Sorcery Gewinnspiel!
DPad-Sicherheitstipps
Heute: Mein Haus, das Labyrinth
Videospiele sind mehr als nur virtuelle Welten, in die es abzutauchen heißt: man kann auch von ihnen lernen! Wie man sein eigenes Haus sicherer gestaltet etwa. Da gibt's so eine große Zahl an Möglichkeiten, dass ich mich auf die prominenteren Vertreter und Beispiele beschränken möchte, um Ihnen zu zeigen, wie niemand mehr Ihre Wertgegenstände entfernt - abgesehen von erstklassig trainierten Helden-Charakteren.

Die Tür
Wenn man an eine Sicherheitslücke denkt, dann denkt man an Türen, schließlich sind diese der übliche Zugang zu einem Raum oder einem Gebäude. Türen lassen berechtigte Personen durch und halten das Gesindel draußen. Dabei ist aber wirklich immer zu beachten, dass Tür und Schloss von selber Qualität sind. Wie man's nicht macht zeigt uns etwa Mass Effect:
Da befinden wir uns schon in der Zukunft und haben nahezu unzerstörbare Türen an jeder Wohneinheit und dann lassen sich die Teile mit einem einfachen Simon-Spiel öffnen! Und selbst gegen blinde Personen oder Alzheimer-Patienten ist der Mechanismus kein effizienter Schutz, denn ein bisschen Allzweck-Gel draufgeschmiert und man kriegt jeden Verschluss locker auf. Da kann man ja gleich ein Loch in die Wand schlagen und einen hellroten Neonpfeil auf die Öffnung zeigen lassen.

Einbruchssicher? Eher nicht.

Wie sieht dagegen ein richtiges Sicherheitssystem aus? Resident Evil ist da natürlich der absolute Vorreiter in Sachen Home Security:
Jede Tür jedes Raumes ist verschlossen, mindestens aus stabilem Eichenholz und mit einem anderen Schloss versehen. Nicht nur das, die Schlüssel zu diesen Schlössern sind ausgefeilte Gegenstände wie Embleme, Schwerter, Steine oder Figuren, wenn sie mal nicht nur einfach benutzbare Schlüsselkarten sind. Tipp von mir an Sie: Die Gegenstände sind tarnfähig und daher prima im gesamten Anwesen zu verteilen. Dies entlastet auch den Schlüsselbund.


Eine andere Möglichkeit bieten versteckte Hebel zum Durchgang-Öffnen - dies hat allerdings einen etwas mittelalterlichen Touch und passt nicht unbedingt in jedes Appartment, jedoch lassen sich so hervorragend Geheimwände öffnen. Ich persönlich würde bei der Schlüssel-Methode bleiben, da es mir erfahrungsgemäß immer zu wuselig ist, mich durch gigantische Schalter-Kaskaden durchzukämpfen.

Das Interieur
Sollte es einem miesen Einbrecher doch einmal gelungen sein, sich ins traute Heim zu schmuggeln, dann muss die Einrichtung selbst zu einem unüberwindlichen Hindernis werden. Ein besonders gutes Beispiel ist da Tomb Raider:
Wenn ein zu untersuchendes Haus seine Schalter zum Öffnen von Türen (siehe vorigen Punkt) gerade so versteckt, dass nur eine durchtrainierte Person, die Sprünge von zwei Metern Höhe rückwärts aus dem Stand schafft, dann ist jeder Otto-Normal-Dieb vollkommen aufgeschmissen. Da hilft höchstens noch ein Enterhaken, aber wenn ein Einbrecher so einen mitnimmt, hat er ohnehin gewonnen.
Eine andere Möglichkeit wäre es, die durch TR so bekannt gemachten Azteken-Ruinen ins eigene Haus zu übernehmen. Dabei spreche ich natürlich nicht vom Look, sondern von den cleveren Pneumatik-Mechanismen, riesigen Zahnrädern und zehn Meter weiten Sprüngen, die hingelegt werden müssen, um ans Ziel zu kommen. Probleme dieses Sicherheitsschemas liegen allerdings auf der Hand: Der Immobilienbesitzer braucht viel Platz, viel Geld und muss selbst ein Top-Athlet sein, um sich überhaupt in seiner eigenen Wohnung manövrieren zu können. Für Leute mit einem schmalen Geldbeutel oder Personen von kränklicher Gestalt ist so ein Aufwand natürlich nichts.

Enger dürfen die Abgründe aber nun wirklich nicht sein.

Eine andere Möglichkeit, die zwar auch teuer ist, aber nicht unbedingt strotzende Gesundheit erfordert, wird im klassischen Halo aufgezeigt: Kilometerlange Korridore, in denen einfach nichts passiert, mal abgesehen von ein paar Wachen hier und dort. Die Chance steht nicht schlecht, dass der Unbefugte einfach die Lust verliert und umdreht. Die Strecken können vom Hausbesitzer mit einem gut verschlossenen Motorroller überwunden werden. A propos Wachen:

Security
Ein hellhöriges Wachpersonal ist das A und O jedes gut gesicherten Anwesens. Denken Sie nur mal daran, wie oft Sie bei einem beliebigen Action-Shooter sterben! Jedes Mal, das Sie den Game Over-Screen gesehen haben, steht für einen erfolgreich abgewehrten, top-ausgebildeten Eindringling - und davon gibt's nicht viele! Natürlich wird die Fähigkeit der Truppe durch ein ausgedehntes Kamera-Netzwerk deutlich verbessert. Anstatt einer teuren, gut ausgebildeten Söldnerschar oder selten zu bekommenden Aliens können Sie natürlich auch Leibeigene, Monster oder Zombies verwenden, aber bei ersteren ist die Abwehrqualität nicht sonderlich hoch mangels Übung, letztere sind nicht sehr befehlshörig. Benutzung auf eigene Gefahr!

Preisgünstig und ersetzbar.

Fallen
Wenn gar keine Warnung mehr hilft, muss man sich als sorgender Hausbesitzer zu harten Bandagen greifen und die unfreundlichen Methoden auspacken. Diese kommen in verschiedensten Formen und Farben: So lässt sich in einem bereits auf Athleten ausgelegter Palast (siehe oben) auch noch an Stellen, wo Wandlauf appliziert werden muss, rauf und runter fahrende Kreissägen installieren. Stachelgruben gehören natürlich ebenso zum guten Ton wie Indy-Stein-Fallen, Gasfallen und all der andere Schicki-Micki. Spielen Sie Dungeon Keeper oder Evil Genius, um sich inspirieren zu lassen!

Andere nicht-unbedingt-tödliche Varianten enthalten den bekannten Teleporter-Mayhem, bei dem man sich eine Reihenfolge von zu begehenden Partikel-Transmittern merken muss (falsche Wahl verfrachtet einen zum Eingang des Labyrinthes oder möglicherweise in den sicheren Tod), versteckte Türen (siehe oben), ein ganzes Verkehrsnetzwerk aus schwebenden Plattformen und eine Vielzahl von unsichtbaren Falltüren. Es lässt sich generell sagen:

"Wenn Ihr Zuhause nicht mindestens genau so mit einer Myriade Fallen gespickt ist wie das Batcave, dann können Sie Ihr Hab und Gut doch gleich in den Vorgarten karren und ein Schild mit der Aufschrift 'Zu verschenken' anbringen!"

So viel zu den Sicherheitstipps. Sie sollten nun gegen jeglichen Einbrecher gewappnet sein. Und das Wichtigste nicht vergessen: Im Tresorraum eine Geheimtür anbringen, die direkt und ohne Umwege zum Eingang des Hauses zurückführt - aber nicht umgekehrt! Rian
19.04.2010 | Rian | Information
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