum anderen hat man wohl die Befürchtung, dass der Endbenutzer nicht von alleine erkennen kann, dass das Sony-Produkt Vorteile gegenüber der Konkurrenz hat. Für die meisten Unkundigen muss es eben einfach so wirken, wie als wenn Move nicht viel anders ist als Wii und die leuchtende Glühbirne auf dem Controller qualifiziert sich kaum als Alleinstellungsmerkmal im Direktvergleich mit Kinect. Ob die derzeit verfolgte Strategie aber ausreichen wird, um den Kunden zum Kauf zu animieren wird sich aber frühestens Ende des Jahres zeigen.
Und Nintendo? Tja, die haben es einfach nicht nötig. Wenn man sich Nintendos Presse-Blahblah der letzten paar Jahre anschaut, muss man einfach feststellen, dass die Japaner unheimlich ehrlich waren. Egal ob es um Hardcore-Gamer oder um die technischen Fähigkeiten der Wii ging, Nintendo hat es meist, wenn auch diplomatisch, so gesagt, wie es ist. Und das mit gutem Recht, denn mit ihren weit über fünfzig Millionen verkauften Konsolen haben sie keinen Grund, sich um irgendwas Sorgen zu machen und können auch der neuen Bedrohung in Form von Move und Kinect locker entgegenschauen. Evil

Sieht auf den ersten Blick ja gar nicht so geschummelt aus. Microsoft soll das billigste Gesamtpaket anbieten. Angesichts der hohen Peripheriepreise für Nintendo und Sony, wo man sich jeweils zwei separate Controller kaufen muss, damit ein Spieler die volle Spielerfahrung haben kann, ist es auch korrekt, dass Kinect, welches von Haus aus Multiplayer beherrscht, preislich gar nicht so schlecht dastehen würde. Aber ein kleines Problemchen gibt es dann doch: wieso muss man für die Wii sich unbedingt das Bundle mit dem Balanceboard kaufen? Es gibt doch auch andere, schöne Bundles, die dann auch mal hundert Dollar weniger kosten.

Jetzt, beim zweiten Bild, wird klar wieso das Balanceboard unbedingt eingefasst werden musste, denn ohne das Fitnessuntensil gäbe es wohl keine Möglichkeit, auch mit Wiimotion Plus, Kinect als das billigste Zusatzgerät für schon bestehende Konsolenbesitzer darzustellen. Microsoft selbst dürfte klar sein, dass das frühere Natal kein Gewicht messen kann und daher das Hinzufügen des Balance Boards absoluter Schwachsinn ist. Dies zeigt aber auch wunderbar, wo beim Redmonder-Konzern die größten Unsicherheiten herrschen: beim Preis. Man weiß genau, dass Kinect für 150 Kröten etwas ist, was dem Normalo nur schwer zu verkaufen sein wird. Solch ein Betrag kauft einem immerhin zwei bis drei vollwertige Spiele oder einen Handheld. Also ist MS jedes Mittel Recht, um sich billiger als die Konkurrenz zu geben.
Und wenn ihr nun denkt, dass das schon ziemlich tief war, schaut euch an, was Sony mit dem diesjährigen Propagandabudget zusammengeschustert hat (zum Vergrößern bitte anklicken):
Schon der erste Anblick dieser Tabelle müsste das Bullshitmeter auf 11 ausschlagen lassen, denn wie hier versucht wird den armen Endkunden schlichtweg anzulügen ist nicht mehr feierlich. Das fängt schon beim Design an. Die Sonyspalte ist komplett blau hervorgehoben, was suggeriert, dass die PS3 in allen Kategorien dominieren würde. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass in vielen Kategorien eigentlich Gleichstand herrscht.
Der dritte Blick offenbart dann aber auch einige Vergleiche, die selbst manche unserer Politiker mit ihrem Killerspielgeschwafel wie kompetente Volksvertreter wirken lassen: Kinect hat keine eingebauten, wiederaufladbaren Batterien... schockierend, nicht wahr? Das stimmt natürlich, aber wo ist der Sinn des Vergleichs bei einem Produkt wie Kinect, welches gar keine Batterien braucht. Ähnlich das "No", wenn es um den zweiten Controller geht.
Im Vergleich mit Nintendo wird aber auch gemogelt, da werden beispielsweise der Wii plötzlich die Fähigkeiten unterschlagen, Bewegungen in drei Dimensionen zu erkennen. Und die Krönung stellt schlussendlich der Auflösungsvergleich dar. Wii beherrscht 480p, das ist korrekt. Die Xbox 360 kann 1080p, ebenfalls korrekt. Aber die PS3 kann "Blu-ray powered 1080p", was Marketingschwachfug ist. Denn mit BluRay steigt die Auflösung nicht auf magische 1081p -- sie bleibt gleich. Aber Sony hatte in der Tabelle eben bisher noch keine Möglichkeit gefunden, dieses Laufwerk zu erwähnen, also musste es irgendwo dazwischengequetscht werden.
Aus dieser Tabelle kann man im Endeffekt zwei Schlussfolgerungen zu Sonys Gemütszustand ziehen: Sie haben zum einen auch noch Jahre später damit zu kämpfen, dass die PS3 um einiges teurer als die Konkurrenz ist und zum anderen hat man wohl die Befürchtung, dass der Endbenutzer nicht von alleine erkennen kann, dass das Sony-Produkt Vorteile gegenüber der Konkurrenz hat. Für die meisten Unkundigen muss es eben einfach so wirken, wie als wenn Move nicht viel anders ist als Wii und die leuchtende Glühbirne auf dem Controller qualifiziert sich kaum als Alleinstellungsmerkmal im Direktvergleich mit Kinect. Ob die derzeit verfolgte Strategie aber ausreichen wird, um den Kunden zum Kauf zu animieren wird sich aber frühestens Ende des Jahres zeigen.
Und Nintendo? Tja, die haben es einfach nicht nötig. Wenn man sich Nintendos Presse-Blahblah der letzten paar Jahre anschaut, muss man einfach feststellen, dass die Japaner unheimlich ehrlich waren. Egal ob es um Hardcore-Gamer oder um die technischen Fähigkeiten der Wii ging, Nintendo hat es meist, wenn auch diplomatisch, so gesagt, wie es ist. Und das mit gutem Recht, denn mit ihren weit über fünfzig Millionen verkauften Konsolen haben sie keinen Grund, sich um irgendwas Sorgen zu machen und können auch der neuen Bedrohung in Form von Move und Kinect locker entgegenschauen. Evil
25.07.2010 | Evil | Lügen! Fälschungen!
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