Skullgirls
Hyperaktive Anime-Faustkampfmädchen
Zur Zeit sind zwei Dinge rar gesät: 1. XBLA-Arcade- und PSN-Indie-Prügelspiele und 2. Indie-Titel, auf die ich mich richtig freue. Umso besser, dass Reverge Studios mit Autumn Games als Publisher den vielversprechenden Titel Skullgirls herausbringt. Und mal unter uns: Es konnte ja wohl auch echt nicht angehen, dass es noch kein Kampfspiel mit ausschließlich weiblicher Anime-Besetzung auf dem westlichen Markt gibt! (Touhou-Kram zählt nicht!)


Skullgirls erzählt die Geschichte der Existenz und des Kampfes um das sagenumwobene Skull Heart - einem Artefakt, das einem jungen Mädchen jeden erdenklichen Wunsch erfüllt. Das klingt jetzt so super, aber natürlich gibt es einen fetten Haken: Wenn das Skull Heart denkt, dass die Wünschende nicht reinen Herzens ist, dann wird der Wunsch zum Schlechten umgekehrt (Frieden erzwingen durch Krieg und Tyrannei, wheeee), das Mädchen wird zum schrecklichen Skullgirl und der Menschheit geht's schlecht.
Diese Warnung hält aber natürlich ausgerechnet die acht stärksten Mädchen der Welt nicht davon ab, sich um das Skull Heart zu zoffen, wobei hinter den quirligen Charakteren tatsächlich einiges an Story verborgen liegen könnte, ähnlich wie bei BlazBlue. So ist Filia etwa eines Tages mit Amnesie aufgewacht, aber im Austausch für ihre Erinnerungen sitzt ihr jetzt ein Dämon auf dem Kopf und der hat ordentlich Muckis. Wer noch Muckis hat ist Vice-Versa, eine Art Hut mit Muskeln, der ebenfalls auf dem Kopf einer jungen Dame, Cerebella, sitzt. Cerebellas Hintergrundgeschichte ist da schon wesentlich interessanter, da sie zum Cirque des Cartes, einer Art Zirkus der besten Artisten der Welt, gehört, wobei jener aber auch gerade der größten Mafia-Familie untersteht und die schickt gerne mal ihre Akrobaten auf Attentätermissionen. Reines Herz? Schwierig.

Das Spiel wird dabei nicht gerade von Noobs entwickelt, sondern der von Lava Punch oder Scott Pilgrim bekannte Alex Ahad zeichnet die meisten der hochqualitativen, HD-Animations-Bilderchen und ein gewisser Mike "Mike Z" Zaimont, seines Zeichens Tournament-Champion, vergewissert sich, dass das Spiel nach allen Regeln der Zunft alle Anforderungen vom Anfänger bis zum Pro-Gamer erfüllt. Dass sich da Leute Gedanken machen merkt man etwa am Blog-Eintrag zum Problem der Loop- und Infinite-Angriffe und wie man sie als Entwickler verhindert.


Neben der Grundwürze des Beater-Gameplays haben sich die Entwickler auch noch ein bisschen was bei der Konkurrenz abgeguckt, denn das Spiel wird das durch Marvel vs Capcom beliebt gemachte Tag-Gameplay unterstützen - allerdings nur mit zwei Kämpferinnen anstatt dreien.

Dann will ich noch ein paar bewegte Bilder sprechen lassen. Etwa die von Brüsten und der WTF-Combo (Destructoid):


Skullgirls wird diesen Sommer noch die Häuser rocken. Rian
17.04.2011 | Rian | Vorfreude
5 Kommentare
» Kommentare
thremaki am 18.04.2011 um 01:22 Uhr
Ganz ehrlich? Der Grafik-Stil ist das Einzige, was mir an dem Game gefällt :\ Irgendwie hab ich mich satt gespielt was Beat 'em Ups angeht. Einem DoA 5 wäre ich aber trotzdem nicht abgeneigt :>
Rian am 18.04.2011 um 01:24 Uhr
2D-Beater sind bei mir persönlich jetzt erst langsam im Kommen, von daher finde ich das sehr nett!
KenDeep am 23.04.2011 um 12:42 Uhr
Das Tag-System wurd eigentlich von Namco durch Tekken Tag Tournament beliebt. :o
Ausserdem ist Arcana Heart meines wissens nach ein Girl-Only Fighter?
Rian am 23.04.2011 um 16:46 Uhr
Meinte nicht "auf dem westlichen Markt" sondern "aus dem westlichen Markt", kleiner Tippfehler. Und Tekken und MvC2 sind im selben Jahr released, aber wenn es dich stört, dass ich Stinke-Tekken hier keinen Respekt zolle, dann denk dir einfach ein "unter anderem" dazu. :D
KenDeep am 24.04.2011 um 12:40 Uhr
Gebongt. Ich bin nur kein Mahvel Fan, deshalb bevorzuge ich in dem Sinne Tekken. :)
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