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Rotkäppchen und die bösen Wölfe
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The Path entstammt den Künstlerhirnen hinter Tale of Tales, die ihr kleines Entwicklerstudio als Kunst-Projekt ins Leben gerufen haben. Künstlerisch ist auch die Herangehensweise bei The Path. Hier versteckt sich hinter vielen Grafikfiltern und bedrückender Musik ein uraltes Märchen: Rotkäppchen.
Der Spieler hat zu Anfang die Wahl zwischen sechs Schwestern im Alter von 9 bis 19 Jahren. Allesamt Rot-Schwarz gekleidet, sollen die jungen Damen samt Körbchen rasch zur Großmutter! Der Spieler erhält dabei die wichtige Anweisung "Verlasse niemals den Pfad!" Hält man sich diesen Rat des Spiels, so gelangt man nach kurzer Zeit bereits an das Haus der Großmutter. Man betritt es, alles ist unspektakulär, der Endbildschirm läuft ab: Fail. Man hat in der Tat verloren! Was man wirklich machen soll? Rebellion! Auflehnung gegen die einzige Regel im Spiel! Die Devise lautet: Der Weg ist nicht das Ziel.
Man begibt sich fortan also in den Wald! Viel gibt es erstmal nicht zu entdecken. Vielmehr irrt man durch die Büsche und zwischen den Bäumen durch ein gefühltes Nirgendwo. Dabei lenken hier und da erscheinende Farbkleckse und Pfotenabdrücke auf dem Display immer mal wieder vom Geschehen ab. Zudem verändern sich Musik, Helligkeit und Perspektive, wenn man sich schnell durch den Wald bewegt von hell und einigermaßen normal zu dunkel und bedrohlich.
Wer erst einmal vom Pfad ab ist, kann auf normalem Wege nicht wieder zurückgelangen, sondern bewegt sich im riesigen Wald nur im Kreis. Und wenn man lange genug herumläuft, findet man irgendwann auch Dinge. Verschiedene Objekte, die Erinnerungen in den Mädchen hervorrufen. Aber nicht jedes Objekt bei jedem Mädchen! Es gibt Orte und Items, die nur bei bestimmten Figuren etwas auslösen, bei anderen nicht. Außerdem lauert in den Tiefen des Waldes noch eine dunkle Kreatur: Der Wolf.
Jedes Mädchen hat ihren Wolf. Für jedes der Rotkappen gibt es einen bestimmten Ort, an dem ein jeweils anderer Schurke zu finden ist. Für die eine ist es ein junger Mann, für ein anderes Mädchen sogar ein Werwolf! Der fiese Kojote nimmt die verschiedensten Formen an. Die Begegnung mit dem Wolf wird in einem kurzen Video gezeigt und endet jeweils mit schwarzen Bildschirmen. Danach findet man sich im Regen vorm Haus der Großmutter wieder. Jetzt beginnt der Horror für unsere unartigen Protagonistinnen!
Zuerst ist man gezwungen das Haus der Großmutter elend langsam zu erreichen. Es dauert etwa drei Minuten, obwohl man nur wenige Meter zurücklegen muss. Die düstere Stimmung wird vom Inneren des Hauses allerdings noch übertroffen. Je nachdem welche und wieviele Items man gefunden und mit welchem Mädchen man spielte, sieht das Haus der Großmutter anders aus, bekommt neue Räume und wird umso befremdlicher. Der Spieler wird nun in die Ego-Perspektive versetzt und ist gezwungen, jeden Schritt durch Druck auf die Bewegungstaste einzeln zu tun. Aber ihr könnt tun was ihr wollt, es endet letztlich mit dem Tod des Mädchens. Der Endbildschirm belohnt all dies mit einem Success und das Spiel ist vorbei. Um es allerdings vollständig durchzuspielen, muss man mit jedem der Mädchen soweit kommen.
The Path ist etwas, das kein Spiel ist. Ein Nichtspiel. Das ewige Irren durch den Wald ist ziemlich anstrengend, zumal man an wichtigen Orten nicht rennen kann, sondern gehen muss. Es gibt auch keine Rätsel oder Kämpfe. Einfach nur den Weg. Oder nicht den Weg. Und den Wolf und das Ziel und den Tod. Zur Erinnerung: Es ist ja auch aus einem Kunst-Projekt entstanden. Kunst ist es sicher, aber ein gutes Spiel deshalb noch lange nicht. Es ist eine interessante Idee und der Spieler hat auch einen gewissen Anreiz alle Wölfe und Enden zu sehen. Das Gameplay dazwischen ist allerdings eher anstrengend. Mein Fazit: Gratis wär's okay. Wenn ihr etwas Survival-Horror wollt, dann greift lieber zu Silent Hill oder Resi. Wer trotzdem neugierig ist, der gehe zur Entwicklerseite. Nex
Der Spieler hat zu Anfang die Wahl zwischen sechs Schwestern im Alter von 9 bis 19 Jahren. Allesamt Rot-Schwarz gekleidet, sollen die jungen Damen samt Körbchen rasch zur Großmutter! Der Spieler erhält dabei die wichtige Anweisung "Verlasse niemals den Pfad!" Hält man sich diesen Rat des Spiels, so gelangt man nach kurzer Zeit bereits an das Haus der Großmutter. Man betritt es, alles ist unspektakulär, der Endbildschirm läuft ab: Fail. Man hat in der Tat verloren! Was man wirklich machen soll? Rebellion! Auflehnung gegen die einzige Regel im Spiel! Die Devise lautet: Der Weg ist nicht das Ziel.

Eines der sechs Mädchen - Rotkäppchen als Gothic-Teenie.
Man begibt sich fortan also in den Wald! Viel gibt es erstmal nicht zu entdecken. Vielmehr irrt man durch die Büsche und zwischen den Bäumen durch ein gefühltes Nirgendwo. Dabei lenken hier und da erscheinende Farbkleckse und Pfotenabdrücke auf dem Display immer mal wieder vom Geschehen ab. Zudem verändern sich Musik, Helligkeit und Perspektive, wenn man sich schnell durch den Wald bewegt von hell und einigermaßen normal zu dunkel und bedrohlich.
Wer erst einmal vom Pfad ab ist, kann auf normalem Wege nicht wieder zurückgelangen, sondern bewegt sich im riesigen Wald nur im Kreis. Und wenn man lange genug herumläuft, findet man irgendwann auch Dinge. Verschiedene Objekte, die Erinnerungen in den Mädchen hervorrufen. Aber nicht jedes Objekt bei jedem Mädchen! Es gibt Orte und Items, die nur bei bestimmten Figuren etwas auslösen, bei anderen nicht. Außerdem lauert in den Tiefen des Waldes noch eine dunkle Kreatur: Der Wolf.

Jedes Mädchen hat ihren Wolf. Für jedes der Rotkappen gibt es einen bestimmten Ort, an dem ein jeweils anderer Schurke zu finden ist. Für die eine ist es ein junger Mann, für ein anderes Mädchen sogar ein Werwolf! Der fiese Kojote nimmt die verschiedensten Formen an. Die Begegnung mit dem Wolf wird in einem kurzen Video gezeigt und endet jeweils mit schwarzen Bildschirmen. Danach findet man sich im Regen vorm Haus der Großmutter wieder. Jetzt beginnt der Horror für unsere unartigen Protagonistinnen!

Der Weg zur Großmutter ist lang und hart.
Zuerst ist man gezwungen das Haus der Großmutter elend langsam zu erreichen. Es dauert etwa drei Minuten, obwohl man nur wenige Meter zurücklegen muss. Die düstere Stimmung wird vom Inneren des Hauses allerdings noch übertroffen. Je nachdem welche und wieviele Items man gefunden und mit welchem Mädchen man spielte, sieht das Haus der Großmutter anders aus, bekommt neue Räume und wird umso befremdlicher. Der Spieler wird nun in die Ego-Perspektive versetzt und ist gezwungen, jeden Schritt durch Druck auf die Bewegungstaste einzeln zu tun. Aber ihr könnt tun was ihr wollt, es endet letztlich mit dem Tod des Mädchens. Der Endbildschirm belohnt all dies mit einem Success und das Spiel ist vorbei. Um es allerdings vollständig durchzuspielen, muss man mit jedem der Mädchen soweit kommen.
The Path ist etwas, das kein Spiel ist. Ein Nichtspiel. Das ewige Irren durch den Wald ist ziemlich anstrengend, zumal man an wichtigen Orten nicht rennen kann, sondern gehen muss. Es gibt auch keine Rätsel oder Kämpfe. Einfach nur den Weg. Oder nicht den Weg. Und den Wolf und das Ziel und den Tod. Zur Erinnerung: Es ist ja auch aus einem Kunst-Projekt entstanden. Kunst ist es sicher, aber ein gutes Spiel deshalb noch lange nicht. Es ist eine interessante Idee und der Spieler hat auch einen gewissen Anreiz alle Wölfe und Enden zu sehen. Das Gameplay dazwischen ist allerdings eher anstrengend. Mein Fazit: Gratis wär's okay. Wenn ihr etwas Survival-Horror wollt, dann greift lieber zu Silent Hill oder Resi. Wer trotzdem neugierig ist, der gehe zur Entwicklerseite. Nex
03.06.2010 | Nex | Nichtspiel
Damien am 03.06.2010 um 19:15 Uhr
Man kann auch noch Blümchen sammeln, allerdings ohne Zweck. Aber was ist in diesem Spiel überhaupt zweckmäßig? Ein sehr interessanter Aspekt, da man als geübter Spieler praktisch darauf konditioniert ist, dass irgendwie alles zielführend ist oder einen belohnenden Charakter hat. Das Spielprinzip widerspricht im Grunde jeglichen Gameplay-Mechaniken, die die eigentliche Motivation erzeugen, ein Spiel überhaupt zu spielen. Besonders deutlich wird das eben an der Tatsache, dass der Tot der Protagonisten letztlich unumgänglich ist.




