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So wie wir es uns 2006 gewünscht haben
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Als 2006 die Wii erschien, liefen alle Gamer Amok, weil sie endlich die revolutionäre Steuerung erleben wollten. Was lag da näher als das erste eigens für die Wii enwickelte Spiel zu kaufen? Ubisoft machte maximalen Gebrauch von Nintendos Innovationspaket: Schießen mit der Wiimote als Pointer und Schwertkampf durch Schwingen des Knüppels. Doch leider versauert Red Steel seit dem Release in jedem Wii-Haushalt in irgendeiner Ecke. Man hat es nur durchgespielt, weil man 60 Euro dafür bezahlt hatte oder weil es kaum andere Spiele gab. Vielleicht auch aus Mitleid oder weil man den guten Willen würdigen wollte. Doch das Endprodukt lieferte in keiner Weise, was man sich davon versprochen hatte. Die Steuerung reagierte nur schwerfällig und Manöver im Schwertkampf ließen sich nicht ausführen oder wurden zu spät erkannt. Die Bewegungserkennung war lausig. Die Shooter-Steuerung war insgesamt sehr solide und spaßig, leidete zeitweise aber an hüpfenden Fadenkreuzen. Die Steuerung wollte nicht, man war schnell frustriert und auch die Story lieferte keine Motivation zum Weiterspielen. Red Steel erhielt zu Recht schlechte Bewertungen und wurde bald zum Ladenhüter.
In diesen Tagen, fast vier Jahre später, erscheint Red Steel 2. Eine Fortsetzung, die niemand braucht? Ein Spiel, das niemand will? Keineswegs. Red Steel 2 bringt alles mit, das man sich für den Vorgänger erhofft hatte und niemals bekam. Dank Wii Motion Plus. Erste Freude: Endlich wieder ein Spiel, das Motion Plus nutzt! Zweite Freude: Endlich Red Steel wie es sein soll! Der erste Teil wird vollkommen ignoriert und durch neues Setting, andere Story und gute Steuerung ersetzt. Alles was bleibt ist der Name.
Man muss den Entwicklern sehr zugute halten, dass sie trotz des Fehlschlages mit Red Steel nicht aufgegeben haben. Im Shooter-Sektor sind einige Titel erschienen (z.B. The Conduit), so dass man von Fehlern und Erfolgen anderer lernen konnte. Doch Schwertkampf war seit Red Steel so etwas wie verbotenes Terrain und niemand hat ernsthaft gewagt, sich daran zu probieren. Man war bei Ubi also wieder völlig auf sich selbst gestellt, um Kampfsystem und Steuerung zu entwickeln. Umso beeindruckender ist es, dass ihnen damit ein solcher Erfolg gelungen ist. Hut ab!
Bei Red Steel landet ihr in einem futuristischen Wild-West-Japan und seid ausgerüstet mit Flinte und Klinge. Ganz nach Bedarf kann man zielen und schießen oder die Wiimote schwingen, um mit dem Schwert zu slashen. Und übrigens: Die Bewegungen werden wirklich so übertragen wie ihr sie macht. Nach kurzer Übungszeit könnt ihr fast alle Kombos ausführen ohne dass etwas daneben geht. Und weil man cool ist, kann man auch immer neue Kombos erlernen. Zudem lassen sich auch die Waffen skillen oder neue kaufen. Und damit das Gameplay für beide Teile ausgewogen bleibt, kann man zeitweise nur Schusswaffen oder Schwertangriffe skillen, aber nicht immer beides. Das Spiel zeigt sich im Gewand eines Quest-Systems. Die Aufgaben erhält man an Pinnwänden in den entsprechenden Orten. Die meisten Quest sind Pflicht oder treiben die Story voran, es gibt aber auch optionale Missionen, bei denen man sich zusätzliches Geld verdienen kann. Und... mehr Geld = mehr Skill.
Die Erfahrung mit Red Steel 2 ist nahezu einzigartig. In einigen Momenten geht man richtig im Flow des Kampfes auf und haut eine fiese Combo nach der anderen raus. Man schlängt Feinde in die Luft, springt hinterher oder versetzt ihnen einen schnellen Stoß, wenn sie am Boden liegen. Es gibt auch ein paar Befreiungsangriffe, falls man umzingelt ist. Natürlich gilt es nicht nur anzugreifen, sondern auch sich zu verteidigen. Schwertangriffe und sogar Kugeln lassen sich mit der Klinge blocken, zudem gibt es Paraden und Konter für die ganz harten Gegner. Und da es den ein und anderen fiesen Boss gibt, wird man die auch brauchen!
Technisch liefert der Titel auf der Wii Top-Leistungen ab. Der Sound ist wirklich genial und der OST ist sicher einen Hör wert. Auch grafisch legt man die Latte hoch an - für Wii-Verhältnisse setzt der an Cel-Shading angelehnte Grafikstil neue Maßstäbe und mausert sich damit in die obere Liga für Wii-Titel. Doch für HD-Geräte ist das natürlich nicht genug, da sehnt sich das verwöhnte Zockerauge nach 360- und PS3-Titeln. Am Gameplay ändert das nichts und da kann ich Red Steel 2 grünes Licht geben. Allen Wii-Spielern ist der Titel nur wärmstens zu empfehlen. Es wäre übrigens fair, wenn alle Spieler, die vom ersten Teil enttäuscht waren, ihr altes Red Steel gegen das neue, richtige Red Steel tauschen könnten. Aber hey, Ubi muss ja auch von etwas leben. Außerdem möchte ich auf der GamesCom wieder leckere Schnittchen bei meinen Lieblingsfranzosen futtern! Nicht, dass sie wegen lauter verschenkten Spielen daran sparen müssen. Also kauft es! Nex
In diesen Tagen, fast vier Jahre später, erscheint Red Steel 2. Eine Fortsetzung, die niemand braucht? Ein Spiel, das niemand will? Keineswegs. Red Steel 2 bringt alles mit, das man sich für den Vorgänger erhofft hatte und niemals bekam. Dank Wii Motion Plus. Erste Freude: Endlich wieder ein Spiel, das Motion Plus nutzt! Zweite Freude: Endlich Red Steel wie es sein soll! Der erste Teil wird vollkommen ignoriert und durch neues Setting, andere Story und gute Steuerung ersetzt. Alles was bleibt ist der Name.

Ready? Fight!
Man muss den Entwicklern sehr zugute halten, dass sie trotz des Fehlschlages mit Red Steel nicht aufgegeben haben. Im Shooter-Sektor sind einige Titel erschienen (z.B. The Conduit), so dass man von Fehlern und Erfolgen anderer lernen konnte. Doch Schwertkampf war seit Red Steel so etwas wie verbotenes Terrain und niemand hat ernsthaft gewagt, sich daran zu probieren. Man war bei Ubi also wieder völlig auf sich selbst gestellt, um Kampfsystem und Steuerung zu entwickeln. Umso beeindruckender ist es, dass ihnen damit ein solcher Erfolg gelungen ist. Hut ab!

Ninjas sind natürlich fies.
Bei Red Steel landet ihr in einem futuristischen Wild-West-Japan und seid ausgerüstet mit Flinte und Klinge. Ganz nach Bedarf kann man zielen und schießen oder die Wiimote schwingen, um mit dem Schwert zu slashen. Und übrigens: Die Bewegungen werden wirklich so übertragen wie ihr sie macht. Nach kurzer Übungszeit könnt ihr fast alle Kombos ausführen ohne dass etwas daneben geht. Und weil man cool ist, kann man auch immer neue Kombos erlernen. Zudem lassen sich auch die Waffen skillen oder neue kaufen. Und damit das Gameplay für beide Teile ausgewogen bleibt, kann man zeitweise nur Schusswaffen oder Schwertangriffe skillen, aber nicht immer beides. Das Spiel zeigt sich im Gewand eines Quest-Systems. Die Aufgaben erhält man an Pinnwänden in den entsprechenden Orten. Die meisten Quest sind Pflicht oder treiben die Story voran, es gibt aber auch optionale Missionen, bei denen man sich zusätzliches Geld verdienen kann. Und... mehr Geld = mehr Skill.

Die Erfahrung mit Red Steel 2 ist nahezu einzigartig. In einigen Momenten geht man richtig im Flow des Kampfes auf und haut eine fiese Combo nach der anderen raus. Man schlängt Feinde in die Luft, springt hinterher oder versetzt ihnen einen schnellen Stoß, wenn sie am Boden liegen. Es gibt auch ein paar Befreiungsangriffe, falls man umzingelt ist. Natürlich gilt es nicht nur anzugreifen, sondern auch sich zu verteidigen. Schwertangriffe und sogar Kugeln lassen sich mit der Klinge blocken, zudem gibt es Paraden und Konter für die ganz harten Gegner. Und da es den ein und anderen fiesen Boss gibt, wird man die auch brauchen!

Technisch liefert der Titel auf der Wii Top-Leistungen ab. Der Sound ist wirklich genial und der OST ist sicher einen Hör wert. Auch grafisch legt man die Latte hoch an - für Wii-Verhältnisse setzt der an Cel-Shading angelehnte Grafikstil neue Maßstäbe und mausert sich damit in die obere Liga für Wii-Titel. Doch für HD-Geräte ist das natürlich nicht genug, da sehnt sich das verwöhnte Zockerauge nach 360- und PS3-Titeln. Am Gameplay ändert das nichts und da kann ich Red Steel 2 grünes Licht geben. Allen Wii-Spielern ist der Titel nur wärmstens zu empfehlen. Es wäre übrigens fair, wenn alle Spieler, die vom ersten Teil enttäuscht waren, ihr altes Red Steel gegen das neue, richtige Red Steel tauschen könnten. Aber hey, Ubi muss ja auch von etwas leben. Außerdem möchte ich auf der GamesCom wieder leckere Schnittchen bei meinen Lieblingsfranzosen futtern! Nicht, dass sie wegen lauter verschenkten Spielen daran sparen müssen. Also kauft es! Nex
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