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Ultimatives Ninja-Spiel?
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Da bereits Ninja Gaiden Black das ultimative Ninja-Spiel ist, kann man sich die Frage eigentlich sparen. Trotzdem wollen wir uns einmal das für die PS3 exklusive Naruto: Ultimate Ninja Storm von CyberConnect2 ansehen, denn es kann ja nicht sein, dass Dragonball immer die Nase vorne hat in Sachen Anime-Beater. Und da ich den Ninja-Anime und -Manga zumindest von Anfang bis ein paar dutzend Kapitel in Shippuuden rein verfolgt habe, prüfe ich das Spiel einmal auf Herz und Nieren!
Grund, warum dieser Titel überhaupt in unser Auge gefallen ist, ist folgender Trailer:
Der ist einfach nur... wow. Oder nicht? Das sieht doch genau so episch aus wie der Anime zu seinen besten Zeiten! Wenn jetzt noch das Spiel so wäre... Wow. Die gute Nachricht: Das ist es wirklich - wenn man die Sachen macht, die auch im Trailer gezeigt werden. Die schlechte: Die meiste Zeit macht man was anderes.
Aber erst einmal Grundsätzliches: Ultimate Ninja Storm ist ein Beater, der sich an der Dragonball Tenkaichi-Formel orientiert und zwei Ninjas plus ihren Support-Charakteren in eine dreidimensional begehbare Kampfarena steckt. Dies ist auch mehr oder weniger der Spaßkern des Spiels und der Grund, warum man es sich überhaupt geholt hat. Enttäuschungen sind hier auch kaum zu finden: Die Steuerung funktioniert sehr gut, trotz fehlender Lock-on-Funktion. Die Ge-, Chu-, San- und Jou-Nins bewegen sich flink über das Feld und haben alle ihre Stärken und Schwächen; besonders auffallend ist da der Puppen-Ninja Kankuro, der seinen unverletzlichen Holzkumpan vorschickt und selbst eigentlich gar nichts macht. Das Kampfsystem ist vielschichtig und gibt Raum für verschiedene Spieltechniken, wobei jeder Ninja auch noch ein eigenes Arsenal an Items gestiftet bekommt, das, klug eingesetzt, sehr wohl spielentscheidend sein kann.
Womit wir beim Sorgenkind des Titels wären. Der Missionsmodus wirkt in der ersten Spielstunde eigentlich noch ganz ordentlich: Man beginnt am Anfang der Chu-Nin-Prüfung und kann zwischen den einzelnen Missionen ganz Konoha frei betreten. Viel zu sehen oder entdecken gibt's da aber eigentlich nicht - ist man einmal alles abgelatscht, läuft man nur noch von einem leuchtenden Punkt, welcher ein einzusammelndes Missionsitem ist, zum nächsten auf der Karte, bis alles abgegrast ist. Dabei nervt die Steuerung ziemlich: Naruto muss, um an einige Tauschitems zu kommen, häufiger mal auf Dächer klettern. Dafür gibt es aber keine einwandfreie Methode, so dass der blonde Ninja von einer Marquise zur anderen hüpfen muss, wobei einem die langsame, schlechte Kamera häufiger mal den Blick versperrt. Lustigerweise kann Naruto in Minigames einfach so große Bäume hochlaufen.
Beginnt man dann seine ersten Missionen, wird man von einer schönen Abwechslungswelle getroffen: Erst wird gekämpft, dann hüpft man unter Zeitdruck in einem Minispiel durch Wälder, danach trainiert man sein Chakra, indem Naruto Baumriesen hochlatscht, danach kommen Suchspiele in Konoha--- so könnte es weitergehen! Tut es auch. Genau so. Für den Rest des Spiels. Spätestens nach ein paar Stunden habe ich nach jeder Story-Mission eigentlich nur noch geseufzt, wenn ich wieder nicht genug Punkte hatte, um die nächste Story-Mission zu beginnen, denn dann musste ich wieder irgendwelche Nebenmissionen abschließen, was einfach nichts bringt außer einer Spielzeitverlängerung, woran nicht zuletzt die unerträglich langen Ladezeiten schuld sind. Aber man will ja alle Charaktere haben, also nimmt man die Arbeit auf sich, um in der Story voran zu kommen! Leider wird man nicht mal dort sonderlich belohnt, denn die gesamte Geschichte wird in mickrigen Texten zusammengefasst und dann meistens noch falsch, indem man Kämpfe gewinnt, die man in der Geschichte eigentlich hätte verlieren sollen - und dann hinterher einfach gesagt wird, man hätte doch tatsächlich verloren. Trotz der tollen Grafikengine, die einen wirklich von den Socken haut, gibt es hier kaum animierte Sequenzen, die einen das Leben versüßen.
Goldene Ausnahme der Regel sind die riesigen Kämpfe, wo man etwa gegen die gigantische Kröte Gamabunta oder den Sanddämonen in Gaara antritt: Nicht nur werden diese Kämpfe sehr stilvoll eingeleitet, sondern den Abschluss stellt immer ein pervers gut aussehendes Quicktime-Event, das perfekt zeigt, warum es Leute gibt, die auf diese Serie stehen. Aber das ist zu wenig, viel zu wenig.
Letztendlich entpuppt sich Naruto: Ultimate Ninja Storm mit seinen popeligen zwei Spielmodi mehr oder weniger als Blender: hervorragender Gameplay-Kern mit grandioser Grafikengine, aber kaum Substanz, um den Fan auch bei der Stange zu halten. Im Grunde haben wir es hier wohl eher mit so etwas wie einer Techdemo zu tun: Grafik wurde eigens für dieses Spiel entwickelt und es ist wohl auch die meiste Zeit dort hinein geflossen, aber nur damit kriegt man ja kein Geld in die Kasse, also musste CyberConnect2 noch irgendwie ein Spiel drum basteln und ins Regal stellen.
Ich würde dieses Spiel wegen der Monotonie, den langen Ladezeiten und der schrecklich versimpelten Story nur eingefleischten Fans der Serie empfehlen. Immerhin gibt es die Wahl zwischen amerikanischen und japanischen Originalsprechern, so dass Anime-Nerds ihrem O-Ton-Nerdgasm fröhnen können. Ansonsten bin ich gespannt auf den zweiten Teil, der auch für 360 kommen und den Shippuuden-Teil des Manga anreißen wird - die Engine steht ja, vielleicht haben die Entwickler nun mehr Zeit, sich auch um den Rest zu kümmern. Das Potenzial zum herausragenden Spiel ist schließlich da. Rian
Grund, warum dieser Titel überhaupt in unser Auge gefallen ist, ist folgender Trailer:
Der ist einfach nur... wow. Oder nicht? Das sieht doch genau so episch aus wie der Anime zu seinen besten Zeiten! Wenn jetzt noch das Spiel so wäre... Wow. Die gute Nachricht: Das ist es wirklich - wenn man die Sachen macht, die auch im Trailer gezeigt werden. Die schlechte: Die meiste Zeit macht man was anderes.
Aber erst einmal Grundsätzliches: Ultimate Ninja Storm ist ein Beater, der sich an der Dragonball Tenkaichi-Formel orientiert und zwei Ninjas plus ihren Support-Charakteren in eine dreidimensional begehbare Kampfarena steckt. Dies ist auch mehr oder weniger der Spaßkern des Spiels und der Grund, warum man es sich überhaupt geholt hat. Enttäuschungen sind hier auch kaum zu finden: Die Steuerung funktioniert sehr gut, trotz fehlender Lock-on-Funktion. Die Ge-, Chu-, San- und Jou-Nins bewegen sich flink über das Feld und haben alle ihre Stärken und Schwächen; besonders auffallend ist da der Puppen-Ninja Kankuro, der seinen unverletzlichen Holzkumpan vorschickt und selbst eigentlich gar nichts macht. Das Kampfsystem ist vielschichtig und gibt Raum für verschiedene Spieltechniken, wobei jeder Ninja auch noch ein eigenes Arsenal an Items gestiftet bekommt, das, klug eingesetzt, sehr wohl spielentscheidend sein kann.

Unterschied zwischen CGI und Anime? Schwierig.
Die meisten Ninjas sind am Start, doch einige Substream-Charaktere fehlen leider oder sind nur als support da, unter anderem: 1st Hokage, 2nd Hokage, Anko, Kurenai, Asuma, sämtliche Sound-Ninjas, Zabuza, Haku. 1st Hokage gibt's allerdings als DLC.
]Aber wenn man eine Anime-Beater-Umsetzung zocken möchte, dann kümmert einen natürlich nur eine Sache: Die Finisher. Und hier trifft man im Kampfsystem auf ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind die ultimativen Jutsu aller zwanzig Charaktere extrem aufwendig gestaltet, hochgradig filmreif und awesome bis ewig, andererseits hat nun mal jeder Charakter pro Modus (Naruto kann natürlich durchdrehen, Hinata und Neji können ihre Byakugan-Augen aktivieren) nur einen einzigen ultimativen Angriff und da deren Ausführung sehr, sehr einfach ist, fällt es schwer, nicht die ganze Zeit Finisher zu spammen - was dazu führt, dass man die Teile dauernd sieht. Gnadenlos übervorteilt sind hier gelernte Buttonmasher, denn jeder, der durch ein Ultimate Jutsu angegriffen wird, kann es durch boxen der angezeigten Tasten abwehren, wenn man denn schneller ist als der Angreifer. Im Kampf gegen einen menschlichen, gleichwertigen Gegner ist das dann noch ganz erträglich (auch wenn die Initialisierungseichweiten dieser Angriffe pro Charakter vollkommen unausbalanciert ist), im Missionsmodus bekommt man allerdings nach ein paar Stunden einen riesigen Brechanfall, wenn man Narutos tolle Ninjahandbuch-Attacke zum fünfhundertsten Mal sieht.

Natürlich darf Narutos Signaturmanöver nicht fehlen.
Womit wir beim Sorgenkind des Titels wären. Der Missionsmodus wirkt in der ersten Spielstunde eigentlich noch ganz ordentlich: Man beginnt am Anfang der Chu-Nin-Prüfung und kann zwischen den einzelnen Missionen ganz Konoha frei betreten. Viel zu sehen oder entdecken gibt's da aber eigentlich nicht - ist man einmal alles abgelatscht, läuft man nur noch von einem leuchtenden Punkt, welcher ein einzusammelndes Missionsitem ist, zum nächsten auf der Karte, bis alles abgegrast ist. Dabei nervt die Steuerung ziemlich: Naruto muss, um an einige Tauschitems zu kommen, häufiger mal auf Dächer klettern. Dafür gibt es aber keine einwandfreie Methode, so dass der blonde Ninja von einer Marquise zur anderen hüpfen muss, wobei einem die langsame, schlechte Kamera häufiger mal den Blick versperrt. Lustigerweise kann Naruto in Minigames einfach so große Bäume hochlaufen.

Konoha: Im Anime wie im Spiel ein langweiliges Dörfchen.
Beginnt man dann seine ersten Missionen, wird man von einer schönen Abwechslungswelle getroffen: Erst wird gekämpft, dann hüpft man unter Zeitdruck in einem Minispiel durch Wälder, danach trainiert man sein Chakra, indem Naruto Baumriesen hochlatscht, danach kommen Suchspiele in Konoha--- so könnte es weitergehen! Tut es auch. Genau so. Für den Rest des Spiels. Spätestens nach ein paar Stunden habe ich nach jeder Story-Mission eigentlich nur noch geseufzt, wenn ich wieder nicht genug Punkte hatte, um die nächste Story-Mission zu beginnen, denn dann musste ich wieder irgendwelche Nebenmissionen abschließen, was einfach nichts bringt außer einer Spielzeitverlängerung, woran nicht zuletzt die unerträglich langen Ladezeiten schuld sind. Aber man will ja alle Charaktere haben, also nimmt man die Arbeit auf sich, um in der Story voran zu kommen! Leider wird man nicht mal dort sonderlich belohnt, denn die gesamte Geschichte wird in mickrigen Texten zusammengefasst und dann meistens noch falsch, indem man Kämpfe gewinnt, die man in der Geschichte eigentlich hätte verlieren sollen - und dann hinterher einfach gesagt wird, man hätte doch tatsächlich verloren. Trotz der tollen Grafikengine, die einen wirklich von den Socken haut, gibt es hier kaum animierte Sequenzen, die einen das Leben versüßen.

Auch der weltklügste Faulpelz mischt ordentlich mit.
Goldene Ausnahme der Regel sind die riesigen Kämpfe, wo man etwa gegen die gigantische Kröte Gamabunta oder den Sanddämonen in Gaara antritt: Nicht nur werden diese Kämpfe sehr stilvoll eingeleitet, sondern den Abschluss stellt immer ein pervers gut aussehendes Quicktime-Event, das perfekt zeigt, warum es Leute gibt, die auf diese Serie stehen. Aber das ist zu wenig, viel zu wenig.
Letztendlich entpuppt sich Naruto: Ultimate Ninja Storm mit seinen popeligen zwei Spielmodi mehr oder weniger als Blender: hervorragender Gameplay-Kern mit grandioser Grafikengine, aber kaum Substanz, um den Fan auch bei der Stange zu halten. Im Grunde haben wir es hier wohl eher mit so etwas wie einer Techdemo zu tun: Grafik wurde eigens für dieses Spiel entwickelt und es ist wohl auch die meiste Zeit dort hinein geflossen, aber nur damit kriegt man ja kein Geld in die Kasse, also musste CyberConnect2 noch irgendwie ein Spiel drum basteln und ins Regal stellen.
Ich würde dieses Spiel wegen der Monotonie, den langen Ladezeiten und der schrecklich versimpelten Story nur eingefleischten Fans der Serie empfehlen. Immerhin gibt es die Wahl zwischen amerikanischen und japanischen Originalsprechern, so dass Anime-Nerds ihrem O-Ton-Nerdgasm fröhnen können. Ansonsten bin ich gespannt auf den zweiten Teil, der auch für 360 kommen und den Shippuuden-Teil des Manga anreißen wird - die Engine steht ja, vielleicht haben die Entwickler nun mehr Zeit, sich auch um den Rest zu kümmern. Das Potenzial zum herausragenden Spiel ist schließlich da. Rian
Bibabiest am 06.06.2010 um 14:38 Uhr
Wenn man nicht mit Zabuza spielen kann, ist das eh doof. Pah.




