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Bad Company 2
Das Spiel für den Sprengmeister
Bad Company 2 beginnt mit einem der größten Schockmomente der Videospielgeschichte: es versetzt den Spieler zurück in den zweiten Weltkrieg, wo man als Ami einen japanischen Forscher retten soll. WTF? Doch ehe man sich danach fragen kann, was das soll und wo denn nun die Jungs der Bad Company abgeblieben sind, ist der Spuk dank einer Riesenwelle auch schon vorbei und man findet sich in der Gegenwart wieder.

Nachdem die Truppe im letzten Spiel sich eigentlich mit einem Truck voller Gold aus dem Staub gemacht hat, sind sie nun plötzlich wieder mitten im Dienst der Armee. Die Flucht klappte wohl nicht so gut und so müssen die Soldaten um Private Preston Marlowe mal wieder gegen den guten, alten Feind ran: die Russen, die sich mittlerweile einer mächtigen, japanischen Technologie bemächtigt haben. Dass die Story mit ihrem Direct-to-DVD-Filmcharme nicht die Hauptattraktion stellt dürfte klar sein, dennoch bietet vor allem die Interaktion der Squad-Mitglieder untereinander Material für das ein oder andere Geschmunzel.


Was hingegen noch größeren Spaß macht ist das Gameplay, das im zweiten Teil noch mehr Zerstörung bietet. War das Feature der Umweltkaputtierung noch, als es in Red Faction zum ersten Mal große Bekanntheit erreichte, nicht viel mehr als eine Art glorifizierte Techdemo, ist es durch Bad Company zu einem integralen Gameplaybestandteil geworden. Und darum ist es nur schön, dass dieses Feature in Bad Company 2 gezielt ausgebaut wurde. Im Vorgänger konnte man beispielsweise einem Haus nur die Wände wegbomben, Ecken und ähnliche Stützstrukturen blieben stehen -- jetzt kann man ein Haus so richtig zum Einsturz bringen. Da vor allem eure Gegner scheinbar immer ein halbes Arsenal an Sprengkörpern dabei haben, könnt ihr euch nie wirklich eurer Deckung sicher sein - die Umgebung fliegt euch nur so um die Ohren. Action non-stop ist die Devise und zusammen mit der etwas freier begehbaren Landschaft bietet das dem Spieler viele Möglichkeiten. Egal ob man mit dem Raketenwerfer wild um sich knallt oder vorsichtig über die Flanken kommt, um Sprengfässer zu entzünden und damit dem Feind die Deckung oder den ein oder anderen Kopf zu nehmen -- viel ist möglich, um die ständigen Konflikte mit Söldern oder Russenmilizien unbeschadet zu überstehen.


Im Online-Mehrspieler hat das neueste Battlefield-Spinoff besonders viel zu bieten: Riesige Karten mit Fahrzeugen und eben einem gehörigen Wumms-Faktor: das gibt euch kein anderer Shooter auf den Konsolen. Dennoch bleibt EAs Ballerspiel eine sehr taktische Angelegenheit nebst verschiedenen Charakterklassen mit unterschiedlichen Waffen und speziellen Fähigkeiten. Eine besondere Art die Langzeitmotivation oben zu halten ist, dass man für einzelne Klassen Erfahrungspunkte sammelt, um Waffen und Extras freizuschalten. So muss man lernen auch mal mit dem Medic zu spielen, wenn man irgendwann alles komplett haben will.

Wenn ihr von Modern Warfare 2 gelangweilt/genervt seid, solltet ihr euch Bad Company 2 ruhig anschauen. Das Gameplay fühlt sich vielleicht nicht ganz so perfekt an wie bei Activisions Vorzeigezivilistenkill, aber dank der Zerstörungsmöglichkeiten und auch der Fahrzeuge ist gerade im Multiplayer bei Bad Company 2 gerne mal ein bisschen mehr Action los. Evil
29.03.2010 | Evil | In-Game
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