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Ein neues PGR wäre mir lieber...
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Vorletztes Jahr wurde ich ordentlich schockiert: mein Lieblingrennspielentwickler, die Macher des genialen Project Gotham Racing (und vorher noch Metropolis Street Racer auf der Dreamcast), hatten sich einfach mal von Activision kaufen lassen, um Spiele zu entwickeln, die NICHT PGR sind. Unmöglich! Also sind sie irgendwann auf die Idee gekommen, einen Mix aus Straßenrennen mit echten Fahrzeugen und Mario Kart zu machen. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen. Darum ignorierte ich das Spiel auch letztes Jahr auf der GC so gut es ging und vermied Trailer und Screenshots. Bis zur Multiplayer-Beta, die diese Woche gestartet ist...
Das Allererste, was mir beim Spielen aufgefallen ist: die Grafik. Ich bin ja eigentlich kein böser Grafikfetischist, aber gerade im Vergleich zu PGR4 - und das ist 2008 erschienen! - sieht Blur etwas lahm aus. Die Autos scheinen weniger Details zu haben, die Umgebung ist trist, die Waffeneffekte nicht gerade spektakulär. Es ist natürlich nur eine Beta, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grafik bis zum Release in ein paar Monaten noch einen großen Sprung macht. Also ein klarer Rückschritt, vor allem wenn man bedenkt, dass PGR4 eigentlich noch heute als Referenztitel in diesem Bereich durchgehen könnte.
Überraschenderweise haben die Entwickler sich gegen das Ausfahren der vollen Arcadeschiene bei diesem Titel entschieden, obwohl es sich gerade anbieten würde. Man darf also durchaus in Kurven abbremsen und Drifts gehen nicht unbedingt so leicht von der Hand. Landet man dann doch mal an der Wand, ist das allerdings im Endeffekt auch nicht so tragisch. Die Physik ist meistens so nett und sorgt dafür, dass ihr in einem günstigen Winkel sehr schnell weiterfahren könnt. Im schlimmsten Fall gibt es einen kurzen Reset auf der Strecke.
Beim zweiten wichtigen Element, den Waffen, ist man auch keine Experimente eingegangen. Alle verfügbaren Waffen sind aus dem Standardrepertoire vergleichbarer Spiele entnommen. Nitro erwartet einen genauso wie zielsuchende Geschosse, ungelenkte Laser und Reparaturen. Diese liegen frei auf den Strecken rum und können aufgesammelt werden. Insgesamt sind sie allesamt sehr bunt dargestellt, was dem Spiel einen leicht comichaften Touch verpasst -- aber durchaus zur Gesamtästhetik passt. Die Angriffsitems sind auch insgesamt gut ausbalanciert, insbesondere da teilweise viel Skill erfordert wird: man kann jeder Waffe ausweichen und selbst mit den gelenkten Geschossen ist ein Treffer nicht unbedingt garantiert, wenn man einfach nur blind drauf los ballert. Auch eine taktische Komponente ist vorhanden, dadurch, dass man insgesamt drei Waffen gleichzeitig halten darf: so kann man sich immer ein Reparaturkit für den Notfall aufsparen. Insgesamt bleibt aber doch der Eindruck, dass es ruhig ein paar Waffen mehr hätte sein können.
Unglücklicherweise ist der gesamte Umgang mit den Waffen leicht unbefriedigend, was vor allem dem mangelnden Schadensmodell aufgeladen werden kann. Es geht zwar durchaus was optisch kaputt, der Kotflügel hängt ab oder die Karosserie ist eingedellt, jedoch nichts im Vergleich zu den detaillierten Zerstörungsorgien eines Burnouts. Das ist im Endeffekt wohl der Preis, der zu zahlen ist, dafür, dass Blur lizenzierte Fahrzeuge bietet. Autohersteller sehen halt nicht gerne ihre Schätzchen in Einzelteilen.
Was vom Multiplayer bisher gespielt werden konnte, war auf jeden Fall vielversprechend. Es gibt zwei grundsätzliche Modi: Entweder fährt man ein Rennen oder man versucht sich gegenseitig so oft wie möglich abzuknallen für Punkte. Beides macht Spaß, die Rennen sind oft knapp, fühlen sich aber gleichzeitig nicht ganz so zufallsgesteuert wie bei Mario Kart an. Ein schönes Highlight sind dabei die zwanzig gleichzeitig möglichen Fahrer.
Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich beim Multiplayer von Call of Duty hat inspirieren lassen. Für coole Drifts, guten Waffeneinsatz und starke Platzierungen kriegt ihr nämlich Fans -- und je mehr Fans ihr habt, desto höher steigt ihr im Rank, wodurch ihr neue Spielmodi oder Fahrzeuge freischaltet. Es gibt sogar drei "Mods", die ihr einstellen könnt, ähnlich der Perks bei CoD, die eurem Auto zusätzliche Fähigkeiten verleihen: mehr Rammschaden, ein Schutzschildpowerup wandelt Treffer in Waffen um oder einen deftigen Bonus bei den Fans.
Ob das Spiel im Endeffekt solch ein Must-have-Titel wie PGR für Rennspielfans wird steht noch in den Sternen, zu wenig ist bekannt über den Singleplayermodus, aber zumindest für actionreiche Multiplayersessions könnte es eine gute Alternative zu Burnout werden.
Und falls ihr Lust habt die Beta selbst mal auszuprobieren, einfach einen dieser drei Codes auf www.blurthegame.com/beta eingeben!
44JQ-7HEM-ANVD-NJQP
GFCZ-4K9U-VMA4-PWDY
RPAF-DQWP-WW39-YWEW
Evil
Das Allererste, was mir beim Spielen aufgefallen ist: die Grafik. Ich bin ja eigentlich kein böser Grafikfetischist, aber gerade im Vergleich zu PGR4 - und das ist 2008 erschienen! - sieht Blur etwas lahm aus. Die Autos scheinen weniger Details zu haben, die Umgebung ist trist, die Waffeneffekte nicht gerade spektakulär. Es ist natürlich nur eine Beta, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grafik bis zum Release in ein paar Monaten noch einen großen Sprung macht. Also ein klarer Rückschritt, vor allem wenn man bedenkt, dass PGR4 eigentlich noch heute als Referenztitel in diesem Bereich durchgehen könnte.

Überraschenderweise haben die Entwickler sich gegen das Ausfahren der vollen Arcadeschiene bei diesem Titel entschieden, obwohl es sich gerade anbieten würde. Man darf also durchaus in Kurven abbremsen und Drifts gehen nicht unbedingt so leicht von der Hand. Landet man dann doch mal an der Wand, ist das allerdings im Endeffekt auch nicht so tragisch. Die Physik ist meistens so nett und sorgt dafür, dass ihr in einem günstigen Winkel sehr schnell weiterfahren könnt. Im schlimmsten Fall gibt es einen kurzen Reset auf der Strecke.
Beim zweiten wichtigen Element, den Waffen, ist man auch keine Experimente eingegangen. Alle verfügbaren Waffen sind aus dem Standardrepertoire vergleichbarer Spiele entnommen. Nitro erwartet einen genauso wie zielsuchende Geschosse, ungelenkte Laser und Reparaturen. Diese liegen frei auf den Strecken rum und können aufgesammelt werden. Insgesamt sind sie allesamt sehr bunt dargestellt, was dem Spiel einen leicht comichaften Touch verpasst -- aber durchaus zur Gesamtästhetik passt. Die Angriffsitems sind auch insgesamt gut ausbalanciert, insbesondere da teilweise viel Skill erfordert wird: man kann jeder Waffe ausweichen und selbst mit den gelenkten Geschossen ist ein Treffer nicht unbedingt garantiert, wenn man einfach nur blind drauf los ballert. Auch eine taktische Komponente ist vorhanden, dadurch, dass man insgesamt drei Waffen gleichzeitig halten darf: so kann man sich immer ein Reparaturkit für den Notfall aufsparen. Insgesamt bleibt aber doch der Eindruck, dass es ruhig ein paar Waffen mehr hätte sein können.

Unglücklicherweise ist der gesamte Umgang mit den Waffen leicht unbefriedigend, was vor allem dem mangelnden Schadensmodell aufgeladen werden kann. Es geht zwar durchaus was optisch kaputt, der Kotflügel hängt ab oder die Karosserie ist eingedellt, jedoch nichts im Vergleich zu den detaillierten Zerstörungsorgien eines Burnouts. Das ist im Endeffekt wohl der Preis, der zu zahlen ist, dafür, dass Blur lizenzierte Fahrzeuge bietet. Autohersteller sehen halt nicht gerne ihre Schätzchen in Einzelteilen.
Was vom Multiplayer bisher gespielt werden konnte, war auf jeden Fall vielversprechend. Es gibt zwei grundsätzliche Modi: Entweder fährt man ein Rennen oder man versucht sich gegenseitig so oft wie möglich abzuknallen für Punkte. Beides macht Spaß, die Rennen sind oft knapp, fühlen sich aber gleichzeitig nicht ganz so zufallsgesteuert wie bei Mario Kart an. Ein schönes Highlight sind dabei die zwanzig gleichzeitig möglichen Fahrer.
Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich beim Multiplayer von Call of Duty hat inspirieren lassen. Für coole Drifts, guten Waffeneinsatz und starke Platzierungen kriegt ihr nämlich Fans -- und je mehr Fans ihr habt, desto höher steigt ihr im Rank, wodurch ihr neue Spielmodi oder Fahrzeuge freischaltet. Es gibt sogar drei "Mods", die ihr einstellen könnt, ähnlich der Perks bei CoD, die eurem Auto zusätzliche Fähigkeiten verleihen: mehr Rammschaden, ein Schutzschildpowerup wandelt Treffer in Waffen um oder einen deftigen Bonus bei den Fans.

Ob das Spiel im Endeffekt solch ein Must-have-Titel wie PGR für Rennspielfans wird steht noch in den Sternen, zu wenig ist bekannt über den Singleplayermodus, aber zumindest für actionreiche Multiplayersessions könnte es eine gute Alternative zu Burnout werden.
Und falls ihr Lust habt die Beta selbst mal auszuprobieren, einfach einen dieser drei Codes auf www.blurthegame.com/beta eingeben!
44JQ-7HEM-ANVD-NJQP
GFCZ-4K9U-VMA4-PWDY
RPAF-DQWP-WW39-YWEW
Evil
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