Sorcery Gewinnspiel!
Evil Genius
Ein Weltbeherrschör hat's schwör
Und da fragte ich mich immer: Wie kommt's eigentlich, dass diese bösen Wahnsinnigen in Bond-Filmen oder Serien wie den Teen Titans immer ganz plötzlich auftauchen und eine ganze Horde williger Untergebener unter ihrem Kommando haben? Die Antwort: Den Aufbau einer Organisation geheim zu halten ist tierische Arbeit!

Evil Genius ist... kurz gesagt: Dungeon Keeper. Dungeon Keeper in den 70er Jahren und ausschließlich mit Menschen. Aber das macht rein gar nichts, denn Dungeon Keeper ist ein tolles Spiel und ich verziehe immer den Mund, wenn irgendwo bekannte Videospiele-Ikone aufgelistet werden und Horny mal wieder total vergessen wurde. Armer Reaper...
Ich schmeiße also die Weltbeherrschungssimulation an und darf erstmal meine Basis errichten. Eigentlich errichtet man das ganze Spiel über sein HQ, der Berg ist schließlich groß genug und bis man den Planeten unterjocht hat, dauert's eine Weile. Da braucht es also erst einmal Dynamit, um raumförmige Löcher in unseren zukünftigen Unterschlupf zu sprengen. Glücklicherweise müssen wir uns nicht selbst die Hände schmutzig machen, sondern wir haben Minions, die das für uns erledigen. Hier haben wir bereits den ersten interessanten Spielmechanismus: Wir steuern Einheiten nicht direkt, mal abgesehen von den Henchmen (also die Helden der Bösen), die besonders leicht mit erbärmlichen Agenten umspringen, die uneingeladen in unserer Basis herumschnüffeln. Anstatt dessen kleistern wir Befehle an Räume oder Feinde und wenn ein Minion gerade frei hat, kümmert er sich darum.

Eine Armee des Bösen will organisiert sein.

Der größte Teil des Basenbaus und -Instandhaltens läuft nach diesem Prinzip. Wenn nicht zu viel los ist, wird der Kontrollraum mit überschüssigen Minions besetzt, manch einer kümmert sich um das Essen in der Kantine, Minions, die kaputt sind, gehen schlafen oder holen sich Koffein aus einem Getränkeautomaten oder bringen anderen Minions im Trainingsraum ihr Wissen bei, um sie zu spezialisieren. Um das Ganze ein bisschen unter Kontrolle zu halten, kann man in bestimmten Räumen Stechuhren installieren, welche ungefähr steuern, welcher Anteil der gerade freien Minions einen Raum besetzen sollen - das ersetzt trotzdem nicht gute Planung. Wer zu viel auf einmal bauen möchte, schindet seine Grundarbeiter zu Tode - macht aber nichts, die sind schließlich ersetzbar und gratis, ohne Kostenaufwand kommt alle 60 Sekunden eine neuer Null-Löhner auf die Insel.

Die Untergebenen wollen trainiert sein.

Hat man seine Basis am Laufen und einen Kontrollraum eingerichtet (komplett mit wild leuchtenden Terminals, Gebiepe und Gebloope), kann man sich auf die Weltkarte stürzen, um auch mal endlich Kohle zu verdienen und Unheil anzurichten, um sich einen Namen zu machen - Ziel ist es, seinen Bekanntheitsgrad vollständig zu füllen. Geld machen geht leicht: Man wählt ein Land aus, schickt Minions hin und gibt ihnen die Aufgabe, Moolah zu stehlen. Ab und an kommt dann mal ein böser Agent und tötet welche, aber man kann ja immer neue hinschicken. Um fettes Loot zu verdienen und Geiseln zu nehmen, die man dann verhören kann, um Spezial-Minions zu gewinnen, muss man allerdings "plotten" - das heißt, man gibt seinen Arbeitnehmern die Aufgabe, bestimmte Events in der Nation ausfindig zu machen, dann erteilt man ihnen den Auftrag, diese Untat durchzuführen. Dabei werden die meisten Zugewiesenen sterben, aber noch einmal: Niemand ist unersetzlich und die Nachfrage ist riesig. Blöd nur, wenn alle Figürchen kaputt gehen, dann muss man den Auftrag nämlich wiederholen.

Die Welt will mir gehören!

Besonders haarig wird es, wenn man an Heat gewinnt und die Behörden und Touristen auf einen aufmerksam werden. Merkwürdigerweise ist unsere Insel nämlich gar nicht wirklich so abgeschieden von der Welt, also muss man ein Hotel und Bars und Casinos bauen, damit die zivilen Besucher auch schön abgelenkt bleiben. Teuer aber einfach. Schwieriger sind da schon Spione und Kundschafter, die absichtlich in unsere Basis eindringen und uns entweder bestehlen, Fotos machen und unser Heat erhöhen oder einfach nur unsere Einrichtung schrotten. Dafür lassen sich aber Sicherheitssysteme und Fallen installieren, die auf verschiedenste Arten den Eindringlingen zu Leibe rücken. Zur Not kann man die Alarmstufe erhöhen, wobei dann alle Einwohner der Basis zu den Waffen greifen.

Bambam, nun sind die Regierungs-Schufte tot am Boden, aber wohin mit ihnen? So liegen lassen kann man sie ja nicht, das fällt doch auf! Aber man kann ja zum Glück einen Kühlraum bauen. Da hängen wir die blauen Bodybags dann einfach platzsparend hin und gut ist.

Evil Genius ist ein genialer Dungeon Keeper-Klon, der lange Zeit Spaß machen kann, vor allem Freunden von Unendlich-Spielen und Perfektionisten. Ich selbst habe meine erste Basis leider nicht sonderlich gut geplant, mir sind ständig die Generatoren wegen Überlastung explodiert. Aber beim nächsten mal wird die Welt mir gehören! BWAHAHAHAHAHAHA! Rian
17.03.2010 | Rian | Vorfreude
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