Sorcery Gewinnspiel!
Mischief Makers
Shake Shake, Marina!
Treasure ist eine wahre Entwicklerlegende. Auch wenn keiner ihrer Titel zu einem kommerziellen Megaerfolg wurde, haben sie einen richtigen Kult um sich gescharrt. Bekannt geworden sind sie dabei aber nicht nur durch bockschwere Shooter wie Ikaruga oder Radiant Silvergun, sondern auch für das regelmäßige Herausbringen ziemlich eigener und einzigartiger Titel. Das 1997 für Nintendo 64 erschienene Mischief Makers ist eines dieser Spiele.

Professor Theo, Erbauer und genialer Erfinder von Marina Liteyears, wurde vom Empire entführt, das unter Anweisung seines bösen Zwillingsbruders handelt. Das könnt ihr natürlich nicht auf euch sitzen lassen, also macht ihr euch auf den Weg durch 50 Level, die allesamt auf dem Planeten Clancer spielen, um euren Erschaffer zu retten.


Obwohl damals 2D schon langsam aber stetig dem Untergang geweiht war, präsentiert sich Mischief Makers als Sidescroll-Jump'n'Run, das eben in diesen zwei Dimensionen spielt. Das wichtigste Gameplayelement stellt dabei Marinas Greif-Fähigkeit dar. Gegner, aber vor allem Objekte im Level, lassen sich greifen, was dann weitere Interaktionsmöglichkeiten eröffnet. Schmeißen, beispielsweise, oder auch schütteln, was sich im Spiel oftmals als nützlich erweist. Manche NPCs, die geschüttelt werden, zeigen sich dafür erkenntlich, stationäre Objekte geben das ein oder andere Geheimnis preis. Mit der Zeit gewöhnt man sich daher auch an, Marina erst mal jedes neue Objekt schütteln zu lassen, denn wenn sich beispielsweise aus einer Ein-Weg-Laserkanone per shake ein Drei-Wege-Lasergewehr zaubern lässt, wie kann man dazu nein sagen?
Zu Marinas weiterem Repertoire gehören ein paar Angriffsmoves sowie die Möglichkeit mit einem kleinen Dash schneller durch die Gegend zu manövrieren.

Auch wenn Mischief Makers nicht so schwer ist wie manche anderen Treasure-Spiele kann das Spiel teilweise eine Herausforderung darstellen. Manchmal hat man ein Levelintro, in dem man Erklärungen kriegt oder einem die Aufgabe des Levels, beispielsweise drei weggelaufene Kinder zurückbringen oder sich in einem Kampf gegen fünf böse Gegner behaupten, näher gebracht wird. Andere Spielstufen starten allerdings ohne solch eine Einführung, weswegen es manchmal sein kann, dass man leicht ahnungslos durch die Welt hüpft, bis man endlich herausfindet, was zu tun ist.
Zum Glück könnt ihr aber vorher bestandene Level immer wieder besuchen, was nicht nur nötig ist, um versteckte Kristalle zu finden, sondern auch um in jedem Level einen A-Rang zu kriegen, der euch ebenfalls Kristalle einbringt. Diese sind besonders wichtig, denn jeder Kristall fügt 1 - 3 Sekunden an die Endsequenz des Spiels an.


Der Grafikstil ist nett, und auch wenn man schon für die damalige Zeit nicht gerade das große Effektfeuerwerk gezündet hat, hat das Design eben seinen eigenen Charme. Dazu gehören auch viele kleinere Details wie beispielsweise, dass alle Objekte auf dem Planeten Clancer -- sogar der Erdkörper selbst! -- das gleiche, identische Gesicht besitzen. Die Musik ist nettes Midi-Gedudel, mit Melodien, die zwar nicht lange im Gedächtnis erhalten bleiben, aber wenigstens auch nicht auf die Nerven gehen.

Mischief Makers ist eines dieser Spiele, die wohl für viele Leute keinen Sinn ergeben werden. Entweder man wird zu der Sorte gehören, die das Spiel als netten Sidescroller sehen und mehr nicht, während andere wiederum sich seinem ganzen, japanischen Charme hingeben können. Für mich persönlich ist das Teil auf der Liste der Treasure-Spiele, die ich gerne fortgesetzt sehen würde, ganz oben. Gerade unter die heutigen Physikspielchen könnte sich ein modernes Mischief Maker super einreihen. Evil
18.07.2010 | Evil | In-Game
3 Kommentare
» Kommentare
Rian am 18.07.2010 um 10:35 Uhr
Erinnert mich von der Beschreibung her sehr an mein liebstes Treasure-Spiel, Silhouette Mirage, wo man mit Sheena auch erst einmal aus allen Gegnern Münzen rausprügelt.
Nex am 18.07.2010 um 12:11 Uhr
Da möchte ich ja glatt ein Exemplar für meinen guten alten N64 besorgen. Hatte das Spiel schon völlig vergessen!
AsgarZigel am 21.07.2010 um 11:07 Uhr
Kann ich nur zustimmen, echt ein tolles Spiel. Es gibt übrigens afaik auch noch einen S-Rang in jedem Level für den man nahezu perfekt spielen muss. Wenn ich mich recht erinnere.
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