Sorcery Gewinnspiel!
Badda-bang, badda-boom!
Explodierende Fässer sind überall
In einem ausgebrannten Bunker hängt ein Zettel an einer unbeschädigten Pinnwand:

"Liebe Genossen und Handlanger,

da wir, wie ihr wisst, zur Zeit wegen vielfältiger Projekte unserer Auftraggeber (insbesondere die Aufbau- und Erhaltungskosten des Mondlasers) leider ein wenig an Budget-Knappheit leiden und Stellenfreigabe für unser soziales Management keine Option darstellt, müssen wir unser Augenmerk auf andere Einnahmequellen lenken. Im Zuge dessen sind wir froh, euch über die neue Partnerschaft zwischen unserem
Konglomerat der Bösen Söldner und der Firma ACME-Sprengstoffe Inc. in Kenntnis zu setzen.

Wir bekommen für eine geringe Gegenleistung eine beträchtliche Summe monatlich entlohnt, mit der wir sämtliche Arbeitsplätze in Stand halten können, bis einer unserer Aufträge den Zahlungszeitpunkt erreicht und wir uns von der Partnerschaft lösen können. Diese kleine Aufgabe besteht aus einer Art Werbung. Nachfolgend ersetzen unsere Haustechniker etwa 60% der Deckungsmöglichkeiten (Sandsäcke, Felsen, Baumstämme) in unseren eingenommenen Einsatzgebieten A, C und D durch explosive Fässer. (30% in den kritischen und weniger besuchten Arealen B, F und E.) Die hochwertig verarbeiteten Behälter sind standardmäßig signalrot bemalt, um optimales Auffallen bei feindlichen Einheiten, an die die Werbung gerichtet ist, zu erzielen. Statistiken belegen, dass, im Falle eines Feuergefechts und resultierendem Erfolg des einfallenden Gegnertrupps, 90% der Eindringlinge von Umfang und Stärke der Sprengwirkung überaus beeindruckt waren. Ferner werden an einigen ausgewählten, weitläufigeren Orten große Gas-Tanks platziert, die gegebenenfalls spektakuläre Feuer-Infernos herbeirufen. Unsere Partnerfirma hat uns außerdem darum gebeten, einige dieser Tanks an der Basis von baufälligen, hohen Türmen zu platzieren, so dass auch hartnäckigere Kunden (Feinde), die zu diesem Zeitpunkt bereits zweifellos als Veteranen-Einheit eingestuft werden können, durch den Einsturz und die Pulverisierung dieses Gebäudes überzeugt werden.

Ich möchte hinzufügen, dass dieses Vorhaben nicht vollständig ungefährlich ist und die vermutlich nicht zu vermeidenden Unfälle die Moral der Truppe untergraben könnten. Um dem entgegenzuwirken, gebe ich euch hiermit bereits ein Versprechen auf eine sichere Weihnachtsgeldzahlung. Außerdem wird Frank nächste Woche einige unbedingt einzuhaltende Sicherheitshinweise als Memo herumschicken, um Kollateralschäden in Grenzen zu halten."

Unweit entfernt auf einem Schreibtisch liegt in einem Schuber mit der Aufschrift "Ausgang" folgende Notiz:

Okay, ihr habt vom Suizidplan unserer Oberleitung gehört. Weiß der Geier, warum die das mit den Explosiven für eine gute Idee halten, aber da kann man jetzt auch nichts machen. Allgemeiner Rat: Bleibt weg von allem, was nicht mehrfach auf Nicht-Hochgehen getestet wurde. Ansonsten haltet euch an diese drei goldenen Regeln:

1. Sprengfässer, insbesondere die bereits rot bemalten, sollten in keinem Fall als sichere Deckungsmöglichkeit behandelt werden. Oder denkt ihr etwa auch, ein tollwütiges Frettchen würde eine prima Unterhose abgeben? Seid nicht dumm! Bleibt ruhig und haltet euch an Wände und Felsen, da könnt ihr in der Regel nichts verkehrt machen. Und räumt diese bescheuerten Türme, die anscheinend vollkommen grundlos in die Gegend gepflastert wurden!

2. Benutzt das Zeug gegen eure Feinde. Ich weiß, dass ihr in der Ausbildung gelernt habt, dass ihr immer auf's Körperzentrum schießen sollt, aber in letzter Zeit haben wir es immer mehr mit Soldaten und Einzelkämpfern zu tun, die es herrlich witzig finden, die Umgebung zu ihrem Vorteil zu nutzen, Steinschläge loszulösen und clevere, kleine Fallen konstruieren, so als wäre nach der Jahrtausendwende jeder zum verfickten McGuyver geworden. Schießt halt auch mal auf die Fässer, meine Güte! Das braucht ja nun nicht allzu viel Grips.

3. Wir wissen nicht, was die da in die Fässer reintun, aber normal ist das nicht. Der Kram reagiert auf Stöße, Elektrizität, Kugeleinschläge und bereits geringe Mengen Hitze. Also, was auch immer ihr tut, wenn ihr so ein Fass seht: Nicht rauchen, nicht herumhampeln, nicht atmen. Die Scheiße fliegt euch um die Ohren, wenn ihr sie nur schief anguckt, also bleibt am besten WEG davon.

Ansonsten kann ich nur hoffen, dass die Chefs bald einsehen, dass das alles selbstmörderischer Quatsch ist und wieder unsere Sandsäcke zurückbestellen. Wäre schlimm, wenn sie auch noch explodierendes Zeug in die Kisten reintäten.

Rian
16.08.2009 | Rian | Explosive Umwelt
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