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Oder auch: Nieten in Nadelstreifen
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Es ist schon einige Zeit her, dass wir hier den Football Manager Live besprochen hatten und seien wir doch ehrlich: Wirklich viel Lust monatlich Asche für ein Online-Excel zu zahlen ist nicht jedermanns Sache. Natürlich, es gibt auch Leute, die ihre 15 Euro im Monat für World of Warcraft ausgeben, doch dies soll nicht als Rechtfertigung dienen, um für etwas zu zahlen, das man viel toller ohne monatliche Gebühren haben kann. Im Falle der Fußball Manager hat man sogar die Wahl zwischen zwei Produkten -- immerhin besagt das ungeschriebene Gesetz der Videospielrivalitäten, dass es immer zwei Spiele desselben Genres geben muss, die auf höchstem Niveau um die Gunst der Spieler buhlen. Ihr dürft dabei zwischen Segas wohl bester Spielserie der letzten fünf Jahre, dem Football Manager 2010, und EAs Fussball Manager 10 entscheiden. Keine Sorge, die Spiele an sich bieten mehr Unterschiede auf.
Einer der Größten findet sich ohne Frage bei der Präsentation. Der von Sports Interactive entwickelte Football Manager kommt ziemlich nüchtern daher -- die Menüs sind verschachtelt und unübersichtlich. Trotz Hilfefunktion kann sich ein Neuling auf lange Stunde einstellen, bis er halbwegs durchblickt. Dazu sieht das Spiel allgemein nicht besonders hübsch aus -- daran können auch die vielen Skins nichts ändern. EAs Vorstellung ist hingegen gewohnt auf Hochglanz poliert: Da gibt es dann auch schon mal eine fiktive Webseite des Kicker Sportmagazins, viele Videoeinblendungen, dazu gut strukturierte Menüs und sogar die Möglichkeit den Arbeitstisch, von dem man die Geschicke seines Vereins leitet, zu dekorieren!!
Wenn es um die Spieler geht, mögen beide Manager ähnlich wirken, da es ja auch schwer möglich ist Fußballstatistiken besonders einzigartig darzustellen, und bieten natürlich neben über 9000 kryptischen Werten für jeden Spieler auch eine große Reihe von taktischen Einstellungen. Allerdings offeriert der Sega-Manager nicht nur im Bereich des Strategischen dann doch eine etwas größere Menge an Einstellungen, sondern vor allem bei den Ergebnissen und Spielabläufen. Die sind nämlich immer nachvollziehbar, repräsentieren die gewählte Taktik und die Ergebnisse sind so weit auch in der Realität vorstellbar. Was aber auch zur Folge hat, dass, wenn wer einfach nur wild eine Aufstellung auswählt, ein paar Regler verschiebt und auf das Beste hofft, bitter enttäuscht wird -- tiefe Einarbeitung in Taktiksystem und die Zusammenarbeit der Spielerwerte ist gefragt, um erfolgreich zu sein.
Ganz anders beim Fussball Manager, wo man teilweise den Eindruck hat, egal was für eine Taktik man spielt: solange die Qualität der Spieler stimmt, wird gewonnen. Dazu bietet das Spiel in seinen insgesamt drei Simulationsmodi "Videotext/Sofort-Resultat", "Textmodus" und "3D-Spiel" absolut unterschiedliche Ergebnisse, was dem Realitätsfaktor nicht gerade zugute kommt. Ein Team, das in der Sofortberechnung jede Mannschaft vom Rasen fegt, wird plötzlich im 3D-Modus große Probleme erleben, genauso wie der Ablauf öfter nicht dem entspricht, was man als Trainer vorgegeben hat. Abgerundet wird dies vorallem dadurch, dass die Ereignisse auch außerhalb der eigenen Mannschaft teilweise überraschend unrealistisch sind. Da steigt mal ein absolutes Top-Team ab, ohne dass es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt, oder ein Spieler, der eigentlich absolut loyal ist, wechselt zu einem viel schlechteren Verein.
Dafür allerdings hat das Spiel den gewohnten zusätzlichen Umfang. Es gibt die Möglichkeit das Vereinsgelände zu gestalten oder im Stadioneditor die Arena der eigenen Träume zusammenzupuzzeln. Dazu auch ein "Privatleben" (höhö, wie ironisch!), in dem man sich beispielsweise eine Freundin suchen kann, und schlussendlich die Möglichkeit einen eigenen Verein zu gründen und ihn von der untersten Liga ganz nach oben zu führen
Die Situation ist ziemlich vergleichbar mit einem ähnlichen Fall bei den Fußballspielen. Während nämlich EAs Manager ein großes Lizenzpaket und viel Drumherum bietet, kontert Sega mit spielerischer Tiefe und hohem Anspruch. Daher sehen auch die Empfehlungen ähnlich aus: beide Spiele sind im Grunde sehr gelungen und können viel Spaß machen, aber Simulationsfanatiker werden im Endeffekt mit Football Manager 2010 mehr Freude haben, während Fans großer Lizenzpakete eher mit Fussball Manager 10 ihren Spaß haben werden.Evil

Und das ist der einzige übersichtliche Bildschirm im gesamten Football Manager 2010.
Einer der Größten findet sich ohne Frage bei der Präsentation. Der von Sports Interactive entwickelte Football Manager kommt ziemlich nüchtern daher -- die Menüs sind verschachtelt und unübersichtlich. Trotz Hilfefunktion kann sich ein Neuling auf lange Stunde einstellen, bis er halbwegs durchblickt. Dazu sieht das Spiel allgemein nicht besonders hübsch aus -- daran können auch die vielen Skins nichts ändern. EAs Vorstellung ist hingegen gewohnt auf Hochglanz poliert: Da gibt es dann auch schon mal eine fiktive Webseite des Kicker Sportmagazins, viele Videoeinblendungen, dazu gut strukturierte Menüs und sogar die Möglichkeit den Arbeitstisch, von dem man die Geschicke seines Vereins leitet, zu dekorieren!!

Ihr haltet das für hässlich? Seid froh, noch vor ein paar Jahren gab es gar keine 3D-Darstellung, sondern nur ein paar witzige Punkte, die man von oben beobachten konnte.
Wenn es um die Spieler geht, mögen beide Manager ähnlich wirken, da es ja auch schwer möglich ist Fußballstatistiken besonders einzigartig darzustellen, und bieten natürlich neben über 9000 kryptischen Werten für jeden Spieler auch eine große Reihe von taktischen Einstellungen. Allerdings offeriert der Sega-Manager nicht nur im Bereich des Strategischen dann doch eine etwas größere Menge an Einstellungen, sondern vor allem bei den Ergebnissen und Spielabläufen. Die sind nämlich immer nachvollziehbar, repräsentieren die gewählte Taktik und die Ergebnisse sind so weit auch in der Realität vorstellbar. Was aber auch zur Folge hat, dass, wenn wer einfach nur wild eine Aufstellung auswählt, ein paar Regler verschiebt und auf das Beste hofft, bitter enttäuscht wird -- tiefe Einarbeitung in Taktiksystem und die Zusammenarbeit der Spielerwerte ist gefragt, um erfolgreich zu sein.

Na, zum Glück hat EA mir die Möglichkeit gegeben den Schal da selbst zu platzieren!
Ganz anders beim Fussball Manager, wo man teilweise den Eindruck hat, egal was für eine Taktik man spielt: solange die Qualität der Spieler stimmt, wird gewonnen. Dazu bietet das Spiel in seinen insgesamt drei Simulationsmodi "Videotext/Sofort-Resultat", "Textmodus" und "3D-Spiel" absolut unterschiedliche Ergebnisse, was dem Realitätsfaktor nicht gerade zugute kommt. Ein Team, das in der Sofortberechnung jede Mannschaft vom Rasen fegt, wird plötzlich im 3D-Modus große Probleme erleben, genauso wie der Ablauf öfter nicht dem entspricht, was man als Trainer vorgegeben hat. Abgerundet wird dies vorallem dadurch, dass die Ereignisse auch außerhalb der eigenen Mannschaft teilweise überraschend unrealistisch sind. Da steigt mal ein absolutes Top-Team ab, ohne dass es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt, oder ein Spieler, der eigentlich absolut loyal ist, wechselt zu einem viel schlechteren Verein.

Dafür allerdings hat das Spiel den gewohnten zusätzlichen Umfang. Es gibt die Möglichkeit das Vereinsgelände zu gestalten oder im Stadioneditor die Arena der eigenen Träume zusammenzupuzzeln. Dazu auch ein "Privatleben" (höhö, wie ironisch!), in dem man sich beispielsweise eine Freundin suchen kann, und schlussendlich die Möglichkeit einen eigenen Verein zu gründen und ihn von der untersten Liga ganz nach oben zu führen
Die Situation ist ziemlich vergleichbar mit einem ähnlichen Fall bei den Fußballspielen. Während nämlich EAs Manager ein großes Lizenzpaket und viel Drumherum bietet, kontert Sega mit spielerischer Tiefe und hohem Anspruch. Daher sehen auch die Empfehlungen ähnlich aus: beide Spiele sind im Grunde sehr gelungen und können viel Spaß machen, aber Simulationsfanatiker werden im Endeffekt mit Football Manager 2010 mehr Freude haben, während Fans großer Lizenzpakete eher mit Fussball Manager 10 ihren Spaß haben werden.Evil
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