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Game Center CX
Video Game Nerd auf Japanisch
Wenn man nicht gerade was zockt, welcher Beschäftigung kann man denn am Besten nachgehen? Na klar, anderen Leuten beim Zocken zuschauen! Neben vielen, meiner Meinung nach genialen Webserien wie den Angry Video Game Nerd hat es mir in letzter Zeit vor allem eine japanische Zocksendung angetan: Game Center CX.

Da Game Center CX eine "richtige" Serie ist, die auch im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wird, haben wir es hier natürlich mit einem etwas anderen Niveau als bei den Internetproduktionen zu tun. Neben dem Mangel wilder Schimpftiraden und Mädchen, die ihr Geschäft genüsslich auf Betten verrichten, heißt das vor Allem, dass das Budget höher ist und man dadurch mehr Möglichkeiten hat, die Sendung zu gestalten.


Der Kern einer jeden Episode stellt dabei eine an Arino, den Hauptakteur, gestellte Herausforderung. Meistens muss er sich an alte Retro-Titel wagen und soll gewisse Aufgaben bewältigen. Das geht von dem Vernichten eines bestimmten Gegners auf eine spezielle Art und Weise, um einen deftigen Punktebonus abzusahnen, bis hin zum Durchzocken eines harten Titels. Doch nicht nur alte Kamellen werden präsentiert, gelegentlich spielt Arino auch mal neuere Spiele -- beispielsweise Steel Battalion.

Übercool: Die meiste Musik, die in Game Center CX im Hintergrund läuft, stammt aus dem Dreamcast Klassiker Headhunter. Einer der besten Spielesoundtracks aller Zeiten, komponiert vom Großmeister Richard Jacques. Reinhören und lieben!
Dabei muss man erwähnen, dass Arino das nicht ganz so eng sieht, dass die Herausforderungen an ihn gerichtet sind. Heißt es beispielsweise, dass er ein Spiel "durchspielen" soll, überlässt er gerne seinen "AD"s, Assisstenten, das Gamepad -- bis kurz vor Schluss, nur um es dann zurückzufordern und sich für seine Leistung feiern zu lassen. Und wenn es hart auf hart kommt, werden ganz spezielle Gäste eingeladen. Das können Entwickler sein, besonders gewandte Zockerikonen, wie beispielsweise Takahashi Meijin, der König der Buttonmasher mit sechzehn Knopfdrücken pro Sekunde, oder auch mal eine Zuschauerfamilie. Und auch Cheats wie der Konami-Code oder irgendwelche Spielberater zieht Arino sehr gerne zu Rate. Die Interaktionen mit Gästen und Assisstenten sowie Arinos meist sehr witzige Kommentare machen diese Zocksegemente dabei zu einem sehr unterhaltsamen Paket.


Während sich die Challenges wie ein roter Pfaden durch die Folgen ziehen, gibt es einige weitere Show-Elemente. So besucht Arino oft Gamecenter in verschiedenen japanischen Provinzen, um allerlei Spielautomaten anzuspielen. Das reicht von alten Arcadeklassikern wie bis hin zu verschiedenen Pachinko-Variationen.
Ein anderer Teil stellt ältere Spieltitel in kurzen Videoeinblendungen vor, meist konzentriert auf einen bestimmten Publisher. Und Arino scheut sich auch nicht gelegentlich Besuche bei den alten Entwicklerhasen der 80er oder dem ein oder anderen Normalsterblichen, beispielsweise einem Typen, der alle NES-Cartridges besitzt, zu machen. Ansonten variieren die Inhalte allerdings von Staffel zu Staffel. Jedes Jahr gibt es meist den ein oder anderen neuen.

Ich kann diese Sendung wirklich jedem, der an 8-Bit und 16-Bit interessiert ist, wärmstens ans Herz legen. Zur Zeit müsst ihr euch noch mit YouTube-Videos abhelfen, allerdings gibt es schon Pläne, die DVDs mit Untertiteln auch außerhalb Japans zu verkaufen! Evil
13.05.2010 | Evil | Nippon
1 Kommentar
» Kommentare
Undead am 13.05.2010 um 12:55 Uhr
Freut mich, dass ich dir ein Thema zuwerfen konnte... :D

Hast du einen YouTube-Channel gefunden, der einen Großteil der Folgen hat?
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