Sorcery Gewinnspiel!
Dragon Age: Origins - Awakening
Das blutige Fantasy-Gemetzel geht weiter
Ihr habt euch sicherlich schon gefragt, warum ich noch gar nicht über Dragon Age: Origins - Awakening geschrieben habe. Also so gar nicht. Es ist ja nicht so, als wenn ich das Spiel nicht schon seit Release bei mir hab' rumliegen, aber irgendwie kam ich nicht dazu, es zu spielen. Besser gesagt: Ich habe sofort angefangen und dann irgendwann aufgehört, weil es mich nicht so gereizt hat. Das lag wahrscheinlich an den Mini-Add-Ons, die ja dem Namen entsprechend etwas kurz ausfielen und wonach ich eigentlich nicht mehr sonderlich viel erwartet habe. Ich war quasi gesättigt. Wahrscheinlich ist es so gewesen wie mit einer guten Flasche Wein, jedenfalls so wie man es guten Flaschen Wein nachsagt: Man muss das Spiel nach dem Öffnen erst einmal etwas atmen lassen, dann entfaltet es sein ganzes Potential. Jedenfalls habe ich letzt wieder mal angefangen es zu spielen und kann überhaupt nicht mehr so recht verstehen, was mich daran gestört hat.

Awakening setzt ein paar Jahre nach dem Hauptspiel an und man spielt den Kommandanten der Wächter aus Orlais. Da befinden wir uns allerdings nicht, sondern wieder in Ferelden, in dem schönen Arltum Amaranthine, wo wir uns um Vigils Wacht kümmern sollen - eine Burg der Wächter. Als wir ankommen, wird diese aber grad von der Dunklen Brut überfallen, wer hätte damit gerechnet. Was nun aber eher überraschend kommt, ist dass einer der Brüte anfängt mit uns zu sprechen.
Reichlich irritiert bringt man ihn erst mal wieder zum Schweigen und erkundigt sich, was denn so passiert ist. Zwar ist die Verderbnis vorbei, aber trotzdem erscheint die Dunkle Brut gut organisiert und hat mal wieder nichts Tugendhaftes im Sinn. Doch zunächst müssen wir uns um Vigils Wacht kümmern, welche als unsere Einsatzzentrale fungieren wird. Um alles wieder in Ordnung zu bringen, streift man durch die Ländereien, besucht die Stadt Amaranthine und forscht auch ein bisschen nach. Ach ja: Man ist praktischerweise auch noch Arl der Ländereien und hat dementsprechend ein paar Privilegien, aber man muss sich auch um die Angelegenheiten der Adligen kümmern. Das bringt einen relativ witzigen Aspekt ins Spiel: Man streift los, erlebt Abenteuer, trifft neue Verbündete, erschlägt Darkspawn, kommt zurück und wird erst mal in die Halle geschliffen, wo man Entscheidungen über ein paar Etepetete-Dinge treffen muss, die man während der Reisen total vergessen hat. Ich hatte echt jedes mal diese "Ach ja..."-Gefühl.


Vom Kampfsystem her hat sich nichts getan, aber das war ja auch gut - dafür gibt es neue Spezialisierungen der Klassen und mehr Skills für alle. Meistens ist es ja so, dass solche Spezialisierungen, die nachträglich eingeführt wurden, nicht viel hermachen und nur der Neuerung wegen da sind, aber die Skills hier kann man getrost probieren und sich ein paar Builds dazu ausdenken. Der Maximallevel wurde auch noch mal angehoben, so dass man jetzt Level 30 erreichen kann, was sich auch bemerkbar macht: wenn man erst bei 25-26 angelangt ist, geht man schon gut ab, also noch mehr als sonst. Im Hauptspiel hat man, soweit ich weiß, nicht einfach mal so einen Drachen umgelegt, sondern hat sich da echt einen abgekämpft und musste sich Strategien überlegen. Schön schwer ist der Endkampf in Awakening aber trotzdem, sodass ich eine Handvoll Versuche brauchte, um ihn zu bestehen.

Achso - der eine Aspekt, der mich etwas gestört hat: Eines der neuen Talente ist Runenherstellung. Das mag jetzt super klingen und ist auch eigentlich ganz praktisch, weil man damit stärkere Runen bauen kann als man im Hauptspiel überhaupt besitzen konnte und es jetzt auch Runen für Rüstungen gibt, ABER: Man findet keine starken Runen mehr und kann auch kaum welche kaufen. Klar, ich hätte das skillen und mir selbst welche herstellen können, aber das hätte nicht in meinen Build gepasst - somit musste ich mit schwächlichen Runen auskommen... Aber dafür kann man sich vor starken magischen Gegenständen kaum retten, die das kompensieren. Das ist auch etwas, was stark auffällt, denn die Welt von Dragon Age war eigentlich ein Low-Magic-Environment, wo man sich bei "Alle Atribute +2"-Gegenständen schon dachte: "Ouh Krass!", aber vielleicht kommt das bei den Spielern ja besser an - man möchte ja auch möglichst mächtig sein bei solchen Spielen.


Ich muss sagen, dass ich das Spiel eigentlich jedem ans Herz legen kann, der Dragon Age: Origins mochte (auch wenn diejenigen es inzwischen alle haben sollten) denn wenn man da nicht mit der Einstellung rangeht, wie ich es getan habe, und jede Änderung erst mal als krampfhaft und vom Innovationszwang getrieben ansieht, wird man schnell erkennen, dass alles, was passiert und geändert wurde, besonders mit der fortschreitenden Story seine Berechtigung erhält und durchdacht ist. Wie ihr wisst bin ich ja Story-Fetischist und gegen Ende der Geschichte dachte ich mir ":3" - im Gegensatz zum Ende des Hauptspiels.

Auch Ihr - Jozu
Mhairi stirbt.
25.06.2010 | Jozu | In-Game
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