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Nintendo 3DS
Im Trend der dritten Dimension
Zwei Bildschirme, Touchscreen, Mikrofon, Kamera. Und eine 3D-Projektionstechnik, die 3D-Effekte ohne eine zusätzliche Brille erzeugt. Nicht nur die Kinos sind wieder ins 3D-Geschäft eingestiegen, auch im Spielebereich möchte jetzt Nintendo diese Bereiche erkunden. Über die Zeiten mit Rot-Grün-Brillen sind wir allerdings weit hinaus. Doch was wissen wir eigentlich schon über den Nintendo DS-Nachfolger?

Es ist erst ein paar Monate her, dass der Nintendo DSi XL releaste - und er kam eigentlich als veraltetes Produkt zur Welt. In den geheimen Erfinderstübchen Nintendos hatten sich viele fleißige Wichtel bereits etwas neues, viel größere ausgedacht, den 3DS. Es ist der direkte Nachfolger des Nintendo DS(/i/XL) und wird auch mit allen DSi-Produkten abwärtskompatibel sein. Wie es aussieht ist der Name bereits fest. Einen einfacheren oder treffenden Produktnamen könnte ich mir eigentlich auch nicht vorstellen.

Heute nicht mehr mit Farbfilter aber nach demselben Prinzip: Stereoskopische 3D-Effekte

Die Kernidee ist es, die aus dem Kino bekannten 3D-Effekte nun auch auf Spiele zu übertragen und als Konsolenfeature zu integrieren. In einem herkömmlichen 3D-Kino wird dieser Effekt durch stereoskopische Tiefenhinweise erzeugt. Da unsere beiden Augen nicht auf demselben Fleck sitzen, sondern in einem gewissen Abstand, sehen sie nicht genau dasselbe. Die Bilder, die von beiden Augen ans Gehirn gesendet werden, sind nämlich leicht verschieden, entsprechend ihrer gering unterschiedlichen Sicht auf die Welt. Unser Gehirn vergleicht diese Bilder und kann anhand dessen den Eindruck von Tiefe konstruieren. Im Kino macht man sich diese Funktion zunutze, indem man zwei verschiedene Signale sendet: eines für das linke, das andere für das rechte Auge. Hierzu wird das Licht unterschiedlich polarisiert, eine entsprechende 3D-Brille dient dann als Filter. Es werden dann ein wenig versetzte Bilder an beide Augen gesendet, sodass ihr den Eindruck von Tiefe bekommt.

Spezielle Linsen im Display trennen die Signale für beide Augen

Da der 3DS keine zusätzliche 3D-Brille benötigt, funktioniert das Ganze hier etwas anders, aber nach demselben Prinzip: Beide Augen erhalten ein unterschiedliches Signal. Der Trick liegt hier allerdings darin, dass der Bildschirm des 3DS bereits so beschaffen ist, dass die verschiedenen Bilder direkt an eure Augen gesendet werden, separat für das linke und für das rechte. Diese Technik ist noch sehr neu und wurde erst kürzlich von Sharp vorgestellt. Vermutlich werden die Displays für den 3DS ebenfalls von Sharp produziert.

Interessant ist außerdem ein aktuelles Gerücht, das IGN in die Welt gesetzt hat. Dort ist zu lesen, dass der 3DS nach Angaben einiger Entwickler annähernd soviel Power haben soll wie eine PS3 bzw. Xbox 360. Vermutlich ist das einfach Bullshit, doch auf der anderen Seite könnte etwas Wahres dran sein. Man überlege einfach, dass die PSP schon etliche Jahre im Handel ist und fast die Grafik einer PS2 liefert. So wäre es durchaus plausibel, dass der 3DS zumindest die Grafik einer Wii oder mehr mitbringt! Schließlich ist die Wii kaum besser als eine PS2 - und was Sony vor Jahren konnte, kann Nintendo jetzt ja wohl auch! Der einzige Grund zum Zweifel: Wir reden hier von Nintendo. Die haben ja die letzten Jahre auch nicht so auf Power gesetzt. Also mal abwarten.

Experten rechnen damit, dass der 3DS bis zum März 2011 in Japan erscheint und ca. 200 US-Dollar kosten könnte. Und wer weiß, vielleicht gibt es bereits auf der E3 nächste Woche ein paar Neuigkeiten! Nex
07.06.2010 | Nex | Vorfreude
2 Kommentare
» Kommentare
Rian am 07.06.2010 um 22:25 Uhr
Ich mache mir stets Gedanken, wie man die Unterscheidung zwischen dem bisher üblichen 3D und dem "neuen" 3D-Sehen treffend benennen könnte. Ich habe mich (siehe Tag-Liste) erst einmal für "RL 3D" entschieden, weil es die Grenzen der "virtuellen Welt" überschreitet und ins "echte 3D" eindringt. Aber vollkommen keimfrei ist der Ausdruck auch nicht.
Nex am 08.06.2010 um 00:45 Uhr
Das finde ich auch problematisch bzw. gibt es dafür bisher keine Lösung. Wenn in einigen Artikeln davon die Rede ist, dass es jetzt emdlich auch Spiele in 3D gibt denke ich: Hä, die gibt es doch seit 20 Jahren.

Es gibt da keine Ausrucksweise die sich auf diese inhaltliche Trennung beziehen und das ist in so einem Fall echt ein Defizit. Eigentlich heißt es stereoskopische Tiefe, aber das ist zu lang und zu fachlich. "Stereo 3D" würd dem irgendwie nahe kommen, aber es weiß dann niemand was gemeint ist.

Real 3D/RL 3D geht schon fast ein bisschen weit, denke ich. Da stelle ich mir schon Hologramme und dergleichen vor!
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