Battle Raper 2
Jetzt mit mehr Rape im Battle?
Wir gucken auf den Titel. Wir gucken auf den Untertitel. Wir lassen unseren Blick ein wenig über den Artikel gleiten, erspähen verdächtige Bilder. Dann geht der Blick zur Kategorie des heutigen Essays. Ja, meine Damen und Herren - das "In-Game" ist kein Scherz. Hier wird wirklich Battle Raper 2 rezensiert. Und ich habe keine Ahnung, welcher Teufel mich geritten hat, mir unter dubiosen Umständen dieses Gewaltverbrechen am Beater-verwöhnten Gamer-Gehirn anzutun.


Irgendwo habe ich den doch schon mal gesehen...
Erster Schritt zum Antesten des Spiels: Tür zu. Jalousien zu. Licht aus. Ich bin nicht da. Mich gibt es gar nicht. Dann das Programm gestartet und mich wie ein vierzigjähriger, lediger Lohnbuchhalter, der immer noch bei seiner Mutter lebt und sich heimlich Pornos ganz leise ansieht, gefühlt. Hat mir prompt ein Pfund Kopfschmerz beschert. Das hätte mir schon zu denken geben sollen, aber mit dem Denken war's da wohl schon ein wenig zu spät.


"Welche Fünfzehnjährige hätten Sie denn gern? Wir verkaufen auch paarweise! Wie Socken!"
Nachdem ich also das einigermaßen erträgliche Intro (Pantyshots ahoi!) über mich ergehen ließ, habe ich mich gleich in den Storymodus reingefuchst. Mannomann, von wegen Kampfspiel. Das ist eine Dating-Sim! Natürlich alles auf japanisch ohne Untertitel, da konnte ich ja nicht draus schlau werden, also immer weitergeklickt. Und weitergeklickt. Und weitergeklickt. Es war unmöglich, wie viel die da gelabert haben! Aber trotz der Sprachbarriere habe ich recht viel von der Story mitbekommen. Angeblich soll es, laut englischem Intro (warum nicht der Rest auch?), um irgendwelche Supermenschen gehen, die ein Symbol von Blablabla suchen. Sah alles sehr nach Soul Calibur aus, wofür auch die letzte HELL-BOSS-STAGE später spricht, aber ich habe die wahre Geschichte natürlich mit meinem wachen Zockerauge durchschaut: Der Hauptcharakter, Yuuki, welcher irgendwie aussieht wie Squall Leonhearts abgelehntes Stuntdouble, fährt mit einem Boot auf eine ausschließlich von Zombies und schlussfolgernd nekrophilen Frauen bewohnte Insel, kloppt dort auf Anraten seines Succubusteufelchens alles kurz und klein, reibt danach fröhlich an besiegten Mädchen herum, sucht sich unter seinen nicht-untoten Opfern eine Freundin, die er dann am Ende des Spiels vergewaltigt. So sehe ich das, aber das kann natürlich auch ganz anders sein.

Das Kampfsystem basiert auf dem übelsten Beaterkonzept überhaupt: Battle Arena Toshinden. Das BAS-Konzept beruht auf drei Gesetzen: Alle Charaktere sind langsam, alle Bewegungen sind abgehackt, alle Matches werden von dem gewonnen, der am wenigsten Ahnung hat. Allerdings macht Battle Raper das Ganze noch einen Tick schlimmer, indem es sämtliche Spezialattacken anscheinend entfernt. Quarter Circles haben keinen Effekt? Was geht? Und Combos kommen locker durch Buttonmashing heraus. Rein technisch eine Katastrophe und dabei sehen die Figuren rein grafisch eigentlich ganz anständig aus.


Eigentlich sollte die Dame zerschlagen am Boden liegen. Irgendwie bringt sie aber dennoch die Kraft auf, sich in diese Position zu drehen.
Ein weiteres "Feature" ist es, seinen weiblichen Gegnern die Kleidung bis auf die Unterhose abschlagen zu können - und mit Unterhose grenze ich den BH ganz bewusst aus. Hat wahrscheinlich auch vom Gameplay her irgendeinen Nutzen, dann ist der Körper oben oder unten verletzlicher oder so. Ist aber egal, da man mit Squalls Unten-Schlag-Combo sowieso jeden Gegner in ein paar Sekunden wegputzt. Und was passiert nach dem Kampf, mal abgesehen von noch mehr Geschwafel? Minigame-Zeit! Die zerdroschene Frau liegt einem zu Füßen und jetzt darf man mit seinen heilenden Händen drei Wunden am Körper des nackt gepunchten Mädchens heilen ohne es dabei aufzuwecken. Und weil die Brüste grade da sind, kann man auch noch ein wenig an denen rumspielen. Die wobbeln so witzig hin und her wie Wackelpudding.

Aber Moment? Wo ist jetzt der Battle Rape? Ja, das frage ich mich auch. Nicht, dass ich mich darauf gefreut hätte, aber so etwas wie eine Vergewaltigung findet eigentlich nicht statt. Okay, gut, am Ende hat Squall halt einmal Sex mit Taki, Sophitia oder einem der drei Schulmädchen, aber das sind Kämpferinnen - für eine Vergewaltigung wehren die sich zu wenig! ...ich bin ja schon froh, dass ich den Zensierungs-Entfernungs-Patch nicht eingefügt habe. Auf den Polygon-Penis konnte ich wirklich verzichten.

Nun ja. Endwertung: Pädagogisch fragwürdig, spieltechnisch gehaltlos. Könnte im Multiplayer aber ganz witzig sein. Für fünf Minuten. Rian
16.09.2008 | Rian | In-Game
Kommentieren
» Kommentare
Bisher gibt es keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Name (oder Registrieren) :
E-Mail (optional) :