Sorcery Gewinnspiel!
FIFA 11
Dieses Mal wieder mit mehr Update!
Das Konami-Syndrom hat wieder zugeschlagen und dieses Mal bei EA! Wir erinnern uns: 2005 brachte Konami mit Pro Evolution Soccer 6 das beste Fussballspiel aller Zeiten heraus und beschränkte sich danach die nächsten fünf Jahre darauf, neben dem genreüblichen Kaderupdate, nur die Spielgeschwindigkeit um eine zufällige, einstellige Prozentzahl hoch- oder runterzuschrauben -- bis EA es dann mit Fifa 10 schaffte, endlich aufzuholen und die PES-Serie von ihrem Thron zu stoßen. Nun hat EA, nachdem der WM-Vertreter der Serie auch super war, beschlossen, sich ebenfalls ein bisschen auf den faulen Hintern zu hocken. Dabei herausgekommen ist das wohl minimalste Update eines Sportspiels der letzten paar Jahre!


Die größte Neuerung dieses Jahr ist die Möglichkeit als Torhüter zu spielen. Nicht, dass es das nicht schon in Fußballspielen vor 15 Jahren möglich gewesen ware, aber so gut wie in Fifa 11 umgesetzt hat man das noch nie gesehen. Als letzter Mann hat man einiges an zusätzlichen Bewegungen. Für Anfänger werden die meisten Paraden, die in die Nähe des Torhüters gehen, automatisch gemacht, für Bälle, die in einem weiteren Winkel fliegen, muss man dann auch mal den Tastendruck bemühen. Das Spielen als Keeper ist dabei sehr spaßig, auch wenn es auch immer mal langweilig sein kann, zumindest gegen die CPU, da man in einem typischen Spiel, das 10 Minuten dauert, selten mehr als ein halbes Dutzend mal gefordert wird.

Danach finden sich nur noch Verbesserungen im Detail, denn gerade der im Menü auch als komplett neu angepriesene Karrieremodus ist einfach nur eine Mogelpackung. Im Vergleich zu Fifa 10 hat man nämlich WENIGER Moeglichkeiten, da man nicht in der Lage ist, Trainer und Stadion auszubauen oder Scouts in ferne Länder zu schicken. Dafür kann man aber immerhin am Ende der Saison auch mal das Team wechseln und die Menüs wurden etwas überarbeitet. Diese "Neuerungen" sind dann auch die einzigen, die der Karriere-Modus spendiert gekriegt hat.


Wenigstens die Minimalverbesserungen beim Gameplay haben einen grossen, positiven Effekt. Das Kurzpasssystem setzt nun auf mehr Timing. Es reicht nicht mehr nur den Passknopf zu drücken, man muss die Stärke genau timen. Dazu erscheint in der Passanzeige ein kleiner weisser Balken, der angibt, wie stark der Pass sein soll. Drückt man zu schwach, kullert die Kugel, zu stark und es kann sein, dass der Ball den Addressaten weit verfehlt. Dies sorgt gleich für ein um einiges anspruchsvolleres und realistischeres Spiel im Mittelfeld, wo mehr denn je Wert auf genaues Passspiel gelegt werden muss.

Unglücklicherweise ist Fifa 11 noch immer leicht verbuggt. Man ist zwar weit entfernt vom Niveau der Vorgänger, wo im Karrieremodus gerne die Sprache umschaltete, Spieler plötzlich aufhörten sich zu bewegen oder jede Vorlage dem Torhüter zugeschrieben wurde, aber dennoch finden sich viele Spielfehler, die einer Firma wie EA, mit Multimillionenbudgets und dedizierten QA-Zentren, peinlich sein müssten. Wenigstens der Onlinemodus funktioniert beinahe einwandfrei -- falls man es denn schafft seinen Onlinecode einzulösen, EAs machtige Waffe im Kampf gegen den teuflischen Gebrauchtspielemarkt. Die Problematik ist zwar sicherlich nicht so heiß wie sie gekocht wird, allerdings wäre es wünschenswert, wenn man schon solch ein System, das eigentlich primär eine kleine Schikane für Spieler darstellt, einsetzt, man auch sicherstellt, dass dies einwandfrei funktioniert.


Ansonsten kann man viel am Detail meckern. Hier kann man auch den Kontrast ziehen zu der Menge an Geld, die ausgegeben wurde, nur damit dann Spieler beispielsweise ihren realen Vorbildern nicht ähnlich sehen, von den Kommentatoren konstant mit falschem Namen angesprochen werden oder man sich wundert, mit was für Würfeln denn dieses Jahr die Spielerattribute festgelegt wurden.

Auch wenn sich das Review sehr kritisch liest: im Grunde baut Fifa 11 geschickt auf den Stärken des Vorgängers auf und ist insgesamt das bessere Spiel. Das ändert aber nichts daran, dass der hier genommene Schritt wahrlich minimal ist und gerade das Verschlechtern mancher Spielmodi nur schwer zu erklären ist. Die große Frage nun: kann Konami EAs Faulheit ausnutzen und Boden wieder gut machen? Evil
03.10.2010 | Evil | In-Game
1 Kommentar
» Kommentare
Nex am 05.10.2010 um 12:26 Uhr
Ich bekomme jedes Mal einen Schreck, wenn ich Özils Fratze hier sehe.
» Kommentar schreiben
Name (oder Registrieren) :
E-Mail (optional) :