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Rage
Weil die Welt Shooter von Id braucht
Post-Apokalyptisches Ödland. Gesetzlose und Mutanten kämpfen um die Vorherrschaft auf geschundener Erde. Die Welt ist nunmehr nur ein bleicher Schatten ihrer selbst. Ein dunkles Fenster in die Zukunft. Dieses Szenario findet sich bereits heute auf (und manchmal auch vor) vielen Compterbildschirmen. Wastelands sind in! Trendsetter Fallout 3 hat die dystopische Zukunft wieder aus der Versenkung hervorgeholt. Es folgten großartige Titel, allen voran Borderlands. Jetzt möchte auch der Urvater des Ego-Shooters, Id Software, gehörig mitmischen. Das Ergebnis: Rage.

Die Geschichte ist grausig und ebenso simpel: Ein Asteroid hätte beinahe das Leben auf der Erde ausgelöscht. Doch wie es mit dem Unkraut Mensch so ist, hat dieser widerstandsfähige zweibeinige Organismus nicht das Handtuch geworfen, sondern kriecht wie der Phoenix aus der Asche seiner zertrümmerten Erde. Nehmt das, Dinosaurier! Aber Monsieur Hartnäckiger-Staubfresser ist nicht allein: mit den überlebenden Menschen erheben sich auch merkwürdige Mutanten, die um ihr Leben krüppeln kämpfen. Eigentlich wollten die Menschen nach ihrem Fast-Selbst-Genozid ja ihre Gesellschaft wieder aufbauen und nach ein paar Jahren so tun als sei nichts gewesen. Aber das klappt nicht so ganz. Man ist einfach viel zu sehr damit beschäftigt dem Mutantenproblem Herr zu werden! Das kennen wir ja schon aus X-Men. Als gewaltbereiter Überlebender gibt es für den Spieler allerhand zu tun.

Willkommen bei Rage. Die Optik kann sich sehen lassen!

Id Software hat das spannende Szenario in einer brandneuen Engine verpackt, die zu beeindrucken weiß. Man rühmt sich seitens der Entwickler damit, dass kein Hügelchen computer-generiert ist - alles wurde per Hand entworfen! Das Ergebnis ist kinnladenfallenlassend. Positiv fällt vor allem auf, dass die Außenareale strahlend und farbenfroh daher kommen. Seit der Unreal 3-Engine verbindet man Top-Grafik immer automatisch mit dunklen Gassen und Sepia-Grau. Dem schiebt Id einen Riegel vor und zeigt, dass man dunkle Gassen UND Sonnenschein sehr wohl mit derselben Engine generieren kann.

Die handgemachte, abwechslungsreiche Welt wird frei begehbar, aber nicht zu riesig sein. Dabei folgt das Spiel einem einfachen Prinzip: Man kann zwar überall hin, aber die Story gibt einem stets den richtigen Fingerzeig, welche Areale als nächstes interessant werden. Dennoch hat man die Freiheit vom Weg ab- und dem Jäger/Sammler-Instinkt nachzukommen. Wer das nicht zu Fuß machen möchte, kann hierzu auch auf Fahrzeuge zurückgreifen. Idee und Umsetzung sind verwechselnd ähnlich zu Borderlands, allerdings sieht die Steuerung irgendwie flüssiger aus.

Puuh, kein 08/15-Bethesda-Face!

In Sachen Gameplay scheint man auf actiongeladene Shooter-Elemente zu setzen, wobei nur leichte Rollenspiel-Nuancen durchschimmern. Die Welt ist sehr belebt und voller quasselnder Charaktere, aber man muss sich nicht mit großen Skilltrees plagen. Interessant wird allerdings das Waffensystem sein, welches einem verschiedene Munitionstypen und Engineer-Items an die Hand gibt. Ähnlich wie bei Bioshock kann man im Wasser stehende Feinde durch Elektroschocks ausschalten - nur dass man hier nicht mit Plasmiden ausgerüstet ist, sondern mit Schock-Munition. Die Waffenauswahl wird offenbar recht vielfältig ausfallen. So gibt es beispielsweise ferngesteuerte Autos, die man zwischen Feindmengen zum Explodieren bringen kann. Angeschossene Feinde werden zudem besonders auf ihre Verletzungen reagieren. Ein spezielles Dynamic-Pain-System soll dafür sorgen, dass die KI realistisch auf mit ihrend Wunden umgeht und sich etwa verletzte Gliedmaßen festhält. Beim Gegenschlag werden sie sich ebenso intelligent verhalten. Wenn sich in Rage Feinde durch die Umgebung bewegen, dann werden sie mit ihr interagieren. So halten sie sich an Rohren fest, um von dort aus Sprungkicks zu starten, oder aber sie hangeln sich an ihnen entlang, um seitlich oder von hinten anzugreifen. Hinterlistige Mutanten!

Die Screens mit dem vielen Blut habe ich lieber weggelassen. Aber das Spiel ist von Id, ihr könnt es euch also denken.

Mein erster Eindruck anhand der E3-Präsentationen ist äußerst positiv. Ich habe nur leider noch nichts zum Thema Ko-Op gehört. Dieses Spiel zusammen mit Freunden zu erleben, würde wohl das ein oder andere Borderlands-Revival verursachen und das wäre sicher nicht das Schlimmste. So oder so warte ich gespannt auf den Titel, der im November für Xbox 360, PS3, PC und sogar den Mac erscheinen soll! Nex
24.06.2010 | Nex | RAGE
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