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Real Kanojo
...wo ihr euch selbst mit der Webcam zuschaut
Noch immer bestehen 90% der neuerscheinenden Hentai-Spiele aus ewigen Textwüsten, gepaart mit gelegentlichen Belohnungsbildchen, die einen animieren sollen - nachdem man fünf Stunden wie ein besessener Shoot 'Em Up-Spieler auf die Maustaste geklickt hat - weitere zehn Stunden für das nächste Bild zu investieren. Illusion gehört dabei zu den wenigen Herstellern, die 1. auf 3D-Darstellung setzen und 2. einem keine so großen Steine in den Weg legen; bei ihnen stellt sich der Spielspaß nämlich meist schon wenige Klicks nach Start ein. Allerdings sahen die meisten Illusion-Spiele bisher eher aus wie etwas, was für die PS2 zur Jahrtausendwende erschienen wäre. Doch mit Real Kanojo (übersetzt: Real Girlfriend) ist nun ein Titel erschienen, der grafisch auf jeden Fall in der derzeitigen Generation angekommen ist - und da wir uns auch keineswegs vor den kurioseren Genres drücken wollen, habe ich mir das Spiel einmal angesehen.


Am Anfang werdet ihr gleich vor die Wahl gestellt, welches Mädchen ihr denn wollt. Ai (mit riesiger Oberweite), Aya (mit noch größerer Oberweite) oder Kaori (die Teile können wirklich SO groß werden!?). Doch egal für welche Körbchengröße ihr euch im Endeffekt entscheidet, der Spielablauf ist ähnlich: ihr findet euch irgendwo alleine mit dem gewählten Mädchen wieder und seht mehrere Zwischensequenzen, in denen sie sich mehr oder weniger lasziv streckt und reckt. Gelegentlich dürft ihr aber selbst "Hand anlegen" und ein bisschen "rumfummeln" -- in ihrem Gesicht beispielsweise. In die Wangen kneifen, an der Nase ziehen oder genüsslich popeln, das alles ermöglicht euch Real Kanojo!

Zwischendurch stellt euch euer Weibchen auch die ein oder andere Ja/Nein-Frage. Da fällt ihr beispielsweise etwas herunter und ihr werdet gefragt, ob ihr es denn nicht für sie aufheben könntet. Der echte Gentleman stimmt natürlich zu, bückt sich und plötzlich schweifen die Augen nach oben ab, denn SIE trägt ja nur einen SO kurzen Rock *wild gestikulier* und plötzlich sind die Hände nicht mehr dort, wo sie hingehören. Solche Grabschszenen sind allerdings meistens getimed und dienen vor allem der Erspielung von Herzen, die man später, wenn es richtig zur Sache geht, eintauschen kann.


Nach dem ein oder anderen Ortschaftswechsel kommt es zum wohl unabwendbaren Schluss: der Hentai-Szene. Neben der Möglichkeit zu Grabschen kann man hier auch noch intimer werden. Entweder indem man das Mädchen die Arbeit machen lässt (aber nur für Herzen) oder indem man selbst das Ruder in die Hand nimmt. Das Gameplay unterscheidet sich allerdings nicht wirklich von anderen Titeln ähnlichen Schlags. Mit dem Mausrad wird die Geschwindigkeit gesteuert, gelegentlich aufploppende Icons ermöglichen es Positionen zu wechseln oder den Spaß zu beenden. Insgesamt gibt es für jedes der drei Mädchen jeweils vier mögliche Enden, die aber alle in unter 20 Minuten zu erreichen sind. Dementsprechend gering ist daher auch der Wiederspielwert.

Falls euer PC nicht genug Power hat...

Die Grafik ist dabei wirklich gelungen und das Spiel könnte auch so für eine Next-Gen-Konsole erscheinen. Oder eben nicht so, aber halt so ähnlich. Die Gesichter sind hübsch animiert, die Lichteffekte nett anzusehen und vor allem, dass man sich gegen einen Anime-Stil und für einen etwas realistischeren Look entschieden hat, kommt dem Spiel sehr zugute und kann mit der Engine auch ordentlich realisiert werden -- vorausgesetzt euer Computer hat die nötige Power, denn Real Kanojo hat einen nicht zu unterschätzenden Hardwarehunger.


Auch ein paar zusätzliche Spielereien hat Real Kanojo in petto: Es gibt die Möglichkeit, eine 3D-Brille bei dem Spiel zu benutzen, eine von den guten alten rot/blau-Brillen. Außerdem kann man zwei Mäuse anschließen und dann bei Fummelszenen beide Arme gleichzeitig benutzen -- hier haben die Entwickler wohl nicht wirklich an die Kundschaft gedacht. Schlussendlich kann man aber auch eine angeschlossene Webcam benutzen. Dann werden Ja/Nein-Fragen eben mit einem Nicken oder Kopfschütteln beantwortet statt mit einer Mausgeste. Hier muss man aber warnen: auch wenn unser Bild oben ein hübsches Mädchen anzeigt, wenn ihr das Spiel benutzt, wird dieses Mädchen NICHT im Webcam-Fenster erscheinen. Stattdessen könnt ihr euch eher auf den Anblick von jemandem, der Jon Lajois Freund Steve zum verwechseln ähnlich sieht, gefasst machen.

Leider mangelt es Real Kanojo an der Substanz. Das Spiel ist ein simpler Grafikblender, der spätestens, wenn man die spielerischen Komponenten genauer unter die Lupe nimmt einige grobe Mängel vorzuweisen hat. Als Snack für Zwischendurch ist das Teil sicher dem ein oder anderen Hentai-Fan genug, aber die geringe Auswahl und Abwechslung, auch im Vergleich zu anderen Illusion-Titeln, dürfte den Großteil enttäuschen. Evil
» Kommentare
Undead am 02.06.2010 um 19:41 Uhr
Dual Mouse Support ist dumm, keine Hand zum fappen frei. :3
Dreed am 02.06.2010 um 20:43 Uhr
...ok...ich wusste das die japaner etwas komisch sind...aber das es sowas gibt...nja...aber HEY warum net ;-)
Bibabiest am 02.06.2010 um 20:58 Uhr
Hauptsache, man kann seiner virtuellen Busenkönigin in der Nase popeln :D
Nex am 02.06.2010 um 21:06 Uhr
Popel, Popel in der Nase,
Pustekuchen, Osterhase.
Quis am 03.06.2010 um 15:08 Uhr
Waruuuuuuuum...
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